Releasetermin: 06.11.2018

Medientyp: Blu-ray Disc, Download
Genre: Arcade Racer
Entwickler: Caged Element
Herausgeber: Wired Productions

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Mit GRIP: Combat Racing liefern die Entwickler von Caged Element einen Arcade Racer, der den Geschwindigkeitsrausch ordentlich aufdreht. Mit Schallgeschwindigkeit und einem ordentlichen Repertoire an Schusswaffen befördert man sein Fahrzeug über die verzwickten Strecken. Mit vielen Modi und dem richtigen Gefühl an Speed möchten die Entwickler für viel Spaß und Abwechslung sorgen. Ob ihnen das gelungen ist, erfahrt ihr hier im Test.

Geschwindigkeitsrausch am Boden & der Decke

Dass es in Arcade Racern etwas brachialer und Action-reicher zu sich geht, ist bestimmt jedermann bekannt. In GRIP: Combat Racing wird aber nochmal eine Schüppe draufgelegt. Der Fokus liegt hier auf der zu erreichenden Höchstgeschwindigkeit, die gerne mal über 600 km/h beträgt. Euer Fahrzeug beschleunigt im Spiel so schnell, dass man hier nahezu von Schallgeschwindigkeit sprechen kann. Das ist auch der Punkt, an dem sich das Rennspiel von anderen Racern unterscheidet. Für gewöhnlich geht es nämlich nicht ganz so schnell zur Sache.

Die Geschwindigkeitsgrenze liegt über 500 – 600km/h. Hier wird Speed groß geschrieben.

Der Geschwindigkeitsrausch bringt viel Schwung in die einzelnen Rennen und macht Streckenbedingt durchweg Spaß. Schwierig wird es dann, wenn die Maps etwas anspruchsvoller werden. In der oval-förmigen Tutorial Strecke ist dies noch kein Problem, da man lange Zeit geradeaus fährt und kaum Hindernissen begegnet. Das bleibt allerdings nicht immer so. In vielen Strecken muss man bei scharfen Kurven auch mal auf die Bremse drücken, was Spieler am Ausfahren der Geschwindigkeit hindert. Tut man dies nicht, landet man sehr schnell abseits der Strecke und wird von den NPCs überholt. Diese sind nämlich so gut, dass sie fast nie Fehler machen und die Strecken und deren Abläufe 1A kennen. Durch kleinere Fehler ist der Vorsprung also so groß, dass ihr das Rennen quasi wieder neustarten könnt. Demnach muss man sich auf vermehrtes Neustarten von Rennen einstellen, bis man die Maps und deren Hindernisse besser in Erfahrung gebracht hat.

Die Behinderungen und Abhänge auf den einzelnen Strecken dienen jedoch der Abwechslung. Dadurch ist man also nicht immer gezwungen langsamer zu fahren, sondern muss stellenweise sogar an der Decke fahren, um Sperrungen oder Blockaden auszuweichen. Oft sind die Pisten auch mit Absprungmöglichkeiten geschmückt, welche euch coole Stunts in der Luft erlauben. Das Ganze ist ein weiteres Feature, welches GRIP: Combat Racing von den anderen Arcade Racern abgrenzt. Die Geschwindigkeit in Kombination mit dem an der Decke fahren bringt ein schönes Fahrgefühl zu Stande, das man aus nur wenigen Rennspielen kennt.
Leider ist man teilweise aber so schnell, dass Barrikaden in der Entfernung kaum wahrgenommen werden und man nicht mehr rechtzeitig ausweichen kann, denn das Gefährt wird bei zunehmender Geschwindigkeit immer schwieriger zu steuern. Das führt dazu, dass das Fahrzeug mit dem Hindernis kollidiert, die NPCs an euch vorbei rauschen und ihr das Rennen aufgrund des hohen Vorsprungs erneut starten müsst.

Überschläge in der Luft sind auch vertreten. Man sollte es aber nicht mit der Geschwindigkeit übertreiben, da man sonst Abseits der Strecke landet und die Platzierung stark gefährdet.

Wie ihr sehen könnt, sind die hohe Geschwindigkeit und das an der Wand Fahren noch nicht übersättigte Features, die neuen Fahrspaß ins Spiel bringen. So schön und neu diese Features aber auch sind, umso mehr Nachteile bringen diese mit sich, die man auf bestimmten Strecken mal mehr und mal weniger bemerkt. Das Lernen der Maps ist somit vorprogrammiert, da man sehr wahrscheinlich von der Strecke abkommt, wenn man diese das erste Mal fährt.

Explosive Feuergefechte

Nicht nur die hohe Geschwindigkeit oder das Fahren an der Decke ist Teil des Racers. Wie der Name schon vermuten lässt, spielt auch das Combat System eine tragende Rolle im Spiel. Ähnlich wie in einem Mario Kart, nimmt ihr in eurem Geschwindigkeitsrausch diverse Items mit, die euch im Rennen unterstützen. Per Zufallsprinzip erhaltet ihr eins von vielen Power Ups. Das können Buffs sein wie beispielsweise ein Turbo Power Up oder ein Schild, das euch vor feindlichen Angriffen schützt, oder Angriffe wie verfolgende Raketen oder ein Maschinengewehr.

