Releasetermin: 20.11.2018

Medientyp: Blu-ray Disc, Download
Genre: First-Person-Shooter
Entwickler: DICE
Herausgeber: Electronic Arts

 

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Rund zwei Jahre nach der Veröffentlichung von Battlefield 1 steht mit Battlefield V nun ein neues Spiel von Entwickler EA DICE nun zur Verfügung. Wer die Deluxe Edition vorbestellt hatte, konnte bereits vorzeitig aufs Schlachtfeld. Noch früher durften Abonnenten von Origin Access Premier (PC) und Origin Access (Xbox One) ran, was für Schlagzeilen gesorgt hat. Immer mehr Spiele ermöglichen durch spezielle Versionen einen früheren Zugang, bevor einige Tage darauf die Standard-Fassung erscheint. In meiner Wahrnehmung hat diese Thematik den Release von Battlefield V vollkommen überschattet. Daher möchte ich all denjenigen, die sich bisher noch nicht zum virtuellen Kriegseinsatz gemeldet haben, das Spiel hinter der Debatte näher vorstellen.

Kriegsgeschichten als spannende Solospieler-Kampagne?

Während Genre-Kollege Call of Duty: Black Ops IIII erstmals komplett ohne Story-Modus auskommt, baut Battlefield V darauf auf, was in Battlefield 1 etabliert wurde. Es gibt insgesamt drei “Kriegsgeschichten”, die in sich geschlossene, komprimierte Handlungen in den grauenvollen Schlachten des Zweiten Weltkriegs erzählen. Das Spiel startet mit einem Prolog, der wie schon im vorherigen Teil eine bedrückte Stimmung vermittelt und zeigt, wie schnell das Leben eines Soldaten in hitzigen Gefechten zu Ende sein kann. Anschließend stehen drei Episoden bereit, die uns das zermürbende Schicksal von Soldaten und gar Soldatinnen erleben lassen. Diese Episoden sind wiederum in mehrere “Akte” aufgebrochen, pro Episode kann man rund 2 Stunden Spielzeit einplanen. Neben den Hauptmissionen gibt es zudem auch zusätzliche Herausforderungen und Sammelobjekte in den Levels.

Ich finde es schade, dass in den Kriegsgeschichten die brachiale Action der großen Gefechte, die ein Aushängeschild im Multiplayer der Serie sind, nur phasenweise zum Zuge kommt. Die Episode Tirailleur möchte ich hier als persönliches Highlight nennen, die mich emotional auch wirklich in Kriegsstimmung versetzt hat. Ansonsten sind Spieler zumeist darauf angewiesen, als Ein-Mann-Armee durch die Levels zu kommen und auf Stealth zu vertrauen. Diese Aspekte sind mal mehr, mal weniger gut umgesetzt. Ich persönlich bleibe dabei, dass eine einzige umfangreiche Kampagne mir wohl tendenziell besser gefällt. Trotzdem wurde ich hier solide unterhalten. Im Dezember erscheint für alle Spieler kostenlos noch eine vierte Episode, auf die ich schon gespannt bin.


Mann (oder Frau) gegen Panzer – für diese Momente spielt man die Battlefield-Reihe

Online-Gefechte die größte Stärke – gelungene Modi für bis zu 32 oder 64 Spieler

Doch seien wir einmal ehrlich: Der Großteil aller Battlefield-Spieler kauft sich die Titel für die atemberaubenden Mehrspieler-Schlachten, die unzählige “Battlefield-Momente” möglich machen. Große Karten, dicke Panzer, Luftschlachten und bis zu 64 Spieler auf einem Server – wer schon einmal einige Runden mit einem Battlefield-Titel verbracht hat, weiß genau, von welchen bombastischen Momenten ich spreche.

Battlefield V bietet diverse Online-Modi an, die teilweise aus Vorgängern bekannt und teilweise neu in der Serie sind. “Eroberung” ist das Steckenpferd der Reihe und recht selbsterklärend: Auf gigantischen Maps gilt es, möglichst mehr Punkte als das feindliche Team einzunehmen und möglichst selten zu sterben. “Große Operationen” baut auf einem Modi auf, der in Battlefield 1 eingeführt wurde. Hier werden große Schlachten über mehrere Tage und mehrere Umgebungen geführt. Das Resultat eines Tages hat dabei Auswirkungen auf den nächsten und kann unter anderem dazu führen, dass ein Team mehr Munition oder mehr Vehikel zur Verfügung hat. “Durchbruch” dreht sich ebenfalls um Sektoren, die erobert bzw. verteidigt werden müssen. Da es hier aber deutlich weniger Ziele gibt, sind die Gefechte sehr viel konzentrierter ausgelegt und machen den gezielten Angriff bzw. die koordinierte Verteidigung zur wahren Herausforderung. All diese Modi werden mit bis zu 64 Spielern erlebt.

