Releasetermin: 04.04.2017

Medientyp: Blu-ray Disc, Download
Genre: JRPG
Entwickler: Atlus, P Studio
Herausgeber: Deep Silver

 

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In der Unterhaltungsbranche ist es nicht ungewöhnlich, dass beliebte Serien Ableger erhalten, die zwar indirekt in Verknüpfung mit der Vorlage stehen, aber dennoch eigenständig funktionieren. Das kommt auch oft genug in der Videospielwelt so vor. Doch ist es selten, dass eine Ableger-Reihe das Original gar in Sachen Popularität übersteigt. So ist es jedoch bei der Shin Megami Tensei-Reihe gekommen. Die Dungeon Crawler sollten nicht genug sein und so entwickelte man das JRPG Persona, das zwar durchaus seine Parallelen mit Shin Megami Tensei hat, aber auch viele Aspekte anders angeht. Spätestens mit der Veröffentlichung von Persona 4 auf der PS2 und Persona 4 Golden auf der PS Vita übertraf man die Bekanntheit und Beliebtheit der Ursprungsreihe. Nun ist endlich der heiß erwartete Nachfolger auf dem Markt – Persona 5. Ich verrate euch, ob sich das Warten gelohnt hat und warum die Reihe auch für all diejenigen ein Blick wert ist, die sonst mit JRPGs nicht viel am Hut haben.

Taking your heart

Persona 5 steckt seine Spieler in die Rolle von einer Figur mit dem Codenamen “Joker” – einem zurückgezogenen High School-Studenten, der keinen guten Ruf genießt. Eine Straftat, die fragwürdig als solche bezeichnet werden kann, zwingt den Schüler, für ein Jahr auf Bewährung nach Tokyo zu ziehen. Dort kommt er durch ein Betreuungsprogramm bei einem Barbesitzer unter und erlebt, wie es sich anfühlt als Verbrecher abgestempelt zu werden. Zum Glück dauert die Einsamkeit aber nicht lange an. Joker freundet sich mit anderen Studenten mit ähnlich komplizierter sozialer Stellung an. Mir hat besonders gut gefallen, wie schnell die Geschichte in Fahrt kommt. In Persona 4 noch hat es eine gefühlte Ewigkeit gedauert, bis die hauptsächliche Handlung Gestalt annimmt. Persona 5 hingegen schmeißt seine Spieler mitten ins Geschehen und etabliert bereits in wenigen Stunden die Basis für das restliche Abenteuer.

Früh wird das grundsätzliche Konzept von Persona 5 bekannt. Das Aufgebot an Teenagern formt die so genannten “Phantom Thieves”. Die Figuren können sich nicht erklären, warum sie plötzlich eine Schattenwelt betreten und mächtige “Personas” beschwören können. Sie finden sich doch tatsächlich in Scheinwelten vor, die den Köpfen diverser Figuren entspringen. Nach anfänglicher Verwirrung beschließen die Protagonisten, diesen Umstand auszunutzen. Die Phantom Thieves machen sich zum Ziel, in die Psychen von besonders verdrehten und bösen Figuren zu schlüpfen. Dort stehlen sie Schätze und stellen sich den verwirrten Gestalten, was in der realen Welt dazu führt, dass die betroffenen Personen einen Sinneswandel durchmachen. Klingt absolut schräg und ist auch wahrlich eine bekloppte Idee, die aber von der ersten Sekunde an charmant herüber gebracht wird. Das Konzept schafft es trotz der kitschigen Vorlage sehr gut, auch ernste Themen zur Sprache zu bringen. Die verzweifelten Figuren bringen interessante Themen ein, die auch in unserer Welt allgegenwärtig sind. Anime-Look und so manche kitschige Situation beiseite, präsentiert Persona 5 erstaunlich erwachsene Züge. Themen wie beispielsweise häusliche Gewalt oder sexuelle Übergriffe beweisen, dass unter der Oberfläche von diesem JRPG weitaus mehr steckt, als es die meisten Trailer wiedergeben mögen.

