Releasetermin: 16.10.2018

Medientyp: Disk/Modul, Download
Genre: Action-Adventure, Space Shooter
Entwickler: Ubisoft Toronto
Herausgeber: Ubisoft

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Das “Toys-to-Life”-Konzept haben schon viele Publisher erkundet. Activision ist mit der Skylanders-Reihe wohl am bekanntesten dafür, doch auch Disney hat mit den Disney Infinity-Spielen einen Versuch gewagt. Nintendo ist mit den amiibo-Figuren ebenfalls in das Geschäft eingestiegen. Nun möchte auch Ubisoft etwas vom Spielzeug-Kuchen im Videospielsektor abbekommen. Starlink: Battle for Atlas heißt der Titel, der auf PS4, Xbox One und Nintendo Switch veröffentlicht wurde. Es handelt sich um einen Raumschiff-Shooter, der allerdings auch ohne zusätzliches Spielzeug verwendet werden kann. An welche Konsumenten richtet sich Ubisoft mit diesem Titel? Kann das Spiel inhaltlich überzeugen, oder hat es neben dem Spielzeug-Gimmick nicht viel zu bieten? Dieser Frage gehe ich auf den Grund.

Im ersten Teil meines Tests möchte ich mich auf die Implementierung der parallel veröffentlichten Spielzeuge konzentrieren. Wer sich rein für das Spiel interessiert, kommt über diesen Link sofort an die entsprechende Stelle im Test.

Die Spielzeuge

Bevor ich euch die Spielzeug-Komponente vorstelle, möchte ich betonen, dass dieser Aspekt als optionales Element betrachtet werden sollten. Das merkt man bereits daran, dass es auch eine digitale Version des Spiels gibt, die keinerlei physische Interaktion benötigt. In Starlink: Battle for Atlas dreht sich alles um Raumschiffe, Piloten und Waffen und Ubisoft hat neben digitalen Modellen auch viele physische Gegenstände entworfen.

Das physische Starter Pack

Im Handel erhältlich ist ein Starter Pack, das neben dem Spiel und einem Poster jeweils ein Schiff, einen Piloten und drei Waffen enthält. Elementar ist auch ein Controller-Aufsatz, der das Spielzeug auf den Bildschirm transportiert. Die Nintendo Switch-Version des Starter Packs unterscheidet sich davon, da sie exklusiven Inhalt aus dem Star Fox-Universum beinhaltet. Hier gibt es, wie auf dem Bild zu sehen, zwei Piloten statt nur einen, dafür aber nur zwei statt drei Waffen. Außerdem ist mit dem „Arwing“ ein anderes Schiff enthalten. PS4- und Xbox One-Spieler bekommen das „Zenith“-Raumschiff. Ubisoft hat einen Preis von 79,99€ angedacht, allerdings ist das Paket bei mehreren Händlern bereits für rund 65€ erhältlich.

Über die Inhalte des Starter Packs hinaus hat Ubisoft weitere vier Schiffe, acht Piloten und zwölf Waffen angefertigt, die in Form von “Starship-”, “Pilot-” und “Weapon-Packs” erlangt werden können. Ein Starship-Pack mit neuem Schiff, neuem Piloten und zwei Waffen ist zum Preis von etwa 24€ erhältlich. Einzelne Piloten-Packs kosten etwa 8€, die Weapon-Packs bestehend aus zwei Waffen sind zur UVP von 12€ im Handel verfügbar.

Digital zum gleichen Preis, dafür aber mit mehr Inhalt

Sämtliche Schiffe, Piloten und Waffen lassen sich auch digital erwerben. Hier ist ebenfalls ein Starter Pack erhältlich, das allerdings mehr Inhalt bietet als die physische Variante. Hier erhält man vier Starships, acht Figuren und zwölf Waffen (auf der Switch einen weiteren Charakter und ein weiteres Schiff). Da man digital den gleichen Preis zahlt wie für das physische Starter Pack, aber keine physischen Goodies erhält, ist der erweiterte Umfang verständlich. Ich finde diesen Kompromiss toll und empfehle daher all denjenigen, die sich für das Spielzeug nicht unbedingt interessieren, bei der digitalen Fassung zuzuschlagen.

Weiteres Spielzeug benötigt oder optional?