Darüber hinaus gibt es einige Modi, die eher mittelgroß angesiedelt sind und mit maximal 32 Spielern stattfinden. „Vorherrschaft“ ähnelt Eroberung sehr, ist aber mit kleineren Kartenabschnitten vollständig auf Infanteriekrieg ausgelegt. In „Frontlinien“ müssen einmal mehr Zonen erobert werden. Dabei arbeitet man sich allerdings Schritt für Schritt in Richtung gegnerisches Hauptquartier vor. Ist der Feind überlegen, gerät man unweigerlich in eine defensive Situation und versucht, allmählich wieder die aktuelle Zone selbst einzunehmen – das Geschehen wird quasi zum Tauziehen. Und auch das klassische „Team-Deathmatch“ darf nicht fehlen. Ich hatte großen Spaß mit den Modi von Battlefield V, finde generell allerdings, dass sich viele der Modi zu sehr ähneln. Die Objektive sind oftmals sehr ähnlich, jedoch ist das Spielgefühl zumeist dann doch recht unterschiedlich von Modus zu Modus. Toll fand ich, dass vor dem erstmaligen Spielen zunächst ein Tutorialvideo die Ziele erklärt und so auch Neulinge nicht ins kalte Wasser geschmissen werden.

Exzellentes Kartendesign und tolles Balancing

Ähnlich wichtig in einem Shooter: Die Auswahl der Karten. Acht sind es zu Release an der Zahl. Mir gefällt der Großteil der Karten sehr gut. Die Eroberungspunkte wurden clever verteilt und machen spannende Frontenkriege möglich. Das Zusammenspiel aus Infanterie, Panzern und Flugzeugen ist auf jeder Map gut gelungen und ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass ein Spieltyp auf einer der Karten einen unfairen Vorteil hatte. Wie so oft kommt es eher darauf an, wie gut man seine Mittel nutzt und wie gut man im Team zusammen spielt.

Ich war erstaunt darüber, wie selten ich mich Scharfschützen ausgeliefert fühlte. Häufig höre ich bei Shootern auf zu spielen, wenn mich ein Sniper nach dem anderen abknallt, ohne dass ich auch nur 50 Meter zu Fuß zurücklegen kann. Und auch wenn die ein oder andere Map Stellen hat, die für Spieler der Aufklärerklasse wie gemacht scheinen, wurde dieser Umstand zu keinem Zeitpunkt zum wirklichen Problem. Ich hatte durchaus auch frustrierend Momente erlebt, das lag dann aber eher an der Dominanz des gesamten gegnerischen Teams, das in den betroffenen Runden schlichtweg besser gespielt hat. DICE ist das Balancing außerordentlich gut gelungen, was einen großen Anteil daran hat, dass ich mit Battlefield V die wohl spaßigsten Runden seit vielen Jahren mit der Serie hatte.

Der Teufel steckt im Detail – viele subtile Veränderungen sorgen für besseres Spielgeschehen

Doch nicht nur neue Maps und abgeänderte Modi entscheiden darüber, wie viel Spaß ein neuer Battlefield-Teil macht. Es gibt viele kleinere Neuheiten, die in der Summe ein neues Spielgefühl ausmachen. Da wäre zum Beispiel die angepasste Time to Kill (TtK). Ich muss sagen, dass sich diese für mich selten so gut angefühlt hat wie in Battlefield V. Die Zeit, in der ein Gegner oder man selbst zu Boden geht, ist sehr gut abgestimmt und sorgt dafür, dass man nur selten frustrierende Momente hat, weil Feinde zu viele Kugeln schlucken. Das liegt auch am überarbeiteten Rückstoß, durch den sich Waffen mit etwas Übung sehr präzise abfeuern lassen. Es ist nun auch möglich, im Knien zu sprinten und so flexibler unterwegs zu sein. Granaten können vor ihrer Detonation zurückgeworfen werden, was mit dem richtigen Timing sehr hilfreich sein kann.

