TV-Geräte werden heutzutage immer dünner. Während das der Ästhetik der Geräte zu Gute kommt und Fernseher durch ihre schlanke Form auch immer besser in die Wohnwand passen, hat die Akustik oftmals darunter zu leiden. Wer satten Sound will, benötigt nun einmal nach wie vor Lautsprecher angemessener Größe. Bis in der Technik also Fortschritte gemacht werden, um auch Flachbildfernseher mit wirklich überzeugendem Sound auszustatten, müssen für Audio-Fans oftmals externe Soundlösungen herhalten. Neben gewöhnlichen Stereo- und Mehrkanal-Tonsystemen gewinnen Soundbars immer mehr an Popularität. Soundbars verpacken mehrere Lautsprecher elegant in einer riegelartigen Kasten und versprechen auch ohne großen Kabelsalat, Sound der unterschiedlichsten Tonquellen präzise und lebendig wiederzugeben.

Ich wollte den Trend der Soundbars auf den Prüfstand stellen und konnte dank der Kollegen von auna ein Exemplar dem Praxistest unterziehen. Ich habe die auna Areal Bar 850 nun einige Wochen ausprobiert und ziehe mein Fazit. Bevor wir aber zum Test kommen, möchte ich zunächst klar stellen, dass ich das Produkt aus Sicht eines Otto Normalverbrauchers bewerten werde. Ich bin Fan von einem satten Klang, doch würde ich mich wahrlich nicht als Audio-Freak bezeichnen. In diesem Test werde ich demnach mein Erlebnis mit der Soundbar quasi als Laie auf diesem Gebiet schildern – ich verkörpere in dieser Hinsicht den Normalverbraucher, der es einfach nur auf eine gute Tonwiedergabe abgesehen hat und sich über das Nötigste informiert hat, aber nicht in der Materie zuhause ist.

Erster Eindruck, Verpackung und Lieferumfang

Nachdem ich die auna Areal Bar 850 aus dem Karton entnommen hatte, ist mir mit als erstes die gebürstete Oberfläche des Gerätes aufgefallen. Die gesamte Vorderseite wird von diesem Material geziert, was eine recht edle Optik zur Folge hat. Es wirkt schlicht und dennoch nicht langweilig, sollte sich optisch in jede Zocker- und Medienecke gut einreihen. Auf der Frontseite sind zudem kapazitive Touch-Tasten zu finden, die eine rudimentäre Steuerung der Soundbar auch ohne Fernbedienung möglich machen. Darunter ist ein Display vorzufinden, das unter der gebürsteten Oberfläche verläuft und dadurch ein wenig unscharf wirkt. Die Anzeige ist dennoch jederzeit gut lesbar, wenn das Gerät eingeschaltet ist. Auf der Vorderseite sind 4 Lautsprecher verteilt. auna bewirbt auf der Verpackung zwar ein 2.1 System, doch liefern die 4 Höhen- und Mittentöner gemeinsam mit dem Subwoofer quasi ein 4.1 Erlebnis ab. In Sachen räumliche Wirkung kann das Produkt natürlich nicht mit einem System mithalten, das Boxen im ganzen Raum verteilt. Doch so viel schon einmal vorweg: Das Klangerlebnis kann vor allem beim Zocken durchaus überzeugen.

Nach dem tollen Eindruck hat das Produkt mich jedoch auch in einem Punkt schnell enttäuscht. Der dazugehörige passive Subwoofer gibt optisch keine so hochwertige Figur ab wie die Soundbar. Die klobige Box kommt mit einfachem Plastik daher und ist anfällig für Fingerabdrücke und Kratzer. Die Funktion des Subwoofers ist natürlich um einiges wichtiger als das Aussehen. Doch da die Soundbar so schick aussieht, fällt das billig wirkende Beistück im Kontrast eben negativ auf.