Doch auch das physische Starter Pack, das nur ein Schiff bzw. zwei auf der Switch enthält, reicht völlig aus, um das Spiel durchzuspielen. Wer mehrere Schiffe besitzt, kann nach einem virtuellen Tod schlichtweg ein anderes Schiff auswählen und an Ort und Stelle weitermachen. Wer nur eins hat, wird hingegen zu einer Basis zur Reparatur geschickt. Man wird also lediglich ein wenig aus dem Spielfluss gerissen. Doch einen wirklichen Nachteil hat man nicht, wenn man nur die Basis-Ausstattung besitzt, da man jederzeit die vorherige Tätigkeit wiederholen kann.

Ich habe zum Test insgesamt vier Piloten zur Verfügung gehabt, die unterschiedliche Fähigkeiten haben. Letztendlich habe ich allerdings nur eine Figur benutzt und habe weitere nicht wirklich vermisst. In puncto Waffen sieht es wiederum etwas anders aus. Auch hier reicht der Umfang des physischen Starterpakets aus, um den Titel ohne Probleme beenden zu können. Hier habe ich allerdings den Luxus genossen, insgesamt fünf Waffen auf Lager zu haben, da die verschiedenen Elementareffekte bei effizienter Nutzung sehr hilfreich sind und besonders bei Bosskämpfen eine wahre Bereicherung sind. Wer sich nicht daran stört, dass es hier und da etwas knifflig wird und ein Kampf auch mal etwas länger dauert, kommt jedoch auch mit den Standard-Waffen gut durch.

Solide Verarbeitungsqualität der physischen Goodies

Zusätzliches Spielzeug ist also absolut kein Muss, kann aber den Spielspaß dann doch etwas erhöhen. Liebhaber von physischen Spielgegenständen können sich also durchaus überlegen, sich über das Starter Pack hinaus weiteres Zubehör zuzulegen. Allen voran die beiden Schiffe, die ich benutzt habe, sind sehr schön verarbeitet. Sie überzeugen mit vielen Details und scheinen recht robust ausgearbeitet zu sein. Auf dem Plastik sollte nicht unnötig herumgedrückt werden, da es dann doch hier und da mal knarzt und kracht. Das dürfte bei Plastik als verwendetes Material aber niemanden überraschen. Den einen oder anderen Sturz dürfte das Spielzeug jedoch ohne Probleme überleben und so eignet es sich auch gut für Kinder, die nicht ganz so vorsichtig damit umgehen. Auch die Waffen sind toll verarbeitet.

Das trifft auch auf die Piloten zu, die allen voran im Gesicht dann aber doch nicht allzu detailliert wirken. Die Figuren sind recht klein, was die Gestaltung feiner Details erschwert. Insgesamt hat mich die Verarbeitung des Spielzeugs aber zufriedengestellt. Der Verknüpfungsmechanismus ist ebenfalls gelungen, da er sehr simpel ausfällt. Sämtliche Teile lassen sich durch Stecker miteinander verbinden, die recht robust wirken. Man müsste schon große Kraft aufwenden, um solch einen Stecker abbrechen zu können. So muss man sich also auch keine Gedanken machen, dass Kinder die Kontakte aus Versehen zerstören – das sollte nur in den wenigsten Fällen passieren.

Einfache Handhabung, zudem auch in der physischen Fassung ohne Spielzeug spielbar

Das Spiel startet mit einem gelungenen Tutorial, dass die Handhabung des Spielzeugs erklärt. Zunächst wird der Controller-Aufsatz eingesetzt. Bei der PS4 Version wird der Dualshock 4 in die Plastikvorrichtung gesteckt, bei der Switch-Variante werden zwei Joy Con in die Controllerhalterung geschoben. Anschließend steckt man einen Piloten an. Nun kann das Schiff über die Figur gestülpt werden, sodass diese quasi im Cockpit sitzt. Das Schiff rastet mit etwas Druck ein und ist damit ebenfalls am Aufsatz befestigt. Zu guter letzt werden zwei Waffen nach Wahl an das Schiff angesteckt und schon kann es losgehen. Anfangs empfiehlt es sich, sämtliches Spielzeug, das man besitzt, einmalig anzustecken. Danach stehen alle verwendeten Teile im Spiel zur Verfügung, ohne dass man stets den Controller-Aufsatz mit dem angesteckten Schiff nutzen muss.

