Konsolenspieler, die über ihren Brwoser in Online-Casinos spielen, mussten in den letzten Wochen feststellen, dass Paypal als sichere und schnelle Zahlungsmethode plötzlich nicht mehr zur Verfügung steht. So geschehen beispielsweise bei beliebten Anbietern wie Casino Club oder Wunderino. Über die Gründe kann derzeit nur spekuliert werden.

Aus einigen Kreisen heißt es, dass die Zusammenarbeit mit Apple Pay dahinterstecken könnte, andere Quellen berichten von Problemen mit einigen Online Casinos bei der Auszahlung, wobei sich die Beschwerden gegen einige Anbieter, die dem Ruf von Paypal schaden könnten. Andere Meinungen gehen dahin, dass die Rechtslage in Deutschland zum Spielen in Online Casinos immer noch nicht abschließend geklärt ist.

 

Paypal als eine der wichtigsten Online-Zahlungsmethoden

Nicht zuletzt durch E-Bay und dem von Paypal angebotenen Käuferschutz hat sich Paypal in den letzten 10 Jahren zu einem der größten und beliebtesten Online-Zahlungsanbieter im E-Commerce entwickelt. Im Glücksspielbereich konnte Paypal lange Zeit jedoch nicht genutzt werden.

Erst seit einigen Jahren, war es in verschiedenen Online-Casinos möglich, den Spieler-Account mit Paypal aufzufüllen oder Gewinne beziehungsweise Kontoguthaben über den Zahlungsdienst auszuzahlen.

Paypal prüfte jedoch vor der Zusammenarbeit mit den Online-Casinos die Seriosität der dahinterstehenden Betreiber, insbesondere ob eine gültige Lizenz für den Online-Casinobetrieb vorlag. Daher galt die Möglichkeit der Zahlung mit Paypal auch als Qualitätskriterium.

 

Kein Käuferschutz bei Online-Glücksspiel

Ein Käuferschutz gab es bei Online-Casinos jedoch von Anfang an nicht, weil sich dieser in der Regel auf den Verkauf und die Lieferung physischer waren bezieht. Der Mobilfunktion Paypal One Touch konnte ebenfalls nicht genutzt werden. Hierbei standen der Spielerschutz und die geltenden Geldwäschevorschriften dagegen, die von den Online Casinos einzuhalten sind.

Player müssen sich bislang zunächst beim betreffenden Casinoanbieter anmelden beziehungsweise einloggen und können erst nach der Hinterlegung der persönlichen Daten eine Einzahlung über die Seite des Casinos veranlassen.

Ähnlich sieht es bei den Auszahlungen aus. Diese können nur über die Webseite des Online Casino und nach einer vorangegangenen Verifizierung der bei der Anmeldung gemachten Angaben vorgenommen werden. Mit dem Rückzug von Paypal aus dem Online-Casino-Geschäft.

 

Alternativen zu Paypal

Mittlerweile können Player in Online-Casinos, das gilt auch für Spieler, die über eine Spielekonsole wie die PS4 spielen, auf die verschiedensten Zahlungsmethoden zugreifen. Neben der Ein- und Auszahlung mit einer Kreditkarte, können auch Debitkarten, Instant-Banking-Dienste wie Trustly, Klarna-Sofort-Überweisung, die Paysafecard oder eWallets wie  Neteller oder Skrill für die Zahlungsabwicklung genutzt werden.

Das Schöne: Bei der ersten Einzahlung kann oft ein Willkommensbonus beispielsweise mit Freispiele bei MrGreen in Anspruch genommen werden.

Am schnellsten gehen die Transaktionen mit den eWallets. Auszahlungen sind bei seriösen Anbietern binnen 24 Stunden möglich. Voraussetzung ist jedoch, dass die Spieler die notwendige Verifizierung vorgenommen bei Inanspruchnahme eines Bonus die Bonusbedingungen erfüllt haben.

 

Das Problem: Längst nicht alle Anbieter arbeiten seriös

Leider gibt es in der Online-Casinobranche auch schwarze Schafe. Es gibt auf dem riesigen Online-Glücksspielmarkt mittlerweile sehr viele Anbieter. Grund sind die seit Jahren steigenden Umsätze in der Branche.

Mit dem Aufkommen der neusten Smartphone-Generationen erlebte die Zunft noch einmal einen richtigen Schub und konnte teilweise ein jährliches Wachstum im zweistelligen Bereich verbuchen. Online-Glücksspiel in Deutschland wird trotz des Wachstums immer noch kritisch beäugt.

Wo viel Geld fließt, werden wie in allen anderen Branchen auch dubiose Geschäftemacher angelockt, die mit teils umstrittenen Praktiken auf das schnelle Geld aus sind. So werden Spieler zum Beispiel mit hohen Bonusangeboten angelockt, wobei die dazugehörigen Bonusbedingungen verschleiert werden und viel zu schwer gestaltet sind, als dass es jemals zu einer Auszahlung kommen könnte.

 

Keine Glücksspiele unter dem Sony-Label

Sony hat beschlossen, dass keine Glcücksspiele unter seinem Label und damit auch nicht als PS4-Spiele angeboten werden dürfen. Mit Sicherheit haben bei dieser Entscheidung keinerlei moralische Bedenken eine Rolle gespielt. Der Grund dürfte vielmehr darin liegen, dass Sony weltweit Glücksspiellizenzen erwerben und erhebliche teile der Einnahmen zusätzlich versteuern müsste. In den USA zum Beispiel dürfte das Unternehmen gar kein Online-Glücksspiel anbieten. In Frankreich wären die Steuern so hoch, sodass sich der Absatz nicht mehr lohnen würde. Spieler auf der PS4 müssen sich daher weiterhin von Sony völlig unabhängige Anbieter über den Browser suchen.

Artikelbild Quelle: turn-on.de

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