Technische Daten 
Frequenzbereich Breitbandlautsprecher250Hz-20kHz
Frequenzbereich Subwoofer35Hz-250Hz
Frequenzbereich Verstärker20Hz-20kHz +/-3dB
Leistungsabgabe in RMS75W
maximale Leistung150W
Widerstand Breitbandlautsprecher8 Ohm
Widerstand Subwoofer8 Ohm

Die Soundbar ist mit einer Maße von 90 x 9 x 6 cm nicht gerade klein. Ich war zunächst jedenfalls von der Größe, allen voran der Breite, überrascht. Ich würde sie keinesfalls als sperrig oder gar riesig bezeichnen, doch ist sie auch nicht wirklich kompakt.

Ist die Soundbar direkt vor meinem TV platziert, wird das Infrarot-Auge des Fernsehers leider blockiert

Mit 9 cm ist sie relativ hoch, was die Platzierung der Audio-Lösung erschweren kann. In meinem Falle sorgte die Standhöhe nämlich dafür, dass das Infrarot-Auge meines TVs verdeckt wurde, wenn ich die Soundbar vor meinem Fernseher platziert habe. Ich musste also kreativ werden und habe sehr viel experimentiert. Mein finales Setup ist wahrlich nicht ideal: Die Soundbar ist dem Boden recht nahe und nicht unmittelbar unter dem TV angeordnet, sondern einige Zentimeter tiefer aufgestellt. Zudem verläuft sie nicht exakt parallel zum TV. Dennoch habe ich in meiner Zocker-Ecke so das beste Erlebnis mit der Soundbar erreicht. Ich sitze recht tief auf meinem Sofa, so dass die dem Boden nahe Position der Lautsprecher keine Probleme bereitet. Auch die versetzte Aufstellung hat keine negative Auswirkung auf das Klangerlebnis. Mit der Platzierung des Subwoofers habe ich ebenfalls experimentiert und so erreiche ich an diversen Orten ein tolles Ergebnis. Egal ob links oder rechts vom TV oder gar in der Mitte des Zimmers – der Subwoofer verrichtet seine Arbeit, die tiefen Schallwellen auszusenden, fast überall gut. Ich habe daraus den Schluss gezogen, dass selbst bei scheinbar ungünstigen Setup-Bedingungen ein guter Klang erreicht werden kann.

Wer den entsprechenden Platz an der Wand hat, kann die Lautsprecher gar per Wandhalterung befestigen. Allerdings sind weder Schrauben noch Dübel dafür enthalten, weshalb ich es bei meiner nicht optimalen, aber klanglich dennoch überzeugenden Anordnung belassen habe.

Kleine Fernbedienung, die kaum Wünsche offen lässt

Die Fernbedienung der auna Bar überzeugt mit ihrem kleinen Formfaktor. Die Tasten fühlen sich gut beim Drücken an, keinerlei Knarzen ist zu vernehmen – die Qualität überzeugt. Neben den klassischen Lauter- und Leiser-Tasten finden sich Knöpfe vor, mit denen man die Bassintensität von -3 bis +3 regeln kann. Ich hatte die Einstellung gerne auf +1, um der Soundausgabe eine Spur mehr Wucht zu verleihen. Bei höheren Stufen aber verzerrt der Ton meiner Meinung nach zu sehr. In der Nacht macht es durchaus Sinn, den Bass herunterzuregeln – wir wollen die Nachbarn schließlich nicht aufwecken. Die Einstellungsmöglichkeiten fallen zwar etwas rudimentär aus, doch bin ich froh, zumindest einige Optionen auf die Schnelle vornehmen zu können. Außerdem auf der Fernbedienung platziert ist eine Taste für Soundmodi. In den meisten Fällen hat mir die Standard-Ausgabe am besten gefallen. Ich kann allerdings auch bestätigen, dass der Modus “Movie“ in der Tat für eine bessere räumliche Darstellung sorgt und somit bei Filmen und Serien gut zur Geltung kommt. “News” filtert Gesprochenes durch Erhöhung der Mitten geringfügig heraus, was es für sprachlastigen Inhalt gut zu gebrauchen gestaltet. “Music” verspricht bei musikalischen Werken eine bessere Dynamik, doch habe ich diesen Modus eher selten genutzt.