Stärkere Betonung der Klassenrollen und des Vorgehens im Squad

Auch wurden die Klassenfeatures aufgemischt. Jede Klasse hat die Möglichkeit, an entsprechend markierten Stellen in der Umgebung Barrikaden aufzustellen. Diese können insbesondere bei defensiven Aufgaben tatsächlich über Sieg und Niederlage entscheiden. Erstmals ist es zudem mit allen vier Klassen möglich, gefallene Kameraden wiederzubeleben. Nach einem Tod hat man für mehrere Sekunden die Chance, seine Hand nach Rettern auszustrecken und mit etwas Glück zurück ins Geschehen gebracht zu werden. Das heißt allerdings keineswegs, dass der Sanitäter nun nutzlos ist. Er belebt seine Kameraden deutlich schneller wieder und ist außerdem die einzige Klasse, die unbegrenzte Medipacks zur Verfügung hat. Die Gesundheitsleiste frischt sich diesmal nämlich nicht automatisch nach einigen Sekunden auf, wenn man Schaden einsteckt.

Jede Figur hat pro Leben ein Medipack dabei, darüber hinaus muss man sich auf Medics verlassen oder Versorgungskisten aufsuchen, die zumeist in der Nähe von Basen aufgestellt sind. Da Munition begrenzt ist, erfüllt auch die Support-Klasse mit der Munitionsversorgung weiterhin eine wichtige Rolle. Zudem gibt es aber ebenfalls Versorgungskisten und auch tote Soldaten lassen Munition zurück. Das Aufheben der Munition wird begleitet von einer Animation, die unsere Figur beim Einstecken der Munitionstasche zeigt. Das mag zunächst ungewohnt sein und verlangsamt das Spielgeschehen insgesamt etwas, führt aber dennoch zu einem gelungenen Spielfluss.

Das Spotting-System wurde überarbeitet. Es ist nun nicht Jedem per simplen Knopfdruck möglich, Gegner in der Ferne zu markieren. Das übernimmt stattdessen der Aufklärer mit einen speziellen “Spektiv”. Außerdem gibt es eine Signalpistole, die ein Leuchtprojektil in die Luft schießt und Gegner im Umkreis sichtet. Insgesamt wurde das Balancing sehr gut vorgenommen, um einen verstärkten Fokus auf die Zusammenarbeit im Squad zu setzen. Jeder Soldat hat mit seiner Klasse eine ganz bestimmte Aufgabe. Konzentriert man sich auf die Stärken der jeweiligen Klasse, kann man sich im Team schnell einen Vorteil gegenüber des Gegners verschaffen.

Jedes Squad hat zudem einen Truppenführer, der Befehle erteilen und Ziele markieren kann. Erfüllt das Squad diese bzw. nimmt die markierten Zonen ein, sammeln sich Punkte an. Diese kann der Squadleiter wiederum für eine Reihe von Boni ausgeben. Er kann eine Versorgungskiste anfordern, einen Panzer rufen oder die verheerende V1-Rakete auf einen bestimmten Punkt loslassen, die extrem großen Schaden anrichtet. Damit wird einmal mehr gutes Teamplay und strategisches Squadvorgehen ermutigt und belohnt.

Jede Menge Ränge, Aufträge und tägliche Befehle

Und auch das Progressionssystem ist neu. In nahezu jeder Sparte können Spieler Fortschritt machen. Es gibt einen übergeordneten Karriererang, Klassenränge, Waffenränge und Fahrzeugränge. Zudem haben die Klassen unterschiedliche “Kampfrollen”, die abweichende Perks bieten. Waffen, Fahr- und Flugzeuge werden mit sogenannten Spezialisierungen angepasst. Je häufiger man mit einer bestimmten Waffen oder Vehikel spielt, desto mehr Optionen stehen hier zur Verfügung. Spieler haben auf mehreren Ebenen verschiedene Spezialisierungen zur Auswahl, die uns zumeist vor eine Entweder-Oder-Wahl stellen (z. B. schnelles Nachladen oder schnelles Zielen? Verbesserter Griff oder erweitertes Magazin?). Weiterhin können einzelne Waffenteile kosmetisch verändert werden, hier werden “Kompanie-Münzen” ausgegeben, die bei einem Rangaufstieg verdient werden können.