Nach sieben Tagen kommt allerdings die Meldung, dass man die Teile erneut anstecken soll, um dem Spiel zu signalisieren, dass man das Zubehör auch noch besitzt. Das ist nicht unbedingt die eleganteste Lösung, jedoch eine verständliche Maßnahme von Ubisoft um sicherzustellen, dass man auch wirklich langfristig im Besitz der Schiffe, Piloten und Waffen ist. Wer hingegen stets mit angesteckten Schiff spielen und die Teile zum Wechsel physisch umstecken möchte, kann dies natürlich auch tun. Ich kann mir vorstellen, dass diese Option besonders bei Kindern gut ankommen wird. Da der Controller-Aufsatz jedoch recht klobig ist und mich beim Spielen gestört hat, spielte ich weitestgehend mit einem Switch Pro Controller oder gar unterwegs im Handheld-Modus ohne permanent angeschlossenes Spielzeug. Der Wechsel der Ausstattung funktioniert dann virtuell in Sekundenschnelle über das Menü.

Das Spiel

Genug geredet über das Spielzeug – wie fällt das Videospiel Starlink: Battle for Atlas aus? Der Titel ist ein Open World-Raumschiff-Shooter, der sein Geschehen in Third-Person präsentiert. Auf insgesamt sieben Planeten und in einer großen Galaxie sind Spieler unterwegs mit einem Raumschiff, das für hitzige Gefechte gewappnet ist. Ausgangspunkt ist das große Flagschiff Equinox, von der aus die Erkundung des Weltalls startet. Starlink erzählt eine Geschichte über die sogenannte Starlink-Initiative, die im Sternsystem Atlas von der Legion angegriffen wird. Da bei diesem Angriff der Starlink-Anführer entführt wird, machen wir uns auf die Suche nach ihm. Die Geschichte ist nett inszeniert und dürfte allen voran den jüngeren Spielern imponieren. Sonderlich viel Tiefgang darf man nicht erwarten, da wir hier eine Geschichte geboten bekommen, die etwas blass bleibt und nicht wirklich etwas Neues macht, aber doch unterhaltsam ist.

Unterwegs im Weltall und auf sieben Planeten

Im Zuge der Story bereisen wir die Planeten, auf denen wir nicht nur vorgegebene Hauptmissionen abschließen, sondern uns auch Nebenquests und anderen Tätigkeiten widmen. Schon nach wenigen Stunden stehen mehrere Planeten zur Erkundung frei und so bleibt dem Spieler weitestgehend überlassen, wie er das Spiel angehen möchte. Das gesteuerte Starship hat sowohl einen Flugmodus als auch den Schwebeflug zur Verfügung. Beide Modi bieten dieselben Angriffsmöglichkeiten, sodass man zwei Waffen abfeuern kann. Im Schwebemodus steuert sich das Gefährt jedoch deutlich präziser und so empfiehlt es sich, diese Variante in den Gefechten auf den Planeten zu nutzen. Die Steuerung fällt insgesamt sehr gut aus und macht die Kontrolle über das Raumschiff zur spaßigen Angelegenheit. Um schnell von A nach B zu kommen, lohnt es sich aber auch, den Flugmodus nicht zu vernachlässigen. Ein Wechsel funktioniert über einen einfachen Knopfdruck.

Ist man im Weltall unterwegs, hat man zudem auch die Gelegenheit, Hypergeschwindigkeit aufzunehmen, um die großen Distanzen zwischen den Planeten schneller zu überbrücken. Im Weltall treiben allerdings auch die Outlaws ihr Unwesen, in deren Falle wir sogar im Hyperantrieb geraten können. Auch Outlaw-Verstecke gibt es in der Galaxie, ebenso können allerlei Schätze geborgen werden. Nach einigen Stunden müssen wir im Weltall auch gegen stark gepanzerte Dreadnought-Schiffe kämpfen. Das Geschehen im Weltraum ist ein netter Bonus und hat mir insbesondere gefallen, weil das schwarze Nichts sehr ansehnlich präsentiert wird. Der Großteil der Action findet jedoch direkt auf den Planeten statt.