Weiterhin auf der Fernbedienung vorzufinden: Eine “Sleep Timer”-Funktion für die Soundbar, die klassische Tonquellen-Wechsel-Taste und die Möglichkeit, die Helligkeit der digitalen Anzeige der Soundbar zu ändern. Die Areal Bar 850 signalisiert permanent per kleinem Symbol auf dem Display, ob Basseinstellungen getroffen wurden und ob ein Soundmodus aktiv ist. Zudem gibt das Display an, über welche Verbindung derzeit Ton ausgegeben wird. Hier lässt sich zwischen drei verschiedenen Helligkeitsstufen hin- und herschalten. Schade, dass sich die Anzeige nicht gänzlich ausblenden lässt – doch immerhin ist die niedrigste Stufe recht trüb, so dass das Display auch in einem dunklen Raum nicht zu sehr ins Auge sticht.

Abgerundet wird die Fernbedienung durch Steuerungstasten für Musik. Ist eine kompatible Musikquelle angeschlossen, kann die Wiedergabe pausiert und fortgesetzt werden, zudem können wir zum nächsten oder vorherigen Lied springen. Auch die Stummschaltung ist per zentralem Knopfdruck jederzeit möglich. Die Fernbedienung liegt gut in der Hand, ist recht klein und bietet dennoch so gut wie alles, was man sich für eine Soundbar dieser Preisklasse wünscht.

LieferumfangAnschlüsse
Soundbar auna Areal Bar 850 mit 4 x Hoch-/Mitten-Töner 1,6" (4 cm)1 x Koax-Eingang
Downfire-Subwoofer 5,5" (14 cm) mit Bassreflex inkl. Verbindungskabel1 x optischer Eingang
Fernbedienung inkl. CR2025-Batterie1 x Cinch-Eingang
1x Stromkabel1 x AUX-Eingang (3,5 mm Klinke)
1x AUX-/3,5mm Klinke-Kabel1 x USB-Port
1x Cinch-Kabel1 x HDMI-Eingang
Bedienungsanleitung1 x HDMI-ARC-Ausgang

Anschlüsse und Kommunikationsprobleme

Hinsichtlich der Anschlüsse kann die auna Soundbar durchaus punkten. Die klassischen Anschlüsse in Form eines Cinch-Eingangs, eines AUX-Eingangs (3,5mm Klinke), eines optischen und eines koaxialen Eingangs sind gegeben. Auch per USB ist eine Verbindung möglich. In dieser Preisklasse kein Standard, hier dafür umso löblicher, ist ein HDMI-Eingang sowie ein HDMI-ARC-Ausgang. Die Ausstattung ist dementsprechend wirklich gelungen und so sollte es für fast jedes Setup die richtigen Eingänge geben.

Ich habe primär die Verbindung per HDMI-ARC genutzt. Die meisten aktuellen Fernseher unterstützen dieses “Audio Return Channel”-Format und auch das benötigte HDMI 1.4-Kabel ist günstig verfügbar – wenn ihr nicht sowieso schon ein überflüssiges Kabel besitzt. ARC-fähige TV Geräte nutzen diese Verbindung, um Audio-Signale sowohl empfangen als auch senden zu können. Der Fernseher gibt den Sound von verschiedenen Tonquellen, beispielsweise eines eingestöpselten USB-Sticks oder einer angeschlossenen Spielekonsole, direkt über das HDMI-Kabel an die Soundbar weiter. Während man in der Vergangenheit oftmals ein zusätzliches Audio-Kabel anklemmen musste, spart man sich dieses durch die Audio Return Channel-Technik nun.