Weiterhin bietet das Spiel ein System um Aufträge, mit dem sich diese Kompanie-Münzen, kosmetische Skins und Waffenteile freischalten lassen. Jeden Tag warten drei “tägliche Befehle” darauf, von den Spielern abgeschlossen zu werden. Diese ermutigen zumeist die Nutzung verschiedener Klassen (“Erziele als Aufklärer drei Sichtungen”, “Heile als Sanitäter fünf Kameraden”, etc.) und sind meist schnell erledigt. “Spezialaufträge” werden von DICE von Zeit zu Zeit bereitgestellt, ebenfalls gibt es hier Klassen- und Waffenbefähigungen zu erringen, die auf die verstärkte Nutzung der jeweiligen Art abzielen. Diese Spezialaufträge liegen in zunehmend kniffligen Ausführungen vor, sodass man stets vor einer Herausforderung steht. Mir hat dieses System großen Spaß bereitet, da man auf diese Weise nebenbei immer eine zusätzliche Aufgabe hat und den Fortschritt verfolgen kann.

Die teils subtilen, teils gravierenden Veränderungen haben mir sehr gut gefallen und haben damit das Spielgeschehen von Battlefield V sinnvoll verbessert.

Map-Umfang ausbaufähig, noch viele Bugs enthalten

Doch leider ist nicht alles positiv. Immer wieder fiel mir in meiner Spielzeit auf, dass Entwickler DICE dem Spiel noch einige Monate mehr hätte spendieren können. Das macht sich bereits am soliden, aber im Vergleich zu früheren Teilen dann doch eher enttäuschenden Umfang an Karten und Waffen bemerkbar (Battlefield 4 hatte beispielsweise zu Release zwei Maps mehr auf Lager). Lästiger ist hingegen, dass das Spiel aktuell wahrlich noch nicht frei von Bugs und Glitches ist. Mir sind diverse Grafik- und Enginefehler begegnet. So blieben z. B. Waffen eines getöteten Soldaten in der Luft stecken oder ich sah durch den Boden hindurch auf ein weißes Nichts. Auch ist mir häufiger aufgefallen, dass Texturen verspätet nachladen, manchmal auch in den Menüs bei der Vorstellung des Squads.

Weiterhin haben sich viele weitere technische Fehler eingeschlichen. Gelegentlich spielte ich Matches, die auch nach Ablauf der Zeit nicht enden wollten. Ich habe zudem erlebt, dass ich nach dem Abbruch der Suche nach einem Match plötzlich keine weitere Partie mehr starten konnte, ohne das Spiel neuzustarten. Belohnungen wurden teils nicht sofort nach Abschluss einer Aufgabe / nach Levelaufstieg freigeschaltet. Auch ist vorgekommen, dass es nach einem vollendeten Match einen unendlichen Ladebildschirm gab. Was mich mit am meisten gestört hat, waren die verbuggten Aufträge, die regelmäßig meinen Fortschritt bei gegebenen Aufgaben nicht widerspiegelten. Diese technischen Fehler erwecken den Eindruck, dass DICE schlicht noch einige Wochen und Monate gebraucht hätte, da ich Bugs in dieser Häufigkeit in noch keinem Battlefield erlebt habe. Schade, dass EA dem Studio scheinbar nicht mehr Zeit gegeben hat und so beim Spielen häufig ein fader Beigeschmack bleibt. Ich hoffe, dass die nervigen Fehler per Patch beseitigt werden.

Tides of War: Ein rosiger Blick in die Zukunft mit Battle Royale

EA und DICE haben mit dem “Tides of War”-Programm immerhin viele weitere Inhalte in Aussicht gestellt. So heißt das Game as a Service-Konzept, durch das allen Spielern in den kommenden Monaten kostenfrei neue Spielinhalte zur Verfügung gestellt werden sollen. Los geht es am 04. Dezember mit dem “Übungsgelände” und der neuen Map mit Panzerfokus “Panzerstorm”, bevor Tides of War am 06. Dezember mit dem ersten Kapitel beginnt. Tides of War soll thematische Kriegserlebnisse liefern, die man beispielsweise durch besondere Events und Herausforderungen erreichen möchte. Auch stehen neue Waffen, neue Karten, eine neue Kriegsgeschichten-Kampagne (ebenfalls am 04.12.) und neue Modi auf dem Plan.

