Mehr Leistung für den PC – das ist etwas, wonach die meisten Gamer streben. Aber anstatt gleich viel Geld in teure Hardware zu stecken, könnt ihr auch erstmal mit einfacheren Mitteln versuchen, mehr aus eurem Gerät herauszuholen. Oft liegt es nämlich auch nur daran, dass der Computer mit unnötigen Dateien und Programmen zugemüllt ist, dass die Leistung nachlässt. Wir verraten euch hier ein paar ganz einfache Tricks, wie ihr mehr aus eurem PC herausholen könnt.

 

Alles Up-to-Date halten

Immer die neuesten Treiber zu installieren ist das A und O für eine gute Computer-Performance. Besonders eure Grafikkarte solltet ihr auf dem neuesten Stand halten. Nutzt ihr veraltete Treiber kann es vor allem bei neuern Spielen sein, dass sie nicht flüssig laufen.

 

Einstellen des PCs auf Höchstleistung

PCs kommen meist mit voreingestellten Energiesparoptionen, die den Stromverbrauch und die Leistung besser aneinander anpassen sollen. Diese Einstellungen kann man ändern, indem man unter Systemsteuerung auf Hardware und Sound und dann auf Energieoptionen klickt. Bei einem Gaming-PC solltet ihr auf die Höchstleistung setzen, da ihr so die beste Performance erzielen könnt. Der Stromverbrauch kann durch diese Einstellung allerdings ganz schön ansteigen. Vor allem der Akku von Laptops hat darunter ziemlich zu leiden.

 

Windows-Einstellungen konfigurieren

Windows 10 ist so voreingestellt, dass Bandbreite abgezweigt werden darf, um Updates an andere PCs im Netzwerk zu senden. Diese Option ist im Allgemeinen eher sinnlos und sollte abgeschaltet werden, denn sie verringert die Leistung, verlangsamt die Download-Geschwindigkeit. Deaktivieren könnt ihr diese Funktion indem ihr die Windows-Update-Einstellungen öffnet. Dort findet ihr Erweiterte Optionen und könnt Übermittlung von Updates auswählen. Die Funktion Updates von mehr als einem Ort könnt ihr abschalten.

 

Windows Autostart kontrollieren

Mit der Zeit kann sich einiges im Autostart-Vorgang von Windows einnisten, was eigentlich nie benötigt wird, aber sehr viel Leistung verbraucht. Die meisten wissen gar nicht, was beim Startvorgang alles mit hochfährt. Es lohnt sich aber alles mal gründlich auszumisten. Wenn ihr im Startmenü Autostart eingebt und den Punkt Prozesse anzeigen, die beim Start von Windows automatisch gestartet werden könnt ihr alles überprüfen, was beim Hochfahren gestartet wird. Zudem findet ihr dort eine Anzeige, auf der ihr sehen könnt, wie sich die verschiedenen Programme auf die PC-Leistung auswirken. Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob ihr etwas wirklich löschen könnt, könnt ihr mit einem Rechtsklick auf das entsprechende Programm den Dateipfad öffnen, um zu sehen, mit welchen anderen Programmen sie zusammenhängen.

 

Dienste, die ihr nicht braucht, deaktivieren

Es gibt auch Dienste, die von Haus aus aktiviert sind und die die PC-Leistung beeinträchtigen können, auch wenn ihr sie eigentlich gar nicht benötigt. Solche Dienste abzuschalten, kann sehr viel bringen. Ihr könnt dies tun, indem ihr den Befehl msconfig.exe eingebt und damit die Systemkonfiguration aufruft. Hier wählt ihr den Tab Dienste. Damit ihr nicht aus Versehen irgendwelche Dienste deaktiviert, die für das Betriebssystem essenziell sind, solltet ihr zunächst einen Haken bei Alle Microsoft-Dienst ausblenden setzen.

Schaltet Services aber nur ab, wenn ihr euch wirklich sicher seid, dass ihr sie nicht mehr braucht, denn ansonsten kann es sein, dass das Betriebssystem nicht mehr richtig funktioniert.

 

Ordnung auf der Festplatte schaffen

Auch eine ordentlich aufgeräumte Festplatte kann einiges an Leistung rausholen. Eine Windows-Funktion kann euch schon mal dabei helfen, die schlimmsten Fehler zu erkennen. Dafür müsst ihr die Festplatte auswählen und kommt dann mit der rechten Maustaste zu Eigenschaften. Dort findet ihr Tools. Hier könnt ihr Fehler erkennen und defragmentieren.

Als nächstes sollte alles Überflüssige entsorgt werden. Es gibt auch Software, die euch dabei mit wenigen Klicks helfen kann. Damit könnt ihr ganz einfach unnötige Dateien, alte Wiederherstellungspunkte, Cookies und Browsercaches löschen.

 

Ein VPN nutzen

Auch ein VPN – ein sogenanntes Virtual Private Network – kann euch gute Dienste erweisen, wenn ihr gerne Computerspiele spielt. Es bringt euch nämlich nicht nur Sicherheit für eure Daten und Anonymität, sondern auch noch mehr Spielvergnügen. Es gibt heutzutage leider immer noch Internetdienstanbieter, die die Bandbreite drosseln, wenn sie bemerken, dass ihr viel Online-Spiele spielt oder auch viel herunterladet. Da mit einem VPN alle eure Aktivitäten im Netz verborgen bleiben – auch für euren Internetanbieter – bleibt ihr von der nervigen Bandbreitendrosselung verschont. Es gibt aber noch viele weiter Vorteile, die ein VPN für Zocker bringt.

Ihr seht also, dass ihr nicht gleich viel Geld in teure Hardware investieren müsst und, dass ihr auch kein Technikexperte sein müsst, um die Performance eures PCs zu verbessern zu können.

Teilen
fenomeno0chris
Hi, ich bin Christian, Projektleiter und Administrator von PS4source. Seit August 2013 versorgen wir die PlayStation Community mit regelmäßigen News, Reviews und spannende Kolumnen. Sollte dir die Seite gefallen, dann unterstütze uns mit einem Like bzw. Abonnement auf facebook, Instagram, Twitter und YouTube!