Leider hatten mein TV, ein Sony KD-55XD8005, und die auna Soundbar scheinbar ein leichtes Problem bei der Kommunikation untereinander. Der Audio Return Channel ist nicht immer automatisch angesprungen, sobald das TV-Gerät ein Tonsignal lieferte. Oftmals musste ich mir damit aushelfen, auf dem Fernseher die Bildquelle zu wechseln. Das anschließende Zurückspringen auf die vorherige Bildquelle (zum Beispiel die PS4 oder digitales TV-Programm) aktivierte durch diesen Trick dann das ARC-Signal und ließ die Soundbar automatisch umschalten. Gelegentlich sprang die Soundbar auch korrekt auf HDMI-ARC, sobald ich den TV nur anschaltete. Da ich mit der “Source”-Taste der Soundbar aber nicht manuell auf ARC, sondern nur auf HDMI schalten konnte, musste ich mir häufig mit oben genannter Methode aushelfen. Es ist ein lästiges Problem, das mit dem manuellen Bildquellenwechsel im Endeffekt aber auch nicht allzu schlimm ausfällt. Ich habe zwar mit sämtlichen Audio-Einstellungen auf meinem TV experimentiert, konnte aber keine endgültige Lösung des Problems finden. Da ich nicht ausschließen kann, dass die ARC-Kommunikation nur genau mit meinem TV-Modell nicht einwandfrei funktioniert, möchte ich der Soundbar diesen Störfaktor aber auch nicht nicht großartig ankreiden. Zum alternativen Test habe ich mir auch ein optisches Toslink-Kabel zugelegt, welches das besagte Kommunikationsproblem zwischen TV und Soundbar löste. Da die Ausgabe per optischem Kabel im Gegensatz zu HDMI-ARC nicht erst dann geschieht, wenn die Soundbar ein entsprechendes Signal empfängt, ist man bei dieser Option nicht auf die Kommunikation zwischen TV und Soundbar angewiesen, so dass keinerlei Umschalten der Bildquellen als Trick nötig ist. Es reicht, die Soundquelle auf der auna Bar einmalig auf “OPTC” zu stellen – schon ist auch bei jedem Einschalten des TV-Gerätes sofort die Tonwiedergabe gewährleistet.

Besonders gut gefallen hat mir, dass Soundbar und TV per HDMI-CEC bei entsprechender Verwendung eines HDMI-Kabels miteinander gekoppelt werden. Das ist auch der Grund, weshalb ich trotz lästiger Kommunikationsproblematik dennoch hauptsächlich die Verbindung per HDMI-ARC genutzt habe. Die verschiedenen TV-Hersteller haben jeweils eigene Namen für dieses Kopplungs-Konzept (in meinem Fall mit dem Sony-TV beispielsweise BraviaSync), doch sollte dieses System von nahezu jedem modernen Gerät unterstützt werden. In der Praxis heißt das, dass die Soundbar sich einschaltet, wenn der TV angeht – das selbe funktioniert ebenso mit dem Ausschalten. Auch die Lautstärke lässt sich per TV-Fernbedienung regeln. Wer also nicht gerade ständig die Basseinstellung ändert oder zwischen den Akustik-Modi (Film, Musik, News) hin und her springt, muss die Auna Fernbedienung dank HDMI-CEC kein einziges Mal in die Hand nehmen.

Sobald TV und Soundbar auf einer Wellenlänge waren, funktionierte die Verbindung in meinem Falle löblich. Ich konnte in meiner Zeit mit dem auna-Produkt keinerlei Verbindungsabbrüche oder ähnliches feststellen. Die Soundbar gab den gelieferten Ton stets sauber aus. Egal ob TV-Programm, Spiele und Filme mit der PS4 oder Serien auf Netflix: Die auna Soundbar gab bei jeder Tonquelle eine gute Figur ab. Kommen wir endlich zum wichtigsten Aspekt.

