Releasetermin: 30.08.2017

 

Medientyp: Blu-ray Disc, Download
Genre: Beat’m Up, Adventure
Entwickler: CyberConnect2
Herausgeber: Bandai Namco

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Naruto ist derzeit wohl die Manga- und Anime-Figur schlechthin, die am laufenden Band gute Videospielumsetzungen spendiert bekommt. Seit Entwickler CyberConnect2 sich auf der PS3 Naruto Ultimate Ninja Storm angenommen hat, ist daraus eine Serie entstanden, die insgesamt vier Hauptteile und zusätzlichen Download-Inhalt zu bieten hat. Nach all den Jahren ist es nun aber an der Zeit, noch einmal zurückzublicken. Bandai Namco bringt die gesamte Reihe als Remaster auf die PS4. Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Legacy enthält alle vier Teile samt jeweiliger DLC. Dabei ist besonders interessant, wie die frühen PS3-Titel sich aufpoliert auf der PS4 schlagen. Ob das Remaster-Bündel sich lohnt, erfahrt ihr in meinem Test.

Mit dieser Collection erhalten Naruto-Fans die volle Dröhnung ihrer Lieblings-Anime-Figur. In der Legacy-Kollektion enthalten sind gleich vier vollwertige Spiele sowie eine Erweiterung:

  • Naruto Ultimate Ninja Storm 1
  • Naruto Shippuden Ultimate Ninja Storm 2
  • Naruto Shippuden Ultimate Ninja Storm 3: Full Burst
  • Naruto Shippuden Ultimate Ninja Storm 4
  • Naruto Shippuden Ultimate Ninja Storm 4: Road to Boruto

Der vierte Teil ist zugleich der einzige, der bereits für die PS4 veröffentlicht wurde. Neben dem Hauptspiel ist auch die Road to Boruto-Erweiterung erhalten. Einen ausführlichen Test zum neuesten Spiel der Reihe und der Standalone-Erweiterung findet ihr HIER. Manch ein Naruto-Fan mag den vierten Teil und die Erweiterung bereits besitzen, weshalb Bandai Namco auch eine Trilogy mit folgendem Inhalt herausgebracht hat:

  • Naruto Ultimate Ninja Storm 1
  • Naruto Shippuden Ultimate Ninja Storm 2
  • Naruto Shippuden Ultimate Ninja Storm 3: Full Burst

Da die ersten drei Ultimate Ninja Storm-Spiele für die PS4 überarbeitet wurden, lege ich meinen Hauptaugenmerk in diesem Test auf diese drei Spiele. Die Trilogy lässt sich im Playstation Store digital für 39,99€ erwerben, während Legacy sowohl physisch als auch digital als Vollpreisspiel (im PSN 69,99€, im Handel ab 60€) erhältlich ist. Im Store lassen sich die PS4-Versionen aller Ultimate Ninja Storm-Teile auch einzeln finden, jedoch sind diese preislich im Vergleich zum Trilogy-Paket oder gar dem Legacy-Bundle weniger attraktiv.

Ultimate Ninja Storm

Fangen wir mit dem Titel an, der den Start der Serie eingeläutet hat. Ich hatte Ultimate Ninja Storm in sehr positiver Erinnerung, da ich viel Spaß mit der freien Erkundung Konohas hatte, als der erste Teil für die PS3 erschienen ist. Zwar präsentiert sich der Titel wesentlich kompakter in seinem Inhalt als seine Nachfolger. Doch stellt die freie Fortbewegung mit dem Erklimmen von Wänden, dem rasanten Rennen und dem praktischen Dreifachsprung eine tolle Beschäftigung dar – das eigentliche Kämpfen gerät da ab und zu fast schon in den Hintergrund. Nach einigen Stunden merkt man zwar, dass diese “offene Welt” nicht allzu viel zu bieten hat. Ich hatte dennoch meinen Spaß bei der Erkundung der Dächer von Konoha. Per DLC wurden dem Spiel auf der PS3 neue Kämpfer und Missionen hinzugefügt, die in der PS4-Variante ebenfalls enthalten sind.

Ultimate Ninja Storm zeigt durchaus seine anfänglichen Schritte, denn ist das 3D-Kampfsystem etwas abgespeckt, wenn man den Vergleich zu neueren Teilen zieht. Auch hinsichtlich der Präsentation wird das frühe Stadium ersichtlich. Während UNS4 in manchen Szenen dem Anime fast in nichts nachsteht, wirken die Animationen und die Inszenierung im ersten Spiel noch etwas hölzerner. Wer bisher nur die neueren Naruto-Titel erlebt hat, wird das erste Ultimate Ninja Storm eventuell etwas angestaubt wahrnehmen. Ich muss an dieser Stelle aber sagen, dass der Port für die PS4 im Großen und Ganzen gelungen ist. Das Spiel wurde vor 9 Jahren auf der PS3 veröffentlicht, macht jetzt dank Aufarbeitung aber auch auf der PS4 noch einen tollen Eindruck. Die Animationen sind nach wie vor nicht so geschmeidig wie in neueren Titeln, doch sehen die Umgebungen und Figuren sehr ansprechend aus. Auch die Wasser- und Feuereffekte sind für das Alter des Spiels wirklich solide umgesetzt. Die erhöhte Auflösung von 720p auf 1080p tut UNS sehr gut und präsentiert den Titel in seiner besten Fassung. Lediglich Aliasing trübt den optischen Eindruck deutlich, doch wird dieses Problem in den nächsten Teilen angegangen.

