Releasetermin: 18.10.2018

Medientyp: Download
Genre: Action, Indie
Entwickler: Dark Star
Herausgeber: Another Indie

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Die sicherlich allen bekannte Dark Souls Reihe hat ordentlich Inspiration für andere Entwicklerstudios geschaffen. So gibt es nun diverse andere Spiele, die auf dem gleichen Prinzip beruhen. SINNER: Sacrifice for Redemption schlägt einen ähnlichen Weg ein und bringt euch insgesamt 8 Bosse, die es zu besiegen gilt. In diesem Test stelle ich klar, ob das Bossrush Spiel hält, was es verspricht. 

Die 7 Todsünden 

Das Spiel besteht nur aus dem Töten von insgesamt 8 Bossen. Diese sind an die 7 Todsünden wie die Trägheit, die Wollust oder die Habgier angelehnt und symbolisieren jeweils eine davon. Nur der letzte Boss selber hebt sich von den Todsünden ab und ist erst dann begehbar, wenn ihr alle vorherigen Bosse eliminiert habt.  

Sinner schafft es erstaunlich gut jede Menge Abwechslung in die einzelnen Kämpfe zu bringen, da sich jeder Bosskampf von dem anderen abhebt. In einem kämpft ihr beispielsweise gegen die Arme des faulen Yordos, während ihr in einem anderen dem riesigen Feuergolem Angronn den Gar aus machen müsst. Ähnlich wie in der Dark Souls Reihe ist hierbei Taktik gefragt. Man sollte demnach die Bewegungen und Angriffsmuster der Bosse genau beobachten und nicht allzu offensiv vorgehen, da ihr sonst relativ schnell das Zeitliche segnet. Durch den Einsatz von Ausweichrollen oder Blocken könnt ihr euch den Kampf wesentlich erleichtern. Ein gut getimter Block bringt den Gegner ins Taumeln und macht Platz für einen Gegenangriff.  

Was ebenfalls für die Abwechslung spricht, sind die schön designten Bossphasen und Arenen. Letztere sind immer auf den Boss abgestimmt und können teilweise strategisch gegen ihn verwendet werden. Den Kampf mit Feuergolem Angronn beispielsweise bestreitet ihr auf einem dafür vorgesehenen endlichen Steinpfad in einer mit Lava gefüllten Umgebung. Während des Kampfes bricht das Monstrum mit seiner Kraft gerne Mal ein Teil des Pfades unter euch weg, sodass man das Weglaufen nicht durchgehend in Betracht ziehen sollte. Ein anderer Bosskampf wird in einer eisigen Gegend ausgetragen, welche mit Eisbrocken und Löchern gefüllt ist, die man zu seinem Vorteil nutzen kann. 

Die Arenen passen sehr gut zum jeweiligen Boss und unterscheiden sich stark voneinander. Im Bild der steinige Pfad, den Feuergolem Angronn nach und nach zerstört.

Habt ihr einem Boss eine gewisse Menge HP abgezogen, wird eine neue Phase des Kampfes eingeleitet. Die Monster beginnen daraufhin komplett neue Attacken zu starten, die den Kampf erschweren. Manchmal kommen auch Transformationen oder das Rufen von gegnerischer Unterstützung hinzu, was euch zwar zu schaffen macht, aber sehr viel Vielseitigkeit in die Kämpfe einbringt. Jeder Bossfight ist somit einzigartig und bringt seine eigene Note ins Spiel. 