Wie klingt die 4.1-Soundbar denn nun? Spiele auf der PS4 mit tollen Akustik-Ergebnissen

Auf den ersten Blick wahrlich kein optimales Setup – doch durch meinen tiefen Sitz ist das Klangerlebnis toll

Ich habe die Soundbar in den letzten Wochen viele Stunden beim Spielen dem Praxistest unterzogen. Dabei nutzte ich vor allem Horizon: Zero Dawn, das sich mit stimmungsvollen Naturklängen und schrägen Roboter-Dino-Schreien präsentiert, Uncharted 4: A Thief’s End, das mit pompösen Explosionen und wuchtigen Schussgeräuschen punktet, sowie Nex Machina, das mit einem fetzigen Soundtrack und jeder Menge Soundeffekte daher kommt. In allen drei Titeln schlägt sich die Soundbar sehr gut und zeigt, dass sie fürs Zocken eine tolle Option ist.

Die Soundbar unterstützt neben dem linearen PCM-Signal auch das Dolby Digital- und das DTS-Signal der PS4. Ich muss ehrlich sein: Bei gewöhnlicher Raumlautstärke erkannte ich als Laie kaum Unterschiede zwischen den verschiedenen Formaten. Auf dem Papier gibt es diese natürlich, doch bekam ich davon akustisch nicht viel mit. Ich bilde mir allerdings ein, dass DTS-Surround das insgesamt klarste Klangbild abgibt, weshalb ich diese Einstellung auch primär genutzt habe.

Der Sound wird stets sehr deutlich ausgegeben und so überzeugte mich der Klang auch bei hoher Lautstärke. Ich habe bei lauterem Betrieb keinerlei Verzerrung des Sounds feststellen können. Allerdings bin ich mit der Lautstärke auch nur so weit gegangen, wie es möglich ist, ohne einen Streit mit den Nachbarn anzuzetteln. Die meisten Spiele verfügen heutzutage über ein gelungenes Sounddesign, wodurch die Soundbar auf der PS4 besonders mit den Muskeln spielt. Bässe klingen auf der Standardeinstellung bereits recht wuchtig, lassen sich über die Fernbedienung zudem noch anpassen. Sämtliche Explosionen, Schüsse und Schläge kommen mit einem befriedigendem “Punch” herüber. Sogar Dialoge profitieren von dem Bass und klingen wesentlich satter als über gewöhnliche TV-Lautsprecher. Doch auch die Mitten und Höhen haben meinen Laien-Ohren gefallen. Egal ob atmosphärische Musik im Hintergrund oder realistische Umgebungsgeräusche – der Sound kommt mit einer tollen Dynamik daher.

Räumlicher Klang eindrucksvoll angedeutet

Gibt optisch fast überall eine tolle Figur ab

Auch wenn die Verpackung der auna Bar 850 nur ein 2.1-System bewirbt, arbeiten die vier Hoch-/Mitten-Töner in Kombination mit dem Subwoofer als 4.1-System. Das macht sich auch im Klang bemerkbar, denn vermittelt der Sound permanent einen Hauch von Räumlichkeit. Die Soundbar kann mit den verbauten Membranen natürlich nicht mit dem Surround-Sound getrennter Lautsprecherboxen mithalten. Doch war ich überrascht, dass der räumliche Eindruck trotz des Stangen-Layouts tatsächlich gut vermittelt wird. Die Voreinstellung “Movie” hilft dabei, dieses Klanggefühl geringfügig zu verstärken. Einen Shooter, bei dem die Ortung von Feinden besonders wichtig ist, würde ich nach wie vor lieber auf guten Kopfhörern spielen. Doch bin ich wirklich fasziniert, wie solide der räumliche Effekt insbesondere mit dem Movie-Preset herübergebracht wird.

Auch für Filme, TV und Musik geeignet

Apropos Movie: Wie schlägt sich das auna Produkt eigentlich bei Filmen? Hierfür habe ich einige Blu-rays ausprobiert und bin ebenfalls angetan. Die Bässe des Subwoofers sorgen dafür, dass der Eindruck eines Heimkinos angedeutet wird. Der mysteriöse Soundtrack vom Film Arrival kommt zum Beispiel sehr stimmungsvoll und voluminös herüber. Das Geräusch der ratternden Rotorblätter von Helikoptern wird wuchtig vermittelt. Während Arrival jedoch eher mit ruhigem Geschehen auskommt, habe ich mich in Mad Max: Fury Road auch von brachialen Actionszenen überzeugen lassen. Jedes Handgemenge und jeder Schusswechsel hat einen satten Klang zur Folge. Unabhängig des Genres hat mich die auna Areal Bar 850 auch beim Genuss von Filmen begeistert.