Einer dieser Modi hat ein besonderes Aufsehen erregt, da EA mit “Firestorm” eine eigene Battle Royale-Umsetzung angekündigt hat. Dieser heiß erwarteter Modi wird leider frühstens im März erscheinen, verspricht mit der größten Karte eines Battlefield-Titels und hitzigen 64-Spieler-Gefechten in Vierer-Squad-Paarungen ein aufregendes Erlebnis. Ich bin jedenfalls gespannt darauf, wie sich das Battle Royale-Prinzip im Battlefield-Gewand spielen wird! Auch ein Online-Koop-Modus wurde bereits versprochen. Tides of War zeigt großes Potential, allerdings bewerte ich in meinem Test ausschließlich das, was Spieler aktuell in Battlefield V spielen können. Ein Blick auf den versprochenen Inhalt macht aber durchaus Lust auf mehr. An dieser Stelle sei auch zu loben, dass EA das Programm kostenfrei anbietet und zugleich Microtransactions auf kosmetische Gegenstände limitiert – sehr löblich, wenn auch verständlich und notwendig nach dem Battlefront II-Eklat.

Grafisch als einer der beeindruckendsten Shooter überhaupt

Nach unzähligen Runden im Multiplayer lege ich mich fest: Battlefield V ist eins der beeindruckendsten Spiele mit Fokus auf 60 FPS. Während andere Spiele häufig nur die halbe Bildrate anpeilen und dadurch erstaunliche Grafik erwirken, schafft es DICE mit Battlefield V auch bei butterweichen 60 Bildern pro Sekunde, ein umwerfendes Bild an den TV zu zaubern. Ich habe auf der Xbox One X gespielt, die das Spiel in einer höheren Auflösung rendert. Die Figuren-, Fahrzeug- und Waffenmodelle sind sehr scharf dargestellt, ebenso machen die abwechslungsreichen Umgebungen ordentlich etwas her. Mit Support für HDR-Bildschirme ausgestattet, zeigt uns das Spiel sowohl im Single- als auch Multiplayer regelmäßig atemberaubende Aussichten mit ansehnlichen Himmelsdarstellungen.

Dazu kommt die bombastisch Inszenierung, die jede Partie mit jeder Menge Action ausstattet. Es gibt fast keine Runde, in der es nicht alle fünf Sekunden irgendwo eine Explosion zu bewundern gibt. Die Effekte mit Feuer und Rauch sind sehr schön ausgearbeitet und machen die Schussgefechte umso ansehnlicher. Das Zerstörungssystem kann ebenfalls optisch überzeugen, da Häuser realistisch in sich zusammenfallen, wenn sie von explosivem Geschoss wiederholt getroffen werden. Insgesamt gehört Battlefield V für mich deutlich zu den besten Shootern in Sachen Grafik.

DICE spielt mit den Muskeln und gibt Spielern was aufs Ohr

Wenn es um die Sound-Umsetzung geht, bleibt DICE für mich unerreicht. Mit Battlefield V haben die Entwickler einmal wieder bewiesen, wie toll sie die Akustik ihrer Spiele ausstatten können. Waffenschüsse klingen sehr wuchtig und differenziert. Explosionen wirken extrem brachial, ebenso sind die Soundeffekte der Fahrzeuge und Flugzeuge fantastisch umgesetzt. Das Sounddesign sucht seinesgleichen. Ich habe hauptsächlich mit Kopfhörern gespielt und die “3D-Audio”-Option genutzt, die mir das Geschehen mit einer tollen räumlichen Wirkung präsentiert hat. Wer ein gutes Soundsystem oder fähige Kopfhörer besitzt, wird vom Sound-Aspekt sicherlich ebenso begeistert sein. Der Soundtrack des Spiels ist dezent integriert, passt aber sehr gut zum grimmigen Kriegsgeschehen. Mir hat gefallen, dass die Figuren in den Kriegsgeschichten in ihrer Landessprache sprechen, das trägt gelungen zur Atmosphäre bei. Insgesamt hat DICE erneut Referenzmaterial erstellt, mit dem man bestens aus seinem neuen Soundsystem das Beste herausbekommt.

Wertung im Einzelnen
Story / Kriegsgeschichten
7
Gameplay
9.5
Inhalt und Umfang
8
Modi- und Map-Ausarbeitung
9
Grafik
9.5
Sound
10
Technische Umsetzung
7
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