Releasetermin: 03.03.2017

Medientyp: Modul, Download
Genre: Party
Entwickler: Ubisoft
Herausgeber: Ubisoft

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Nintendo hat eine neue Konsole auf den Markt gebracht – da darf ein Partyspiel natürlich nicht fehlen. Neben 1, 2 Switch können Käufer der brandneuen Nintendo Switch nun auch Ubisofts beliebte Serie Just Dance unterwegs mitnehmen. Das Partyspiel, das sich natürlich dank des Konzepts der Konsole auch zuhause auf dem TV spielen lässt, erschien nach dem Release für PS4 im letzten Jahr nun auch für die Switch. Lohnt sich Just Dance 2017 auf dem Handheld-Konsole-Hybrid? Finden wir es heraus!

Wilkommen auf dem Dancefloor!

Für alle, die sich bisher noch nie an ein Spiel dieser Serie herangetraut haben, hier ein kurzer Überblick: Ziel des Titels ist es, die angezeigten Tanzbewegungen so genau wie möglich zu imitieren. Bevor das Spiel allerdings beginnen kann, muss zuerst ein Spielerprofil erstellt werden. Nach der Wahl eines Avatars kann es losgehen – denn sofort präsentieren sich die verschiedenen Modi im Hauptmenü, die Just Dance 2017 seinen Spielern bietet.

Der „Just Dance“-Modus bringt den klassischen Tanzspaß auf die Switch. Hier gilt es, den Bewegungen auf dem Bildschirm zu folgen und am Ende mit einer möglichst präzisen Performance aus dem Tanz hervorzugehen. Neben virtuellen Tänzern, die sämtliche Manöver spiegelverkehrt vorgeben, wird auch eine Reihe von Symbolen angezeigt, die die kommenden Bewegungen andeuten. Für Anfänger kann das anfangs zum Problem werden, denn sind die Zeichen gar nicht so leicht zu entschlüsseln. Nicht selten rätselte ich über den bevorstehenden Move und verließ mich lieber auf die Bewegungen der Tänzer auf dem Screen. Auch wenn sich die Symbole manchmal etwas intuitiver präsentieren könnten, hat man nach einer Weile den Dreh raus. Zudem wird ein Tanz meistens von verschiedenen Tänzern getanzt. Hier hat man sogar die Wahl, welchen Tänzer man verkörpern darf – und manchmal kann dies sogar ein tanzendes Gemüse sein wie im japanischen Song PoPiPo.

Kalorien verbrennen und Aliens retten

Das Spiel beinhaltet auch weitere Modi, mit denen sich der typische Just Dance Modus variieren lässt. In „Just Dance Machine“ benötigen Aliens unsere Hilfe, um auf ihren Planeten zurückzukehren. Dafür müssen wir in einer Reihe von kurzen Tanzsequenzen zu den verschiedensten Dance-Styles unsere gesamte Tanzenergie investieren, um ihnen zu helfen. Dieser Modus ist in jedem Fall eine lustige Abwechslung zum klassischen Spiel. Es verliert aber auch entsprechend schnell seinen Reiz, da man nach ein paar Durchgängen das Gefühl hat, alles schon gesehen zu haben. „World Dance Floor“ lädt uns ein, mit anderen Spielern auf der ganzen Welt über das Internet in Echtzeit zu tanzen. Eine Rangliste präsentiert nach jedem Tanz, wie gut wir im Vergleich abgeschnitten haben. In „Just Dance TV“ präsentiert die Community ihre besten Tanzmoves.

Der Dance Quest Modus erfordert von uns, gegen eine Reihe von computergesteuerten Spielern zu bestehen. In mehreren thematischen „Reisen“ gilt es, in drei aufeinander folgenden Liedern besser als die KI-Tänzer abzuschneiden. Hier können wir bei jeder Reihe an Songs aus verschiedenen Schwierigkeitsgraden wählen. Das kombiniert mit der Tatsache, dass man die weiteren „Reisen“ erst tänzerisch freischalten muss, garantiert langfristigen Spaß am Modus. „Sweat + Playlists“ zielt darauf ab, den Spieler zum Schwitzen und zum Verbrennen von Kalorien zu bringen. Wir können hier diverse Einstellungen treffen und persönliche Playlists unterschiedlicher Länge einstellen. Insgesamt ist der Modus-Umfang gelungen und überzeugt mit einigen charmanten Ideen. Im Endeffekt aber zielt sämtlicher Inhalt auf das immer gleiche Geschehen ab, sodass man nur beschränkt von Abwechslung reden kann.

Mit der Switch auch unterwegs ein Spaßgarant

Das Spiel lässt sich sowohl Solo als auch im Multiplayer (bis zu 6 Spieler) spielen. Diese Möglichkeit ist in sämtlichen Spielmodi gegeben. Wer sich für den Multiplayer entscheidet, darf auswählen, ob er mit oder gegen seine Tanzpartner antritt.