Jedes Power Up lässt sich einmal mit der Schultertaste aktivieren. Welche Schultertaste ihr drücken müsst, kommt ganz darauf an, in welchem Slot das Item landet. Das Aktivieren des Items im rechten Slot funktioniert über die R1 Taste. Das ist dann ein wenig komisch, wenn parallel die R2 Taste zum Beschleunigen gedrückt gehalten werden muss. In diesem Fall beschleunigt der Mittelfinger, während der Zeigefinger das Item benutzt. Für mich ist das zu Beginn ein wenig ungewohnt gewesen, da ich prinzipiell die R2 Taste mit dem Zeigefinger verwende. Nach kurzer Eingewöhnungsphase dürfte das aber kein Problem mehr darstellen.

Beschießt vorausfahrende Fahrzeuge mit diversen Power Ups wie Raketen, um die Aufholjagd zu beginnen.

Die offensiven Power Ups nehmen andere Fahrzeuge unter Beschuss und hindern diese kurzfristig am Weiterfahren. Ist man den Angriffen selbst ausgeliefert, verschwimmt der Bildschirm ein wenig und euer Interface fängt an Störungen aufzuweisen. Das ist ein schönes Designfeature, welches gleichzeitig die Immersion des Spiels verstärkt.

Viele Modi für mehr Spielspaß?

Wie man es gewohnt ist startet man in einem Spiel mit dem Kampagnen Modus. In GRIP ist dieser in einige Turniere aufgeteilt. In den Turnieren müssen Rennen zu den unterschiedlichsten Bedingungen ausgetragen werden. Mal müssen zum Beispiel Gegner beschossen und mal das Ziel nur mit Speed Power Ups erreicht werden. Wer die Matches erfolgreich abschließt, levelt zudem das eigene Fahrzeug und schaltet neue Power Ups für den Modus frei. Leider bietet die Kampagne aber keine gängige Story sondern besteht nur aus diesen Turnierrennen.

Zum Glück bietet GRIP: Combat Racing aber einige weitere Modi, die für Abwechslung sorgen. So könnt ihr neben diversen unterschiedlichen Arten von Autorennen auch Deathmatches genießen. Ziel dieses Modus ist es, durch das Sammeln von Power Ups in einer Arena so viele gegnerische Fahrzeuge wie möglich aus dem Spiel zu nehmen.

Neben den vielen Rennmodi ist auch das Deathmatch vertreten. Hier gilt es in einer Arena so viele Fahrzeuge wie möglich aus dem Spiel zu nehmen.

Auch interessant ist der Carkour Bereich. Hier werden die Strecken nochmal eine Ecke schwerer. Gezielte Sprünge über Abhänge führen zum nächsten Streckenabschnitt. Extrem schmale Bereiche und diverse Richtungswechsel sowie das Drehen um die eigene Achse stehen in diesem Modus an der Tagesordnung. Wen die normalen Strecken langweilen, bekommt hier sicherlich die ein oder andere Herausforderung.

Die große Anzahl an Modifikationen eines Rennens bieten Spielern viel Freiraum, um ein Match immer anders zu gestalten. Man kann demnach nach eigenem Belieben ein wenig selektieren, um das Rennen so zu fahren, wie man es gerade möchte.

Multiplayer

Der Vorteil, der sich aus den vielen Modi ergibt, wirkt sich vor allem auf den gemeinsamen Spielspaß aus. Gerade im Multiplayer wünscht man sich viel Abwechslung, die durch die Varianz an Modi geschaffen wird.

Was mir sehr gefällt ist, dass das Spiel über einen lokalen Splitscreen Modus verfügt. So kann man sich mit bis zu 4 Freunden gleichzeitig an einer Konsole in High Speed Rennen messen. Immer weniger Rennspiele kommen mit einem offline Multiplayer daher. Umso mehr habe ich mich über diesen in GRIP: Combat Racing gefreut.
Alternativ lässt sich das Spiel auch online gegen andere Spieler spielen. Dabei treten bis zu zehn Spieler pro Match gegeneinander an.

Ausbau des eigenen Fahrzeugs

Zum Schluss möchte ich nochmal auf den fahrbaren Untersatz selbst eingehen. Schließt man ein Rennen ab, sammelt man Punkte. Mithilfe dieser Punkte lässt sich das Fahrzeug in der Werkstatt beliebig gestalten. Neben kosmetischen Inhalten wie neuen Reifen oder Lackierungen sind auch neue Fahrzeuge freischaltbar. Werte wie Handling oder Geschwindigkeit lassen sich pro Fahrzeug aber nicht individuell anpassen. Die freischaltbaren Inhalte sind somit nur von kosmetischer Natur.

Kosmetische Inhalte lassen sich für das Fahrzeug im Laufe des Spiels freischalten. Die Attribute eines Wagens lassen sich dadurch aber nicht ändern.

Grundsätzlich ist es schade, dass die Eigenschaften des Autos nicht anpassbar sind. So bietet das System weniger Tiefe und ist eher nebensächlich. Ein höheres Ausmaß an Anpassungen hätte zusätzlich den Spielspaß und den Ehrgeiz, den man in ein Rennen setzt, erhöht.

Wertung im Einzelnen
Gameplay
7,5
Inhalt & Umfang
7,5
Multiplayer
8
Technik
7
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