An diesem Punkt möchte ich kurz die Restriktionen erwähnen, die Atlus den Spielern beim Teilen von Material auflegt. So wurde geraten, nur bis zu einem bestimmten Punkt seinen Spieldurchlauf zu streamen – sonst könnte die Sperrung des Accounts die Folge sein. Der Aufschrei war groß und so hat die japanische Firma hinter dem Spiel die Restriktionen gelockert und erlaubt nun, weitaus mehr Fortschritt zu zeigen. Natürlich sind solche künstlichen Limitierungen für Spieler und vor allem “Let’s Player” keine schöne Aktion, doch kann ich die Sorge der Entwickler um Spoiler ein Stück weit sogar nachvollziehen. Wir leben in einem Zeitalter, in dem Leute anderen Spielern zum Teil lieber zuschauen, als selbst zu spielen. Ich hoffe zwar, dass dieser Trend der Restriktionen nicht zum Standard wird, doch ich respektiere die Entscheidung der Entwickler. Mehr jedoch hat es mich gestört, dass abgesehen vom Auftakt die Sharing-Funktionen der PS4 deaktiviert wurden. Es lassen sich also nicht auf die Schnelle per Knopfdruck Screenshots anfertigen, was mir für die Berichterstattung stets die Arbeit erleichtert hat. So musste ich mir mit einer externen Capture Card und mit Presse-Screenshots aushelfen – also auch hier kein Problem, bei dem man sich nicht auf andere Weise Abhilfe schaffen kann. Ich komme dem Wunsch von Atlus dennoch entgegen und werde nicht viel mehr zur Geschichte von Persona 5 erzählen. Die Story hat einige Überraschungen auf Lager, die Spieler definitiv auf eigene Faust erleben sollten. Einen großer Unterhaltungswert stellen dabei die Figuren dar. Sowohl die Charaktere, die zu den Phantom Thieves gehören und die wir besonders gut kennenlernen, als auch sonstige wichtige Rollen und gar kleinste Nebenfiguren sind toll inszeniert. Mit diesen virtuellen Menschen möchte man Zeit verbringen – und dazu haben Spieler viele Möglichkeiten. Doch mehr dazu gleich.

Klassisches JRPG mit vielen abwechslungsreichen Elementen

Die Persona Spiele sind für ihren bunten Mix aus verschiedenen Genres bekannt. In erster Linie präsentieren sich die Titel als JRPG klassischer Manier. Doch auch Elemente, die fast schon in Richtung Dating-Simulation gehen, sind stets beliebt bei Fans. Das Spielgeschehen lässt sich aber unmöglich in zwei Sätzen zusammenfassen, da es noch viele weitere Facetten bietet, mit der sich Spieler die Zeit totschlagen können.