Das Spiel ist darauf ausgelegt, dass man den Tanzspaß überall hin mitnehmen kann, ob zu Freunden, in den Park, oder auf eine Party. Zwar ist die Lautstärke auf der Switch ausreichend, allerdings ist die Bildschirmgröße problematisch zum Erkennen aller Tanzmanöver im Tabletop-Modus. Hier stellt man den 6,2”-Monitor per Kickstand vor sich auf und benutzt bis zu sechs Joy-Con zum Spielen. Das mag hin und wieder für eine spaßige Session ausreichen, doch ist das Erlebnis auf dem kleinen Bildschirm schlichtweg eingeschränkt. Besonders wenn mehrere Spieler am Tanzen sind, zahlt sich ein großer Bildschirm aus.Wir stecken die Switch einfach in das Dock und schon kann es auf dem heimischen TV weitergehen!

Praktisch, dass die Switch mit den zwei enthaltenen Joy-Con das Spielen für zwei Personen ermöglicht, ohne weitere Hardware kaufen zu müssen. Wem die zwei Joy-Con der Switch nicht ausreichen, aber dennoch weitere Freunde zum Partyspaß einladen will, kann auf die praktische Just Dance-App zugreifen, die für Android und iOS kostenlos verfügbar ist. Diese lässt sich mit dem Spiel koppeln, sodass jedes Handy mit der App anschließend als Controller zur Bewegungserkennung genutzt werden kann – wirklich eine tolle Idee, die in meinem Praxistest auch gut funktioniert hat.

Songs aus der ganzen Welt

Die Songauswahl ist bunt gemischt und damit ist für jeden etwas dabei. Just Dance 2017 bietet rund 40 Lieder, die von aktuellen Chartstürmern über Club-Hymnen bis hin zu regelrechten Oldies reichen. Die Inszenierung ist dabei toll umgesetzt, denn die Choreografien sind zumeist an die offiziellen Musikvideos angepasst. Zudem wird stets der Songtext zum Mitsingen angezeigt, was das Party-Potential des Spiels unterstreicht. Manche Songs kommen wie erwähnt auch mit alternativen Tanzvarianten daher, die mit einer Ingame-Währung freigeschaltet werden. Das bessert den Umfang geringfügig auf und motiviert zum Tanzen. Nach wenigen Stunden fühlt sich die Songauswahl aber überschaubar an, was sie letzten Endes auch ist. Die Abwechslung im Aufgebot ist gelungen, doch hätten es ruhig einige Lieder mehr sein können.

Noch mehr Vielfalt dank Unlimited-Abo

An dieser Stelle kommt Just Dance Unlimited ins Spiel, das sich als Abonnement für weitere Tracks präsentiert. Wer ein Abo abschließt, hat folglich Zugang zu über 200 weiteren Liedern, zu denen in der Zukunft noch weitere Titel dazustoßen werden. Die Songs lassen sich aus dem Internet streamen, jedoch fallen bei passabler Internetleitung keine zusätzlichen Ladezeiten auf. Hier ist die Auswahl besonders gelungen und so finden sich hier viele der erfolgreichsten Hits der letzten Jahre. Doch auch Unlimited hat viele Songs in petto, die dem Mainstream weit fern bleiben. Mit Künstlern wie Elvis Presley, ABBA, Lady Gaga und Justin Bieber werden zudem verschiedene Generationen bedient.

Die Songauswahl von diesem Abo stammt weitestgehend aus vorherigen Just Dance-Titeln und so hat es mich gefreut, dass nur wenige Cover-Versionen von Liedern verwendet werden und wir hauptsächlich zu Original-Songs tanzen können. Den zusätzlichen Spaß lässt sich Ubisoft allerdings auch etwas kosten. Stolze 3,99€ werden für einen Tageszugang zu Unlimited verlangt. Das ist verhältnismäßig viel, denn es wird mit steigender Abo-Zeit deutlich günstiger. Ein Jahres-Abonnement schlägt mit 29,99€ zu Buche, was alles in allem ein angemessener Preis ist. Ich hätte zwar gerne noch mehr Tracks im Hauptaufgebot des Spiels gehabt, doch geht das Konzept mit der Erweiterung durch das Abo insgesamt in Ordnung. Immerhin spendiert Ubisoft allen Spielern ein Test-Abonnement für 3 Monate. Damit bleibt ausreichend Zeit, um sich durch die dutzenden Lieder durchzutanzen – und auch genug Zeit, um sich bei Gefallen der Songs für ein kostenpflichtiges Abo zu entscheiden.

Problemzonen des Partyspiels

Just Dance 2017 kommt auf der Switch nicht ohne einige Kritikpunkte aus. Es werden nur die Tanzbewegungen der Arme getrackt, da man die Joy-Con beim Tanzen in der Hand hält, was nach ein oder zwei Tänzen ziemlich in den Armen zu spüren ist. Leider ist es genau deswegen auch sehr einfach, das Tracking zu “hintergehen”. Denn die Tanzbewegungen müssen nicht präzise nachgeahmt werden. So reicht es aus, lediglich die Arme gemäß des vorgegebenen Manövers zu bewegen. Außerdem hatte ich bei Just Dance Unlimited ab und an mit einem “Fehler bei der Serverkommunikation” zu kämpfen, wodurch die Abo-Songs trotz bestehender Internetverbindung nicht zur Verfügung standen. Ein nerviges Problem, das nicht gerade dazu ermutigt, das Test-Abo zu verlängern.

Wertung im Einzelnen
Spaßfaktor
7.5
Songauswahl (ohne Abo)
6.5
Inhalt und Umfang
7
Multiplayer
9.5
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