Jede Menge zu tun

Landet man erstmals auf einem neuen Planeten, ist dieser auf der Karte noch verdeckt. Eine Art Kompass weist auf Aktivitäten in der Nähe hin. Zum einen gibt es Observatorien, die wir durch das Absolvieren einer Mission auf unsere Seite ziehen und die einen Teil der Karte freilegen. Eine Herangehensweise kann also lauten, erst einige oder gar alle Observatorien zu übernehmen, damit man einen Überblick über die Karte erhält. Zum anderen gibt es Raffinerien, deren Betreiber uns ebenfalls um Hilfe bitten. Sobald wir eine Mission für die jeweilige Raffinerie vollendet haben, stellen uns diese im Viertelstundetakt Elektrum (die Währung im Spiel) oder Mods zur Verfügung, auf die ich später noch zu sprechen komme. Jede Raffinerie und jedes Observatorium bietet mehrere Quests, mit denen man sich die Zeit vertreiben kann. Ebenfalls lassen sich viele Dörfer, Städte, Industriezentren und Anlagen finden, die von der Legion zwar stark bewacht sind, aber viele Schätze beherbergen.

Dort hören die Tätigkeiten aber keinesfalls auf. Auf jedem Planeten sind so genannte Hütertürme platziert, die über seichte Elementarrätsel freigeschaltet werden und eine Schnellreise möglich machen. Extraktoren sind Konstruktionen der Legion, die zerstört werden müssen. Selbiges trifft auf die Springer-Stöcke zu, die aus dem Boden ragen. Dazu gesellen sich immer wieder besondere Feinde, die auf den Planeten lauern. Ein Highlight stellen stets die gigantischen Prime-Wesen dar, die quasi Bosskämpfe in Starlink darstellen. Legionen-Drakes und Wracks warten darauf, gehackt zu werden. Wird die Hacking-Sequenz gestartet, muss man Feinde in einem kleinen Radius so lange besiegen, wie der Hack läuft.

Nach einer Weile zu repetitiv

Doch es dreht sich nicht immer alles ums Schießen. Auf den fernen Planeten sind auch viele unbekannte Wesen zuhause, die wir mit unserem Schiff scannen können. Sobald man drei Wesen einer Spezies gescannt hat, wird diese in der “Sammlung” mit Informationen aufgenommen. Zudem haben manche dieser Wesen einen Splitter im Körper, den wir mit unserem Schiff herausziehen können. Ebenfalls lassen sich Electrum-Adern anzapfen, sodass wir einige Brocken dieser Währung aus der Ader ziehen können. Auch die Suche nach Ressourcen gehört zum Gameplay-Loop. Auf jedem Planeten wimmelt es nur so von Pflanzen und Mineralien, die wir bei den Raffinerien und Observatorien eintauschen können.

Grundsätzlich hat mir gefallen, was Starlink seinen Spielern an Spielgeschehen bietet. Die Aufgaben und Tätigkeiten sind spaßig umgesetzt und dem Spieler bleibt größtenteils überlassen, welche Aktivitäten man angeht und welche man auslässt. Auch hat mich beeindruckt, dass es quasi ein dynamisches System zwischen Allianzen und Feinden gibt. Das sorgt dafür, dass unser Handeln auf einem Planeten direkte Auswirkungen auf die Situation auf anderen Planeten haben kann. Mich hat allerdings gestört, dass sich nach einigen Stunden ein repetitives Spielgefühl breit macht. Die Quests der Story und die Nebenmissionen bieten nicht sonderlich viel Abwechslung und letzten Endes läuft es fast immer aufs Ballern hinaus. Das muss nichts schlechtes heißen, da die Schussgefechte Spaß machen. Sie sind allerdings zu simpel gestrickt und nutzen sich so nach einer Weile ab.

Nette RPG-Elemente

Starlink: Battle for Atlas hat einige sehr interessante Systeme in petto. Es gibt RPG-Mechaniken, die das Schiff und die Piloten besser werden lassen. Piloten steigen durch Erfahrungspunkte im Rang auf und es lassen sich eine Reihe von aktiven und passiven Fertigkeiten freischalten. Neben der Währung Elektrum, mit der man unter anderem Raffinerien aufwerten kann, gibt es sogenanntes Nova, das man durch den Abschluss bestimmte Aktivitäten erhält. Nova kann z. B. für Upgrades des Flagschiffs Equinox ausgegeben werden. Diese Upgrades sind in verschiedene Kategorien unterteilt und sorgen durchaus für langfristige Spielmotivation.