Fangen wir aber mit dem wichtigsten an. Nach nur wenigen Spielstunden stehen dem Spieler eine Reihe an Figuren zur Verfügung, die gemeinsam in das Bewusstsein von zwielichtigen Charakteren eintauchen. In dieser Art Traumwelt durchstreift die Spieler-Party verschiedene Dungeons, die kreativ nach den Eigenarten der Figuren gestaltet sind. Neben seichten Rätsel- und Platforming-Passagen steht die Bekämpfung von “Schattenwesen” im Fokus. Diese Kreaturen sind sogenannte Personas, die der bösen Ader des betroffenen Dungeon-Charakters entstammen. Doch auch dem Aufgebot der “Phantom Thieves” stehen solche Personas zur Seite, die im Kampf gegen die Schattenwesen äußerst nützlich sind. Feindliche Personas patrouillieren den Dungeon und haben zur Folge, dass Persona 5 erstmals in der Reihe auch Stealth-Elemente umsetzt. Denn wird unsere Figurentruppe zu oft erwischt, hat dies einen Alarm zur Folge – und wir werden kurzerhand aus dem Dungeon rausgeworfen. Es lohnt sich also, das Sichtfeld von streunenden Feinden zu meiden und die Schattenwesen von hinten zu überraschen. Auf diese Weise haben Spieler nämlich einen Vorteil beim Auftakt des Kampfes. Die Gefechte finden ganz klassisch auf Rundenbasis statt. Abwechselnd sind die Figuren des Spielers und feindliche Personas an der Reihe. Wir haben in jedem Zug eine Menge Möglichkeiten, um den Kampf anzugehen. Die Figuren können mit einer Riege von Waffen selbst für physischen Schaden sorgen. Neu dabei ist ein Konzept um Schusswaffen, mit denen wir besondere Patronen abfeuern – die allerdings recht limitiert sind. Weiterhin können die Kräfte der Personas genutzt werden. Jedes Wesen hat ganz eigene Angriffe, die verschiedene Elementareffekte innehaben. Jedes Persona, egal ob feindlich oder freundlich gesinnt, verfügt dabei über elementare Stärken und Schwachstellen. Es gilt daher stets, die Schwachpunkte der Feinde möglichst schnell herauszufinden und auszunutzen. Denn wird ein kritischer Volltreffer damit belohnt, dass das angegriffene Persona kurzzeitig gelähmt ist. Weiterhin erhalten wir einen zusätzlichen Angriffszug. Werden alle feindlichen Schattenwesen auf diese Weise betäubt, kann ein verheerender Gruppenangriff ausgeführt werden. Das Schwachstellen-System im Schere-Stein-Papier-Prinzip nimmt also eine große Bedeutung ein und ist gleichzeitig sehr spaßig umgesetzt. Doch können Spieler sich nicht immer nur auf physische Angriffe, Waffenschüsse oder Persona-Attacken verlassen. Auch die Verteidigungshaltung sollte hin und wieder strategisch genutzt werden. Zwar ist das Kampfsystem leicht zu verstehen, doch sollte die Stärke der Feinde nicht unterschätzt werden. Sie sind ebenso wie wir stets auf der Suche nach unseren Schwachstellen und können mit kombinierten Angriffen immensen Schaden anrichten, der schnell zum Game Over führen kann. In manchen Situationen neigte das Spiel fast schon dazu, frustrierend auszufallen – wenn ich beispielsweise im Kampf völlig aufgeschmissen war, weil ich kein passendes Persona zum Ausnutzen von Schwachpunkten dabei hatte. In manchen Fällen müssen Spieler also Geduld und Durchhaltevermögen beweisen, um schwierige Kämpfe im wiederholten Versuch dann doch zu schaffen. Der Einsatz von Items kann Rollenspiel-typisch in diversen Situationen aushelfen und rundet das Kampfgeschehen ab.

Ich mache dir ein Angebot, das du nicht ablehnen kannst

Doch hier hört das Konzept um die Personas nicht auf. Auch wenn Persona 4 ohne dieses Element ausgekommen ist, waren Verhandlungen mit den Monstern in früheren Teilen der Serie und auch in der Ursprungsreihe Shin Megami Tensei bereits fester Bestandteil. Richtig gelesen: Spieler treten mit den Schattenwesen in Kontakt. Im Dialog können wir die Wesen von uns überzeugen, aber auch wütend machen. Wir können sie um Geld bitten oder sie zwingen, mit wertvollen Items heraus zu rücken – damit wir sie am Leben lassen. Die Interaktionen fallen sehr unterhaltsam aus und sind teils unberechenbar. In meiner Erfahrung führte dies aber nie zu einem frustrierenden Erlebnis, sondern unterhielt mich mit seinen sonderbaren und witzigen Momenten bestens. So besiegen Joker und Co. die Personas nicht ausschließlich, sondern nehmen sie auch in ihr Team auf. Neu aufgenommene Personas sind aber nicht unbedingt sehr stark. Zwar steigen sie bei Nutzung im Level und lernen neue Fähigkeiten dazu, doch gibt es eine effektivere Weise, für stärkere Kreaturen zu sorgen: Mit einer Fusion. Bei diesem recht grotesk inszenierten Prozess entsteht aus zwei Wesen ein neues. Spieler werden dazu animiert, oft in den sogenannten “Velvet Room” zu gehen und dort Fusionen durchzuführen. Die stärkeren Personas sind es wirklich wert! Allerdings unterliegt den beherrschten Wesen eine Grenze, die mit dem Level des jeweiligen Charakters verknüpft ist. Wenn Joker also erst auf Level 15 ist, kann er auch nur Personas bis zu diesem Level kontrollieren. Würde bei einer Fusion ein stärkeres Wesen das Resultat sein, müssen Spieler mit dem Prozess solange warten, bis Joker den Rang der Kreatur erreicht hat. Erfahrung und Geld wird nach jedem Kampf für jede beteiligten Charakter und Persona verteilt.

