Releasetermin: 26.10.2017

Medientyp: Modul, Download
Genre: Party
Entwickler: Ubisoft
Herausgeber: Ubisoft

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Seit Ende Oktober ist Just Dance 2018, der beliebte Danceklassiker für Jung und Alt, wieder auf dem Markt. Erhältlich ist das Spiel wieder einmal für sämtliche Plattformen wie unter anderem für PS4 und Nintendo Switch. Wir haben für euch das Tanzbein geschwungen und das Spiel auf der Switch auf Herz und Nieren geprüft.

Ab auf die Tanzfläche!

Am Grundkonzept hat sich nicht viel geändert: Mit Freunden oder alleine wird das heimische Wohnzimmer zum Dancefloor gemacht und das geht ganz einfach. Zu den abgespielten Liedern bewegen sich professionelle Tänzer auf eurem Screen, die euch die Tanzbewegungen vormachen – ihr müsst ihnen dabei einfach mit eurem Joy-Con folgen. Bevor die Tanzfläche aber erobert werden kann, müsst ihr euch für einen Modus entscheiden. Dabei könnt ihr zwischen Just Dance Kids, Just Dance und Just Dance World Dance Floor wählen. Im Nachfolgenden gehe ich näher auf die einzelnen Modi ein.

Just Dance Kids

Da die Tanzmoves teilweise an die originalen Musikvideos angelehnt sind, könnten die Bewegungen gerade für Kinder schwierig nachzuvollziehen sein. Mit dem neuen Modus Just Dance Kids wird hier Abhilfe geschaffen. Durch eine bunte Gestaltung des Dancefloors, lustige Figuren und ein paar zusätzliche Lieder wie dem Piratensong „Fearless Pirate“ oder „How Far I’ll Go“ von Disney’s Moana wird der Tanzspaß kindgerecht gestaltet. Die Sterne, die für eine gute Performance vergeben werden, sind im Kids Modus einfacher zu erspielen als im klassischen Modus. Das ist sicher ein Faktor, der noch mehr Spaß und weniger Frustrationen verspricht.

Just Dance World Dance Floor

In diesem Modus tanzt man in Echtzeit gegen Spieler aus aller Welt. Beispielsweise kann man mit den virtuellen Mitspielern interagieren, indem man über den nächsten Song abstimmt, der getanzt werden soll. Verschiedene Spielvarianten laufen in einer Dauerschleife und sorgen somit für etwas Abwechslung. Spieler können jederzeit einsteigen und beispielsweise ganz klassisch in einem Song möglichst viele Punkte ertanzen. Eine andere Variante sieht vor, dass die weltweit verteilten Spieler mit ihren Tanzmanövern ausreichend Sterne einfahren, um einen “Boss” zu besiegen, der die Erde angreift. Nach jedem Spiel wird eine Rangliste angezeigt, die darstellt, wie gut man im Vergleich zu Online-Spielern abgeschnitten hat. Auf lange Sicht kann dieser Modus dann aber doch langweilig werden, da sich die Spielvarianten nach einigen Minuten wiederholen. Für zwischendurch ist ein Ausflug in die Onlinewelt jedoch immer wieder unterhaltsam.

Just Dance – Das Original

Dieser Modus bietet das klassische Just Dance-Geschehen, bei dem Spieler die freie Wahl über den zu tanzenden Song haben. Wie auch bei den Vorgängerversionen kommen mit jeder neuen Just Dance-Auflage neue Songs dazu. Dieses Jahr hat das Spiel unter anderem den R&B-Song “Naughty Girl” von Beyonce, den Sommerhit des Jahres “Despacito”, und vereinte Girlpower mit “Side to Side” von Ariana Grande und Nicki Minaj in petto. Nicht fehlen darf natürlich auch der Song, der so lange auf der #1 der deutschen Charts ist, wie es seit 27 Jahren kein anderes Lied geschafft hat: “Shape of You” von dem britischen Sänger Ed Sheeran. Ihr seid kein Fan von Pop-Hits? Kein Problem! Auch für euch hat Ubisoft ein breit gefächertes Spektrum an Songs parat, wie zum Beispiel den Latin-Hit „Chantaje“ von Shakira, den Klassiker „Another One Bites The Dust“ von Queen, oder den koreanischen Song „Bubble Pop!“ von HyunA. Sogar ein Super Mario-Tanz ist mit dabei, der allerdings exklusiv in der Switch-Version vorliegt. Die vollständige Tracklist findet ihr in dieser Newsmeldung.

Während viele Songs schon zu Beginn zur Auswahl stehen, schalten sich die restlichen erst nach Abschluss von einigen Tänzen frei. Alternative Choreographien stehen ebenfalls zur Belohnung bereit. Durch jeden getanzten Song erhalten wir Goldmünzen, die ebenfalls für das Erreichen bestimmter Tagesziele verteilt werden. Anschließend können diese Münzen für den “Automaten” ausgegeben werden, der neben den neuen Choreografien auch Skins und Avatare zur Profil-Personalisierung bietet. Der Automat spuckt hin und wieder auch neue “Dance-Lab”-Episoden aus. Dabei handelt es sich um abstrakte Tanzerlebnisse, die ein wenig Abwechslung zu den gewöhnlichen Songs darstellen sollen.