Obwohl die Serie in einigen Aspekten mittlerweile generalüberholt wurde und sich so manch ein Element wie auch die Inszenierung etwas angestaubt anfühlen, ist der erste Teil der Reihe nicht zuletzt wegen seiner freien Fortbewegungsmöglichkeiten innerhalb Konoha sowohl für Kenner der Serie als auch Naruto-Neulinge nach wie vor ein charmanter Titel.

Ultimate Ninja Storm 2

Naruto Shippuden Ultimate Ninja Storm 2 knüpft erfolgreich an die Formel des ersten Teils an. Auch wenn die erkundbaren Gebiete etwas verdichteter sind und es keine klassische offene Welt mit Freerunning-Fortbewegung mehr gibt, punktet das Spiel mit einer toll aufgemachten Story. Es gibt mehr Figuren zu spielen, die Anzahl der gebotenen Charaktere hat sich fast verdoppelt. Zudem steuern sich diese etwas präziser als noch im Vorgänger, was feine Verbesserungen im Kampfgeschehen möglich gemacht hat. Mir haben die Bosskämpfe hier besonders gut gefallen, denn sind diese wirklich spektakulär aufgemacht. Weiterhin enthält UNS2 erstmals eine Online-Komponente. Auch in der PS4-Version können wir uns online die virtuellen Köpfe mit Naruto und Co. einschlagen. Während die Grafik nur kleine Schritte gemacht hat, ist Ultimate Ninja Storm 2 eine durch und durch logische Steigerung, die auch in der PS4-Aufarbeitung ein gutes Spiel darstellt.

Ultimate Ninja Storm 3: Full Burst

Der dritte Ultimate Ninja Storm-Teil führt die Geschichte von UNS 2 nahtlos fort. Da die “Full Burst”-Variante des dritten Spiels für die PS4 überarbeitet wurde, sind ein weiterer Kämpfer, mehrere DLC-Kostüme und zahlreiche Zusatz-Missionen im “Herausforderungsmodus” neben dem Hauptspiel enthalten. Dadurch ergibt sich ein sehr vollgepacktes Abenteuer, das insgesamt 81 spielbare Charaktere, über 30 Arenen und einen umfangreichen Story-Modus bietet. Es macht einmal mehr logische Schritte nach vorn und bot zu Release das ausgeklügeltste Kampfsystem und die bombastischsten Kämpfe. Gleich die Boss-Begegnung mit dem Neunschwänzigen kann ganz zum Beginn groß punkten. Die Grafik zeigt auch auf der PS4, dass der Cel-Shading-Stil quasi zeitlos ist und wahnsinnig gut altert. Viele Effekte holten das Maximum aus der PS3 heraus und machen auch in der PS4-Version noch ordentlich etwas her. Auch die Zwischensequenzen machten optisch einen großen Sprung.

Ultimate Ninja Storm 4 und Road to Boruto

Naruto Shippuden Ultimate Ninja Storm 4 setzt jedoch in Sachen Inszenierung der Serie die Krone auf. Mittlerweile sieht der Titel wirklich wie eine spielbare Anime-Folge aus. Dazu gesellen sich grafisch aufwendige Effekte, die in dieser Form auch mit den PS4-Ports der ersten drei Teile nicht erreicht werden können. Weiterhin hat das Kampfsystem noch einmal einige Verfeinerungen erhalten und so wird nun vermehrt auf richtiges Timing Wert gelegt. Über 100 Figuren sind spielbar, zudem schließt das Spiel die Handlung des Naruto-Mangas ab und behandelt in der Road to Boruto-Erweiterung gar die Ereignisse des Boruto-Films um die nächste Generation an Ninjas. Durch den Abenteuermodus in Ergänzung zur Story ist einmal mehr Erkundung möglich, mit der ich bereits seit Teil 1 großen Spaß hatte. Daher stellt das Spiel einen würdigen Abschluss für die Naruto Shippuden Ultimate Ninja Storm-Reihe dar. Weitere Details zum pompösen Ende findet ihr in unserem Review zu UNS4 und Road to Boruto.

 

Wertung im Einzelnen
Story
8
Gameplay
8
Inhalt und Umfang
10
Multiplayer
8.5
Remaster-Qualität
7.5
Grafik & Sound
8.5
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