Der Subwoofer ist nicht allzu hübsch – verrichtet aber gute Arbeit

Weiterhin schlägt sich das Produkt auch mit dialoglastigen Serien auf Netflix gut. Wer indes viel Fernsehen schaut, profitiert ebenfalls von der vielfältigen Tonwiedergabe, die vor allem Stimmen fülliger klingen lässt. Das kommt insbesondere bei Sport-Events herüber. Unterm Strich ist der Sound beim digitalen TV-Programm im Vergleich zum Klang beim Zocken nicht ganz so dynamisch umgesetzt. Doch ist allemal eine Verbesserung im Vergleich zum gewöhnlichen TV-Lautsprecher zu bemerken. Wer Probleme mit dem Hörverständnis von gesprochener Sprache hat, hebt mit dem Modus “News” vor allem die mittleren Frequenzen an und genießt ein besseres Sprachverständnis. Die Soundbar hat also nicht nur für Spiele und Filme ihr Nutzen.

 

Mit einem AUX-Anschluss und Bluetooth-Funktionalität ausgestattet, bietet sich die Soundbar natürlich auch zur Wiedergabe von Musik an. Wie sich durch den gelungenen Klang der Hintergrundmusik bei Spielen und Filmen andeutet, gibt das auna-Produkt auch bei der Musikwiedergabe eine gute Figur ab. Ich habe mehrere Genres ausprobiert und bin insgesamt überzeugt. Einzig elektronische Musik kommt etwas dünn herüber, da der Bass bei Zimmerlautstärke hier doch etwas zu schmächtig wirkt. Doch egal ob Klassik, Rock oder weitestgehend auch Pop – die Soundbar ist auch zum Hören von Musik passabel.

auna Areal Bar 850 – Fazit

Alles in Allem kann ich der auna Areal Bar 850 nicht viel ankreiden. Bei der Wiedergabe von Sound verschiedenster PS4-Titel spielt sie mit den Muskeln und auch brachiale Filmaction kommt mit befriedigendem “Punch” herüber. Sprachlastige TV-Programme klingen auf der Soundbar im direkten Vergleich mit den meisten verbauten Flachbildfernseher-Lautsprechern ebenfalls um einiges satter. Lediglich die Musikwiedergabe hat mich nicht vollends überzeugt. Hier ist der Bass auf Zimmerlautstärke für manch ein Genre schlicht eine Spur zu dünn.

Mit vier Höhen- und Mittentönern ausgestattet, kreiert die Soundbar stets den leichten Eindruck von Räumlichkeit. Dieser kann natürlich nicht mit verteilten Surround-Lautsprechern mithalten, doch wurde ich vom angedeuteten Effekt positiv überrascht. Auch die tolle Ausstattung an Anschlüssen, die schicke Optik der Soundbar und die gut umgesetzte Fernbedienung sprechen für das Produkt. Lediglich der billig wirkende Subwoofer zieht den Eindruck herunter, auch wenn er im Grunde genommen eine gute Arbeit verrichtet. Besonders für Zocker und Filmliebhaber sehe ich die auna Areal Bar 850 als ein sehr solides Produkt an. Der Preis geht bei Dritthändlern ab rund 140€ los, was ein durchaus fairer Betrag ist. Wer auf der Suche nach einer Audio-Lösung ist und nicht gerade zu getrennten Boxen tendiert, sollte sich die auna Bar als Alternative anschauen.

Hier gelangt ihr direkt zum Auna-Shop, bei der die Soundbar allerdings 187,89€ inkl. Versandkosten zu Buche schlägt. Bei Dritthändlern, unter anderem bei Amazon.de lassen sich günstigere Preise erzielen.

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