Auch interessant fand ich das Konzept von Mods. In der Umgebung lassen sich Mods verschiedener Seltenheit finden, ebenfalls bei Questabschluss verdienen. Diese werden sowohl an Schiffen und an den einzelnen Waffen angebracht und sorgen für eine stetige Verbesserung unserer Möglichkeiten. Die Elemente sind alle gelungen verzahnt, so kann man beispielsweise mit einem Equinox-Upgrade erwirken, dass man Mods, die in dreifacher Ausführung vorliegen, zu einer stärkeren Mod fusioniert. Die harmonierenden RPG-Aspekte hatten einen großen Anteil an meinem Spielspaß mit Starlink.

Solider Umfang, auf der Switch mit Extra-Inhalt

Wer lediglich die Story und einige Nebentätigkeiten angeht, blickt einer Spielzeit von 10 bis 15 Stunden entgegen. Wer sich alles vornimmt, dürfte mindestens 40 Stunden beschäftigt sein. Das ist ein solider Umfang, der auf der Nintendo Switch noch erhöht wird. Diese Fassung hat nicht nur eine exklusive Figur und das Schiff Arwing, sondern bietet auch eine Reihe von Missionen mit den Star Fox-Figuren. Die Charaktere wurden gelungen vertont und insgesamt merkt man, dass sich Ubisoft Mühe mit dem Extra-Inhalt gemacht hat. Fans der Reihe werden sich nicht nur über diese Exklusivmissionen freuen, sondern auch über die Tatsache, dass Fox, Peppy, Slippy und Falco auch in die Hauptstory eingebettet wurden. Die Star Fox-Figuren tauchen in der Geschichte als aktive Helfer auf, weshalb sich Starlink auf der Switch phasenweise wie ein vollwertiges Star Fox-Spiel anfühlt. Ich habe von Beginn bis Ende mit Fox gespielt und mich sehr über diese tolle Einbindung gefreut.

Zu zweit vor einem Bildschirm ins Getümmel

Mich hat überrascht, dass Starlink mit einem lokalen Koop-Modus daher kommt. Das Starter Pack reicht aus, damit zwei Spieler gleichzeitig auf einem Bildschirm in Gefechte ziehen können. Der zweite Spieler kann jederzeit zum Geschehen dazustoßen, was ein kooperatives Erlebnis sehr einfach macht. Einschränkungen gibt es aber dennoch. Meine größte Kritik ist, dass sich die zwei Spieler nicht weit voneinander entfernen dürfen. Da es keine Möglichkeit gibt, online im Koop zu spielen, fühlt sich die lokale Variante durch die Reichweite-Anforderung etwas limitiert an. Weil man in den meisten Fällen aber sowieso automatisch nahe beieinander bleibt, ist dies auch kein allzu großes Problem.

Auf der Switch am TV nicht mit dem saubersten Bild, dafür im Handheld-Modus hübsch anzusehen

Ich habe wie erwähnt auf der Nintendo Switch gespielt, was für mich Vor- und Nachteile hatte. Die Portabilität ist sicherlich ein Punkt, der deutlich für die Switch-Fassung spricht. Selbiges trifft auf den exklusiven Star Fox-Inhalt zu. Was mich aber etwas gestört hat, ist die Grafik am TV beim Spielen über das Dock. Grundsätzlich hat Starlink einen netten Grafikstil und bietet auf den Planeten und im All immer wieder tolle Aussichten an. Auch die Zwischensequenzen sind sehr schön inszeniert.

Auf der Switch hat mich aber das präsente Aliasing und die teils geringe Auflösung gestört. Es scheint, als würde das Spiel eine dynamische Auflösung nutzen, da insbesondere in hitzigen, effektreichen Momenten das Schiff recht verschwommen dargestellt wird. In ruhigen Situationen hingegen gibt das Spiel ein besseres Bild von sich, sieht allerdings nicht so gut aus wie auf PS4 und Xbox One. Dafür war ich fasziniert, wie gut sich das Spiel wiederum auf dem Bildschirm der Switch in Handheld-Konfiguration präsentiert. Hier fällt das Aliasing kaum noch auf, dafür überzeugen Details auf den Planeten, allen voran bei Flora und Fauna, umso mehr. Wer primär am TV spielen möchte und großen Wert auf die Grafik legt, sollte nach Möglichkeit aber auf den anderen Plattformen spielen.

Wertung im Einzelnen
Story
7
Gameplay
8
Inhalt und Umfang
7.5
Langzeitspaß
6.5
Koop-Umsetzung
8
Spielzeug-Einbindung und Qualität der physischen Toys
8.5
Grafik
7.5
Sound
8.5
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