Spannender Teenageralltag

Doch auch in der echten Welt gibt es Möglichkeiten für die Truppe, im Level aufzusteigen. Hier stehen nämlich dutzende Tätigkeiten zur Verfügung, über die Spieler frei entscheiden können. In dieser Hinsicht wird Persona 5 fast schon zum Strategie-Zeitmanagement-Spiel, denn gilt es, aus der Freizeit das meiste herauszuholen. Zum Glück aber führt so ziemlich jede Aktion zum Fortschritt, sodass sich Spieler keineswegs gestresst fühlen und machen sollten, worauf sie Lust haben. Es gibt diverse Jobs zu absolvieren, die mit einer Ingame-Währung belohnt werden, die wiederum den Kauf von hilfreichen Items für den Kampf möglich machen. Auch das Lernen spielt eine wichtige Rolle, denn kann Joker seine Zeit dazu nutzen, durch Lehrbücher zu blättern. Da der Hauptcharakter die Schulbank drücken muss, ist eine Erweiterung des Wissensstand immer eine gute Idee. Wer Hunger hat, sollte jedoch der virtuellen Burger-Bude fern bleiben – habe ich mit meiner Truppe einige Burger verdrückt, bekam ich selbst zumeist auch Appetit. Es gibt etliche Tätigkeiten, die entweder einen spaßigen Zeitvertreib darstellen oder die Attribute der Figur in die Höhe treiben lassen. Die meisten Aktionen sind unterhaltsam umgesetzt und so hatte ich besonders mit den vielen kleinen Minispielen wie beispielsweise Baseball meinen Spaß.

Figuren-Interaktionen als Höhepunkt

Noch wichtiger aber sind die Beziehungen, die wir zwischen den Figuren pflegen müssen. Nicht nur mit Figuren der Party, sondern auch mit verschiedenen NPCs kommen wir oft ins Gespräch. Joker hat die Möglichkeit, einen freien Tag mit einem der Charaktere zu verbringen und so seine Bindung zu dieser Figur zu stärken. Hier erleben Spieler einige wirklich tollen Nebengeschichten. Wie eingangs erwähnt, gehören die Charaktere von Persona 5 zum Höhepunkt der Spielerfahrung, was durch diesen Aspekt des Spiels nur verstärkt wird. Doch können Spieler nicht nur neue Freundschaften erschließen – auch Dating-Szenen gehören zum Geschehen dazu. Die Stärkung der Bindungen ist nicht nur unterhaltsam gestaltet, sondern hat auch direkte Auswirkungen auf das Kampfgeschehen, indem betroffene Personas der Interaktionspartner potentiell gestärkt werden.

Das stylischste Spiel aller Zeiten?

Auch wenn die Trailer nicht genau wiedergeben, wie viel Tiefe eigentlich in der Story und den Charakteren steckt, präsentieren die Promo-Videos aber eine Sache vorzüglich: Persona 5 strotzt nur so vor “Style”. Sämtliche Elemente des Spiels sind ansehnlich inszeniert. So wird ein ödes Menü allein durch farblich und animationstechnisch toll abgestimmtes Aussehen interessant rübergebracht. Selbst der Bildschirm, in dem nach jedem Kampf die Belohnungen verteilt werden, ist total stylisch aufgemacht. Langweilige Ladescreens gehören der Vergangenheit an – in Persona 5 schaut man sich gern die Überbrückungssegmente an. Auch während der Kämpfe ist die Optik stets bedacht gewählt. Zwar mag das stilisierte Kampfmenü anfangs verwirrend wirken und so fragte ich mich in diesem Punkt kurzzeitig, ob es von den Entwicklern nicht doch besser gewesen wäre, die wichtigsten Elemente weniger stylisch zu präsentieren. Nach einer Weile aber ist mir aufgefallen, dass die Inszenierung des Kampfsystems doch gar nicht so überladen ausfällt – und sogar recht intuitiv ausfällt. Wer also befürchtet, dass hier die stylische Optik auf Kosten der Funktionalität umgesetzt wurde, kann beruhigt sein. Sämtliche Menüs und Steuerbefehle sind nicht nur ansehnlich, sondern auch logisch und leicht zu nutzen aufgebaut.