Was die ganzen Konfrontationen allerdings etwas innovativer macht, ist das Debuff System. Wo man in anderen Titeln noch nach diversen Kämpfen mit neuen Features oder Waffen/Buffs belohnt wird, ist man in Sinner nach einem Sieg mit einem Verlust von Fähigkeiten gestraft. Das können zum Beispiel stark verringerte Angriffswerte, weniger nutzbare Items oder das kurzfristige “außer Puste” sein, wenn die Ausdaueranzeige leer ist. Vor jedem Kampf muss euer Charakter nämlich ein Opfer darbieten, was sich als einer dieser Debuffs herausstellt. Ist der Kampf erfolgreich abgeschlossen, behaltet ihr diesen Debuff allerdings und nimmt ihn mit in den nächsten Kampf. Dadurch wird es von Mal zu Mal schwerer die Bosse zu überstehen. Die Reihenfolge der Konfrontationen spielt in Sinner jedenfalls keine Rolle. Ihr könnt sogar ein Opfer wieder zurücknehmen, müsst dann aber den Bosskampf erneut bestreiten. Somit kann man genau einplanen, welches Opfer man zuerst und welches zuletzt darbietet. Nach einem Kampf erhält man zwar eine leichte Erhöhung der Trefferpunkte, macht aber den Verlust durch die Opfergabe nicht mehr wett.

Opfergaben gleichen Debuffs, die ihr nach einem Kampf behält und in die nächste Konfrontation mitnimmt.

Bekanntes Kampfsystem 

Hauptsächlich besteht Sinner aus einer kleinen düsteren Lobby, über die ihr in sämtliche Bosskampfarenen einsteigt. Zu Beginn des Spiels gibt es einen kurzen Tutorialabschnitt, der euch die Steuerung näherbringt. Aus mehr besteht die Spielwelt jedoch leider nicht. 

Aus einem düsteren Hub Bereich geht ihr in die Arenen der Bosskämpfe über.

In den Gefechten selbst, habt ihr Zugriff auf einige Items, die euch die Kämpfe erleichtern. So könnt ihr euch beispielsweise begrenzt heilen, Speere auf die Gegner werfen oder das eigene Schwert in Flammen hüllen. Spezielle Rüstungen gibt es nicht. Dafür stehen euch allerdings unterschiedliche Waffen wie ein schnelles Kurzschwert oder einen schweren Zweihänder zur Verfügung, die ihr nach Belieben verwenden könnt. 

Um euch mehr Freiheiten in Punkto Steuerung zu gewähren, bietet das Spiel zwei unterschiedliche Kamera Modi als auch Steuerungsmodi an. Ihr habt somit die Wahl, ob ihr die Kamera frei bewegen möchtet oder diese lieber fixiert ist. Bei den Modi um die Steuerung werden euch zwei unterschiedliche Tastenlayouts angeboten. Was nun für wen eher passt, ist Geschmackssache. Leider kann man die Tasten allerdings nicht frei belegen. Das hätte Dark Souls Veteranen den Einstieg vielleicht etwas erleichtert. 

In Sinner könnt ihr wählen, welche Kameraperspektive ihr bevorzugt.

Das Kampfsystem selbst erinnert stark an das Vorbild, ist aber nicht so träge wie ein Dark Souls Ableger. Die Hiebe, das Blocken oder die Ausweichrolle gehen schneller vonstatten und ähneln somit eher an ein Bloodborne, was dem Spiel sicherlich guttut. 

Andere Spielfeatures? 

Aufgrund der Bosskämpfe, ist bietet der Titel leider relativ wenig Umfang und ist nach kurzer Dauer relativ schnell abgeschlossen. Ich würde sagen, dass das Spiel eine ungefähre Spielzeit von 4 – 5 Stunden besitzt, wobei Dark Souls Veteranen sicherlich schneller durchkommen. 

Trotzdem versucht Sinner weiterhin die Motivation eines zweiten Durchgangs aufzubauen und bietet euch nach dem ersten Spielabschluss beispielsweise neue Waffen an, die ihr in den Bosskämpfen verwenden könnt. Für Bossrush Begeisterte ist das sicherlich eine schöne Alternative, konnte mich aber nicht zu einem zweiten Durchlauf motivieren. 

Wertung im Einzelnen
Gameplay
7,5
Inhalt & Umfang
6
Grafik & Sound
7
Steuerung
8
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