Dutzende Songs im kostenpflichtigen Streaming-Abo

Auch dieses Mal ist Just Dance Unlimited, der Dance-On-Demand Streaming-Dienst von Ubisoft, als dreimonatiger Testzugang kostenlos enthalten. Dabei habt ihr die Qual der Wahl aus über 200 Songs, die primär den Vorgängern der letzten Jahre entstammen, aber monatlich auch erweitert werden. Nach drei Monaten kostet der Zugang 3,99 Euro pro Tag, was recht teuer erscheint. Mit monatlichen und jährlichen Abo-Optionen wird Just Dance Unlimited aber deutlich günstiger. Der Preis von 24,99 Euro im Jahr bietet ein wesentlich besseres Preis-/Leistungsverhältnis.

Wieder einmal mit unterhaltsamen Tänzen und cleveren Funktionen

Nachdem ihr euch für einen Song entschieden habt, beginnt das Spiel. Ihr könnt euch oft für einen Tänzer entscheiden, dessen Bewegungen ihr folgen müsst. Dieser Tänzer kann männlich, weiblich, oder auch ein Gruselkürbis wie im Halloween-Special Song “Magic Halloween” sein. Eure Aufgabe besteht nun darin, die Dancemoves, die euch vorgemacht werden, so präzise wie möglich nachzuahmen. Am unteren rechten Bildschirmrand wird eine Übersicht der folgenden Tanzschritte angezeigt, damit ihr euch besser darauf einstellen könnt. Der Fortschrittsbalken am linken Bildschirmrand zeigt, ob ihr nun professioneller Tänzer seid oder zwei linke Füße vorzuweisen habt. Spielbar ist das Tanzspiel alleine oder mit bis zu fünf Freunden. Dabei könnt ihr nicht nur die Joy-Con nutzen, sondern euch alternativ bequem die Just Dance-App herunterladen, die für jedes Smartphone erhältlich ist und eure Handbewegung trackt.

Das Rhythmusspiel kommt einmal mehr mit einigen netten Ideen daher, die über das grundlegende Tanzgeschehen hinausgehen. Im Sweat Modus könnt ihr euch die Kalorien anzeigen lassen, die ihr beim Tanzen spielerisch losgeworden seid – ein tolles Feature für all diejenigen, die sich sportlich betätigen wollen! Als Neuheit werden beim diesjährigen Spiel fünf zweihändige Choreographien präsentiert. Beim Spielen von Just Dance 2017 wunderte ich mich noch darüber, dass sämtliche Songs lediglich einen Joy-Con zum Tanzen erfordern. Das neue Spiel zeigt mit den fünf Titeln, dass durch die zweite erfasste Handbewegung noch mehr spaßige Manöver getanzt werden können. Leider ist die Songauswahl der zweihändigen Choreographien sehr durchwachsen, außerdem sind fünf Songs schlichtweg zu wenig. Es wäre daher schön, wenn Ubisoft für Just Dance 2019 diese Funktion ausbauen würde. Just Dance 2018 hält aber noch eine weitere Neuerung für seine Spieler bereit. Sämtliche neue Songs kommen mit einer rhythmischen Vibration der Joy-Con daher. Diese Vibrationsstöße können durchaus dabei helfen, beim Tanzen im Takt zu bleiben. Falls euch das ständige Brummen jedoch stört, kann diese Funktion auch abgeschaltet werden.

Tracking nicht ideal, zudem quasi ohne neue Impulse

Auf der Switch ist Just Dance 2018 erneut im Tabletop-Modus spielbar. Der kleine Bildschirm ist dafür nicht ideal. Trotzdem ist es toll, das Tanzgeschehen auch unterwegs spielen zu können.

Wie auch beim Vorgänger kann die Bewegungssensorik leicht durch das Bewegen der Joy-Con hinters Licht geführt werden. Somit muss man theoretisch nur die Hand hin-und herbewegen um ähnlich gute Ergebnisse zu erzielen wie beim Tanzen mit voller Power.

Ubisoft hat Just Dance 2018 mit dem Kids-Modus, den wenigen Zwei-Hand-Choreografien und der optionalen Vibration zwar einige Neuerungen verpasst, doch bleiben diese recht unspektakulär. Käufer der letzten Version haben abseits der neuen Songs also nur wenige Anreize, sich den neuen Teil zuzulegen. Ich würde mich freuen, wenn die Entwickler im nächsten Teil für neue inhaltliche Impulse sorgen würden, anstatt das klassische Jahres-Upgrade abzuliefern.

 

Wertung im Einzelnen
Spaßfaktor
7.5
Songauswahl (ohne Abo)
7
Inhalt und Umfang
7
Multiplayer
9
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