Der bunte Stil mit seinen vielen Vektorgrafiken, Formen und Effekten ist dabei nicht das einzige, das grafisch überzeugen kann. Die Figuren sind detailliert gestaltet und allen voran viele Personas sind interessant dargestellt. Im Vergleich zu Persona 4 auf der PS2 bzw. P4 Golden auf der PS Vita wurde ein wirklich großer Schritt gemacht – und das obwohl Persona 5 einst für die PS3 konzipiert wurde. Das macht sich dann jedoch bei der ein oder anderen unscharfen Textur bemerkbar. Auch dass die PS3-Version quasi kaum optische Unterschiede zur PS4-Fassung vorweist und beide Ausführungen bei sehr stabilen 30 FPS laufen, zeigt einmal mehr, dass die Entwickler die Leistung der PS4 nicht optimal ausgenutzt haben. So hätte ich mir allen voran eine Framerate von 60 FPS gewünscht, die angesichts der teils etwas simplen 3D-Grafik sicherlich nicht unerreichbar gewesen wäre. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass der Titel auch auf der PS4 eine sehr gute Figur abgibt – nur eben optisch etwas unter seinen Möglichkeiten bleibt. Das machen allerdings die Zwischensequenzen wett, die die Geschichte in hoher Anime-Qualität erzählen. Bei dem, was hier an toller Animationstechnik geboten wird, können gar manche vollwertigen Anime-Serien nicht mithalten. Die kurzen Filmchen wechseln sich mit den häufigeren Visual Novel-Passagen ab, in denen die Konversation der Figuren mit Text auf dem Bildschirm kommuniziert werden. Hier machen die gezeichneten Figurenmodelle einen vorzüglichen Eindruck und sorgen dafür, dass Fans von Anime-Ästhetik bestens versorgt sind.

Grandioser Soundtrack, mehr als gelungene Sprecher und großes DLC-Aufgebot

Der Soundtrack gehört ebenfalls zu den Aspekten des Spiels, die zu einem fantastischen Gesamterlebnis beitragen. Hier werden tolle Songs präsentiert, die stets die Situation und Umgebung untermalen. J-Pop, Gitarrenklänge und Jazz-Songs formen einen großen Teil der Lieder, die oftmals von passendem Gesang begleitet werden. Zwar waren für mich diesmal nicht so große Ohrwürmer dabei wie noch in Persona 4, doch sind die Songs allesamt sehr passend integriert.

Und auch die Figurensynchronisation ist sehr gut gelungen. Schon Persona 4 hat bewiesen, dass englische Sprecher in einem JRPG einen tollen Job leisten können. Dieser Trend wird hier fortgesetzt. Die Stimmen passen wie die Faust aufs Auge und überzeugen durch die Bank weg bei so ziemlich jedem Charakter. Vor allem, wenn das Spiel einen ernsten Ton einschlägt, zeigen die Sprecher, was sie auf dem Kasten haben. Während die Qualität der Lokalisierung also stimmt, haben Spieler zudem die Möglichkeit, die japanischen Sprecher zu hören. Wer die Original-Stimmen lieber hat, kann sich die japanische Sprachausgabe per kostenlosen DLC freischalten. Apropos Download-Inhalte: Seit Release erscheint regelmäßig diverser DLC. Dieser reicht von neuen Kostümen über Lieder bis hin zu Personas. Es gibt verschiedene Pakete, die thematisch an frühere Teile angepasst sind. Fans der Persona-Reihe können sich also über optionalen Inhalt freuen und sich beispielsweise mit den Outfits von Yu Narukami und Co. aus Persona 4 einkleiden. Ich finde die Idee fantastisch, auch wenn mich persönlich der Preis der einzelnen Pakete ein wenig abschreckt. Rund 7€ für einige Kostüme und neue Hintergrundmusik ist mir persönlich angesichts der Fülle an DLC etwas zu viel. Ich hätte theoretisch Interesse an vielen der Download-Zusatzveröffentlichungen, doch müsste ich dafür insgesamt fast schon mehr ausgeben, als das eigentliche Spiel kostet. Ich bin aber froh, dass wir die Möglichkeit zum Kauf manch ikonischer Inhalte der Serie haben – und so konnte ich es mir nicht verkneifen, mir zumindest das Persona 4-Aufgebot zuzulegen.

Wertung im Einzelnen
Story
9.5
Gameplay
9.5
Inhalt und Umfang
10
Grafik
9
Sound
10
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