Releasetermin: 13.11.2018

Medientyp: Blu-ray Disc, Download
Genre: Jump ’n’ Run
Entwickler: Toys for Bob, Sanzaru Games
Herausgeber: Activision

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20 Jahre ist es nun her, als 1998 mit Spyro the Dragon der erste Teil der Reihe für die Playstation 1 erschienen ist. Nach dem Erfolg der Crash Remastered Trilogy entschied sich Activison dazu, eine Neuauflage der ersten 3 Teile des ikonischen Drachen zu entwickeln. Herausgekommen ist Spyro Reignited Trilogy, das mit vielen bunten Effekten im gewohnten Spyro Stil aufwartet. Doch ist das Spiel mittlerweile in die Jahre gekommen oder kann es sich noch immer als spaßiges Jump ’n’ Run beweisen?

Altes Jump ’n’ Run in neuer Optik

Wie der Name schon sagt besteht die Trilogie aus 3 Titeln, die komplett neu auf die aktuelle Konsolengeneration gebracht worden sind. Was somit damals noch 3 einzelne Spiele waren, die in einem jährlichen Rhythmus erschienen sind, ist nun kompakt in einem Spiel. Die drei Hauptspiele des lustigen Drachens, der damals für viel Spaß gesorgt hat, lassen sich demnach in einem komplett neuen Grafikgewand erleben. Diese dürften dem ein oder anderen als „Spyro the Dragon“, „Spyro 2: Ripto’s Rage“ und „Spyro 3: Year of the Dragon“ bekannt sein.

Als kleiner überheblicher Drache rennt ihr durch eine bunte Welt voller Gefahren. In insgesamt über 100 abwechslungsreichen Leveln geht ihr den unterschiedlichsten Monstern ans Luder, sammelt Kristalle und löst kleinere Rätsel.
Was das Remake so schön macht sind die neu aufgesetzten Level und Gebiete. Mithilfe der Unreal Engine sind diese sehr detailreich inszeniert. Egal wo man hinkommt: Es gibt immer etwas Neues zu bestaunen. Darunter eisige Gefilde, Ruinen, Tempel, Unterwassergebiete und vieles mehr. Der Charm der bunten Welt passt 1A zum Spiel und wird stets adäquat rübergebracht. Partikeleffekte sind schön wie nie und auf Kleinigkeiten wie etwa das Verbrennen von Gras wurde ebenfalls Wert gelegt.

Das Remake ist voller abwechslungsreicher Welten, die euch mit liebevollen Details verzaubern.

Das Gleiche lässt sich über das Gegnerdesign sagen. Im Vergleich zu den Pixelmonstern von damals sehen alle Feinde nun deutlich schöner aus. Manche Ungetüme müssen mit Rammattacken erlegt werden. Dabei ist deutlich erkennbar, wie Rüstungen und Schilde zerbrechen oder rötlich erhitzt werden, wenn sie in eine Feuersalve von Spyro geraten.
Es sind vor allem die kleinen Dinge, die positiv auffallen. An jeder Ecke gibt es neue Gegner und lustige Events zu beobachten. Manchmal interagieren Feinde sogar miteinander oder bekommen es mit der Angst zu tun, wenn sie euch begegnen.

Die Gegner in der Trilogie sind pro Welt verschieden und verhalten sich dementsprechend. Dieser Zauberer versperrt euch beispielsweise mit hochfahrende Mauern den Weg.

Wer demnach auf ein hohes Facettenreichtum von Gebieten und Settings in einem Jump ’n’ Run steht, ist bei Spyro schonmal an der richtigen Adresse. Hier sieht optisch einfach alles fantastisch aus.

