Wer dachte, die konventionelle Kriegsführung würde gerade aussterben, wird einmal mehr eines Besseren belehrt. Für den Taktik-Shooter World of Tanks hat Entwickler Wargaming.net drei neue Szenarien auf die Konsolen gebracht. Mit der Trilogie „Sieben Ritter“, „The Connoisseur“ und „Potemkin“ stehen den Playern auf der Xbox One, der Xbox 360 sowie auf der PS4 neue spannende Herausforderungen und Schlachten an verschiedenen Fronten zur Verfügung. Gespielt wird entweder im Einzelplayer- oder im Online-Koop-Modus. PC-Gamer haben leider derzeit das Nachsehen. Die Trilogie wurde explizit nur für Konsolenspieler umgesetzt. Im Xbox Game Pass oder in Playstation Now ist World of Tanks allerdings nicht enthalten.

Unübersichtliche Lage im Osten

Die übermächtigen Truppen der Sowjetarmee überrollen scheinbar alles, was ihnen in die Queere kommt. In der Episode „Sieben Ritter“ stehen der deutsche Kommandant Karl Staupe und seine Mannen nicht nur auf scheinbar verlorenem Posten, sondern auch vor der schwierigen Frage, ob sie sich an der Front dem drohenden russischen Angriff entgegenstellen sollen. Sie haben damit gleichzeitig die Wahl damit Menschenleben vor Ort in den Dörfern an der deutsch-polnischen Grenze zu retten oder nach Berlin zur Verteidigung der dem Untergang geweihten Stadt zu eilen. In jedem Fall wird es Gefechte von noch nie gekannter Intensität geben. Vor dem ersten Feindkontakt sollten sich die Player jedoch eine wirkungsvolle Strategie zurechtlegen, um sich nicht gleich am Anfang aufzureiben. „Sieben Ritter“ wurde übrigens inspiriert vom japanischen Kinohit der 1950er Jahre „Die sieben Samurai“, in der herrenlose Samurai ein kleines Bauerndorf vor den Angriffen der Banditen verteidigen.

Auf der Jagd nach geraubten Kunstschätzen

Im zweiten Szenario „The Connoisseur“ muss der von den Allierten entsandte Sergeant Frank Martinez ein gut geschütztes geheimes Lager für Beutekunst mit allerlei kostbaren Raritäten ausheben. Natürlich darf nichts den Flammen oder dem Gefecht zum Opfer fallen. Eine eigentlich unlösbare Aufgabe, denn ein gut ausgestattetes deutsches Wachbataillon sorgt dafür, dass nicht eine Maus unerkannt in das Lager kommt und raus schon gar nicht. Alles gleicht einem russischen Roulette. Jedem ist bewusst, dass der nächste Versuch im Kugelhagel enden kann. Aber einer muss sich der Aufgabe ja annehmen.

Strenges Regiment bei den Russen

So richtig heiß geht es auch im dritten Teil der Trilogie „Potemkin“ her. Die Szenerie beginnt in einem Dorf an der deutsch-russischen Grenze, wo der russische Kommandant Anatoly Petrov den Einwohner nicht ganz uneigennützig über den Schwarzmarkt heimlich Lebensmittel zukommen lässt. Allerdings ermöglicht der den Menschen so auch das Überleben. Dem Oberkommando der russischen Streitkräfte sind solche Machenschaften allerdings keineswegs egal. Auf Schwarzmarkthandel stehen hohe Strafen, weil dieser die öffentliche Ordnung gefährdet. Klar ist auch, dass die Rationen aus den Beständen der Roten Armee stammen, was ohne jeden Zweifel einem Todesurteil gleich kommt. So kommt es auch, wie es kommen muss. Die Geschäfte des Kommandanten fliegen auf. Der Kommandant hat also die Wahl zwischen Pest und Cholera. Er entscheidet sich dafür, den Truppen des NKWD, der bis an die Zähne bewaffneten Geheimpolizei entgegenzustellen. Auf die Player wartet also keine leichte Aufgabe.

Spielkonsolen im Aufwind

Entwickler Wargaming.net hat sich entschieden die Erweiterung für World of Tanks nur für die Konsole anzubieten. Nicht ganz unbegründet. Im Gaming-Bereich kommen immer mehr Player auf den Geschmack und spielen auf der Konsole. Das Gleiche gilt für das Gambling im mobile Casino auf dem Handy. Die Konsolen bieten in Sachen Grafik, Prozessorgeschwindigkeit und Spielsteuerung eine wesentlich bessere Performance. Außerdem sind sie deutlich günstiger in der Anschaffung als die neuen Premium-Smartphones. Der Einstieg in die Spielewelt auf einer Konsole ist schon mit einigen hundert Euro möglich. Wer sich dann noch einen Game Pass dazu holt, hat immer etwas Passendes zu spielen. Ein guter Gaming-PC kann dagegen leicht die 1.000-Euro-Marke überschreiten. Der einzige Nachteil ist jedoch, dass nach ein paar Jahren in der Regel eine neue Spielkonsole fällig wird, da sich einzelne Komponenten nicht nachrüsten lassen. Aber genau das kann Gamern auch dem PC auch passieren, zumal die neuen Games ständig höhere Anforderungen an das Material stellen.

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