Die Frage, ob Spielekonsolen oder PC-Gaming mehr Vorteile beim Gaming bieten, hat schon manch einen Streit verursacht und wird dies auch in Zukunft tun, denn eine allgemeine und für alle gültige Antwort gibt es nicht. Das gilt auch dann, wenn man den Blick auf Online-Gaming verengt. Möglich ist das Spiel im Internet mit der Konsole wie mit dem PC. Aber natürlich gibt es wichtige Unterschiede, sodass für verschiedene Gamertypen die eine oder die andere Variante attraktiver wirkt. Der folgende Artikel wirft einmal einen Blick darauf, wen das Onlinegaming auf der Konsole lockt und wer sich tendenziell für Onlinegames am PC entscheidet.

Die Spielauswahl ist für PC-Onlinegamer größer

Wer Wert auf einen riesigen Pool unterschiedlichster Onlinegames legt, trifft mit einem PC die bessere Wahl. Alleine die Gruppe kostenloser Onlinegames ist für PC-Spieler riesig und umfasst neben Games für Einzelspieler Multiplayer-Games, die man übers Internet mit mehreren Leuten spielt. Darüber hinaus stehen dem PC-Spieler Online Games wie Casinospiele und Onlinepoker zur Verfügung. Bei digitalen Automatenspielen, Blackjack und Roulette im Onlinecasino geht es um echtes Geld. Und neben dem PC eignen sich Geräte wie Laptops und Smartphones für den Zugriff auf diese Casinowelt. Für Konsolenspieler bleibt sie dagegen geschlossen.

Wer mit einer Konsole Multiplayer-Games wie diverse Adventures übers Internet spielen möchte, kann das dagegen problemlos tun. Allerdings muss er in der Regel dafür zahlen und hat dann eine kleinere Auswahl als beim PC zur Verfügung. Gamer mit einer Nintendo Switch Konsole können für Multiplayer-Games den Online-Abo-Service von Nintendo nutzen, um im Mehrspieler-Modus zu spielen. Und wer mit der Playstation online spielen möchte, muss den Online-Dienst PlayStation Plus abonnieren.

Game-Streaming ist für Konsole wie PC möglich

Eine Möglichkeit, die zum Teil sowohl Konsolenspielern als auch PC-Gamern online zur Verfügung steht, ist Game-Streaming. Dabei laufen wichtige Rechenleistungen online ab und belasten das eigene System des Gamers nicht. Deshalb muss es etwa beim PC-Gaming keineswegs der neueste Gamer-PC sein, wenn man neueste Games zocken möchte. Zwei Anbieter von Game-Streaming sind GeForce Now von Nvidia und Playstation Now von Sony.

Playstation Now verspricht über 500 Spiele, die man auf der Konsole, aber auch am PC spielen kann. Die Welt der Playstation-Spiele wird damit auch den PC-Gamern geöffnet. Und das ist ein weiterer Grund dafür, dass diejenigen, die möglichst viele unterschiedliche Onlinegames ausprobieren möchten, mit dem PC besser ausgerüstet sind.

Einfacher und bequemer ist Gaming oft mit Konsolen

Wer beim Gaming Komfort und einfache Bedienbarkeit schätzt, ist beim Onlinegaming mit einer Spielkonsole gut beraten. Man muss sie nur anschließen, kann sofort starten und weiß haargenau, dass Konsole und Game zusammenpassen, weil sie füreinander konzipiert wurden. Beim PC ist die Spielauswahl größer, aber man muss immer wieder schauen, ob Software und Hardware tatsächlich kompatibel sind. Konsolenspieler können es sich zudem problemlos im Fernsehsessel oder auf der Couch gemütlich machen, um zu spielen.

Der PC-Platz bietet da bisweilen weniger Komfort, falls man keinen Laptop besitzt, den man überall hin mitnehmen kann. Zwar können auch PC-Gamer ihren PC mit dem Fernsehgerät verbinden und dann ebenso gemütlich wie die Konsolenspieler im Fernsehsessel sitzen und zocken. Allerdings ist die Verbindung des TV mit dem PC komplizierter und fehleranfälliger. Deshalb bleibt es dabei: Wer es auf einfache Weise bequem beim Gaming haben möchte, nimmt die Spielkonsole.

Konsolen sind meistens günstiger als gute Spiele-PCs

Gamer, die beim Anschaffungspreis für die Gaming-Hardware sparen möchten, sind in der Regel mit einer Spielkonsole besser beraten. Teils gibt es aktuelle Konsolen für weniger als 300 Euro. Wer dagegen modernste Onlinegames auf dem PC spielen möchte, nimmt am besten einen speziell fürs Gaming ausgerüsteten Computer. Laut Artikel „PC oder Konsole: Was ist besser für Gamer geeignet?“ im Magazin Computerbild muss man dafür mindestens 700 Euro veranschlagen und es geht durchaus noch teurer.

Die Konsole ist also beim Kauf deutlich preisgünstiger. Allerdings ist die Grafik in der Regel bei einem PC weitaus besser. Und nimmt man nicht nur die Anschaffungskosten, sondern sämtliche im Lebenszyklus des Geräts anfallenden Kosten, ist nicht mehr so ganz klar, welche Variante kostengünstiger ist. Nicht zuletzt kann es bei einem PC länger dauern, bis er komplett veraltet ist: Er lässt sich einfacher aufrüsten, sofern man etwas Talent dazu hat.

Auch Retro-Spieler haben mit einem PC oft Vorteile

Retrospieler sind fast immer mit einem PC besser bedient, weil oftmals Abwärtskompatibilität geboten ist. Das bedeutet: Mit Software wie ScummVM kann man alte Gameklassiker auf einem modernen PC spielen. Zugleich werden Klassiker oft für moderne PC-Technik umgebaut und sind damit spielfähig, ohne dass man auf Uralthardware zurückgreifen muss. Klassiker für den PC findet man zudem oft noch immer als Onlinegame auf privaten Gaming-Plattformen, wenn die Hersteller sie längst nicht mehr anbieten. Dass man die Spiele älterer Konsolen auf der aktuellen Version einer Konsole spielen kann, war lange Zeit keine Selbstverständlichkeit. Allerdings erkennen auch Konsolenhersteller zunehmend, dass selbst Freunde neuester Konsolentechnik bisweilen gern auf der Retrowelle schwimmen und Klassiker spielen möchten. Deshalb gibt es jetzt im PlayStation-Store einige Retrospiele, die man auf der PS4 spielen kann. Und auch bei der X-Box und bei Nintendo Switch tut sich einiges in Sachen Abwärtskompatibilität. Hier gilt also: Der PC führt, aber die Konsole holt auf.

Und nun … ein kleines Fazit

Am Ende dieses Artikels ist man vielleicht ein bisschen klüger geworden, was Online-Gaming auf Konsole und PC voneinander unterscheidet. Auf dieser Basis kann man entscheiden, welche Vorteile einem persönlich am wichtigsten sind und ob man selbst als Onlinegamer mit der Konsole oder dem PC besser fährt.

Es soll aber auch Menschen geben, bei denen sich die Frage „Konsole oder PC“ gar nicht stellt. Sie nutzen einfach beide Gerätearten zum Onlinegaming. Das funktioniert natürlich ebenfalls und bietet dem Gamer die größte Auswahl mit den meisten Vorteilen. Allerdings ist diese Variante teurer, als sich für ein einziges System zu entscheiden. Irgendeinen Nachteil gibt es halt immer.

Bildquellen: Controller, Pac-Man

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