Viel zutun im kunterbunten Drachenspektakel

Da wir hier eigentlich von 3 Spielen sprechen, kann man einiges an Zeit in die Abenteuer des kleinen Drachens investieren. Viele Stunden Spielzeit bringen die Abenteuer mit sich. Das wird durch die noch immer interessanten Levels unterstützt. Neben dem eigentlichen Ziel lassen sich auch diverse Minispiele und Rätsel genießen, die euch zusätzliche Trophäen und Items gewähren. Jedes Gebiet verfügt über eine gewisse Anzahl an Sammelgegenständen oder Kristallen. Wer alles absolviert, hat 100% eines Levels abgeschlossen. Selbstverständlich sind die meisten dieser Aktivitäten rund um die Sammelgegenstände optional, bringen jedoch viele interessanten zusätzlichen Tätigkeiten mit ins Spiel. Darunter zum Beispiel die oben erwähnten Minispiele, die meistens optional, aber einen Blick wert sind.

Man merkt den einzelnen Spielen ihre Steigerungen allerdings nicht grafisch, sondern vielmehr im Gameplay und der Handlung an. Während in Teil 1 nur Sprints, Supersprints und Feuersalven möglich sind, punkten die Fortsetzungen mit weiteren Features wie einem Supersprung, vereinzelten Flugeinlagen oder Unterwasserpassagen. Auch die Storyline verbessert sich gänzlich. Im ersten Teil wird man einfach in die Story reingeworfen und muss auf seiner Reise alle Drachen befreien. Der zweite Teil glänzt durch wesentlich mehr Zwischensequenzen und Charakteren, die eine wichtige Rolle in der Geschichte spielen. An dieser Stelle muss ich auch die deutsche Synchronisation loben, da die Sprecher immer passend gewählt wurden und den Charakteren Leben einhauchen. Lediglich Untertitel hätten dem Spiel noch gutgetan, damit auch hörgeschädigte Menschen in den Genuss des Spiels kommen können.

Wer etwas mehr Herausforderung sucht, kann sich an die Fluglevel wagen. Wie auch in den damaligen Titeln, sind diese erneut mit diversen zerstörbaren Items oder Sammelgegenständen geschmückt, die in einer kurzen Zeit eingesammelt oder zerstört werden müssen. Bei erfolgreichem Abschluss winken Belohnungen wie in etwa Kristalle, mit denen man sich in den späteren Teilen sogar neue Fähigkeiten erkaufen kann. Diese sind allerdings teilweise notwendig, um im Spiel voran zu kommen.

Die zeitlich begrenzten Levels winken mit Belohnungen, sind aber schwer zu meistern. Die optimale Herausforderung für Spyro Fans.

Nur wenig Neuerungen

So beeindruckend die neue Grafik auch sein mag, umso enttäuschender ist dagegen, dass es eigentlich keinerlei Gameplay Neuerungen gibt. Wie damals kann Spyro noch immer auf Knopfdruck Feuer schießen oder als Rammbock auf vier Beinen durch die Gegend sausen. Wie bereits erwähnt gibt es da zwar die ein oder anderen Neuerungen pro Teil, allerdings gab es diese damals auch schon. Die Lebensanzeige spiegelt erneut die Libelle Sparx wieder. Erleidet der Drache Treffer, müssen diese durch Futter für die Libelle wieder ausgeglichen werden. Das Prinzip hat sich also ebenfalls nach wie vor nicht verändert.

Die Frage ist also: Ist Spyro nach all der Zeit immer noch ein forderndes Jump ’n’ Run oder ist es mittlerweile in die Jahre gekommen? Das ist etwas, was jeder für sich entscheiden muss. Ich für meinen Teil habe die Herausforderung im Laufe des Spiels gemerkt und meinen Spaß mit der Trilogie gehabt. Trotz des alten Spielprinzips verbreitet Spyro noch immer gute Laune. Das liegt aber auch zum großen Teil an der lebendigen Grafik, die das Remake auf den Bildschirm zaubert.

Wertung im Einzelnen
Gameplay
9
Inhalt & Umfang
7,5
Technik
7
Sound
9
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