Releasetermin: 26.01.2018

Medientyp: Blu-ray Disc, Download
Genre: Beat’em Up
Entwickler: Arc System Works
Herausgeber: Bandai Namco Entertainment

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Seit 1986 werden nun Spiele für die erfolgreiche Anime Serie „Dragon Ball Z“ auf den Markt gebracht. Das letzte und neuste Spiel hört auf den Namen „Dragon Ball FighterZ“ und wurde von Arc System Works entwickelt, die bereits für Titel wie u.a. für die Guilty Gear Reihe oder Persona 4 Arena bekannt sind. Dabei setzen die Entwickler dieses Mal wieder auf eine 2D/3D Ansicht, wie sie aus der damaligen gefeierten Budokai Serie für die Playstation 2 bekannt ist. Ob das Spiel mit seiner neu-alten Perspektive und der besonderen Optik Erfolg hat, klärt sich in diesem Test. 

Abwechslungsreiche Kämpfer & vielfältige Steuerung 

In Dragon Ball FighterZ sind insgesamt 24 Charaktere spielbar, von denen zu Beginn bereits 21 zur Verfügung stehen. Die restlichen 3 lassen sich im späteren Verlauf des Spiels separat freischalten. Dabei positiv aufgefallen ist, dass jeder Kämpfer über einen individuell abgestimmten Kampfstil verfügt, mit dem jeder Kampf anders verlaufen wird. Während Son Goku bekannte Techniken wie sein Kamehameha oder den Meteorschlag verwendet, nutzt beispielsweise Hit spezielle Teleportationsfähigkeiten, um seine Widersacher zu verwirren, Captain Ginyu befehligt im Kampf sein Sonderkommando oder Piccollo profitiert von seinem langen Arm, um Gegner an ihn ran zu ziehen.  

Aber nicht nur die Fähigkeiten machen die unterschiedliche Spielart eines Charakters aus, denn auch Faktoren wie Geschwindigkeiten sind ein spürbares Element im Spiel. Demnach erfüllen Kämpfer wie Teen Gohan, Hit oder Goku Black durch schnelle Angriffe ihren Zweck als auch C16 oder Nappa ihren Dienst durch ein langsames, aber schadensreiches Movement erweisen. So schafft es Arc System Works, dass jeder Charakter auf seine eigene Art und Weise einzigartig ist sowie von den anderen abweicht und das Ausprobieren und Trainieren nie langweilig wird.
Auch wenn euch im Hauptspiel nur eine geringe Anzahl an Kämpfern zur Verfügung steht, so sind bereits weitere als kostenpflichtiges DLC bestätigt, damit die Auswahl noch größer ausfällt. 

In Dragon Ball FighterZ stehen euch 24 Charaktere zur Verfügung. Einer unterschiedlicher als der andere.

Generell werden Kämpfe vorwiegend in 3vs3 Gefechten ausgetragen. Ihr könnt also euer Team aus den 24 Kämpfern nach eigenen Belieben zusammenstellen. Dabei darf allerdings nicht vergessen werden, dass einige Charaktere durch ihre Fähigkeiten anderen überlegen sind. Ein strategisches Vorgehen kann also bei der Auswahl des Teams von Vorteil sein, wenn man in den unterschiedlichen Modi als auch im Multiplayer erfolgreich sein möchte. Generell gilt jedoch, dass ein ordentliches Training benötigt wird, um die Besonderheiten aller Charaktere zu kennen und zu beherrschen. 

Teen Gohan setzt seinem Gegner mit seinen schnellen Angriffen stark zu.

Um euren Widersachern richtig zuzusetzen, haben sich die Macher von Dragon Ball FighterZ ein ausgiebiges Kampfsystem ausgedacht. Unterschieden wird in leichte, mittelschwere und schwere Angriffe als auch in KI Explosionen, Sprints, Griffe, Teamwechsel und die Spezialattacken, die natürlich in keinem Prügler fehlen dürfen. Jeder dieser Angriffe steht für eine Taste des Controllers, wobei auch Kombinationen von Tasten möglich sind. So könnt ihr beispielsweise durch das gleichzeitige Drücken von dem Dreieck und Kreis Button eine Teleportation auslösen, die euch hinter den Gegner befördert und diesem einen Stoß verpasst. Das ist allerdings noch nicht alles, denn mithilfe der sogenannten Vierteilkreisbewegung ↓→ oder ↓← und dem darauffolgenden Betätigen einer Taste können weitere Kombis oder kleinere Spezialattacken ausgeführt werden. Auch werden dadurch die großen Spezialangriffe aktiviert, die die Lebensleiste eures Gegners bei erfolgreichem Treffer schnell senken wird. 

Aber Vorsicht – bei der Kombination des Viertelkreises und einer Taste ist Timing gefragt. Wer beides gleichzeitig betätigt oder sich nach der Viertelkreisbewegung zu viel Zeit lässt, führt keinen Angriff aus und gibt dem Widersacher somit viel Raum für einen Gegenangriff. Nicht geübte Beat ‚em up Spieler sollten also gerade diese Kombinationen vorher im Übungsmodus gut trainieren, da Spezialattacken den Kampf entscheiden können.  

Mithilfe der Viertelkreisbewegung werden kleine und große Spezialattacken ausgeführt.

Die Spezial Manöver können jedoch nicht ohne Weiteres eingesetzt werden. Dafür wird das aus Dragon Ball bekannte KI benötigt. Am unteren Bildschirmrand wurde dafür eine KI Leiste eingeführt, die ihr mit Schlägen am Gegner, dem Einstecken von Schaden oder durch gleichzeitiges Betätigen der X und Viereck Taste auflädt.
Eine Leiste wird für kleinere Spezialangriffe oder der Teleportationsattacke verwendet. Möchtet ihr euren großen Spezialangriff ausführen, müsst ihr drei Leisten investierten. Im Spiel ist das Limit auf sieben Leisten beschränkt. 

Wenn man richtig gut ist, bekommt man mit einigen Charakteren durch schlaues Kombinieren der einzelnen Angriffe sogar eine Endlos-Kombo hin, die die gesamten HP des Gegenübers auf 0 senkt. Leider gibt es allerdings keinen Weg, um aus einer Endlos-Kombo zu entwichen. Hier hätte ich mir beispielsweise einen Teleport Skill gewünscht, den man für 1-2 KI Leisten einsetzen und so einer sehr langen Kombo entkommen könnte. 

Effektfeuerwerk gefällig? 

Durch die fortgeschrittene Technik der heutigen PC und Konsolengeneration werden den Entwicklern viel Raum für eine besondere Optik geboten. Dem haben sich die Macher von Dragon Ball FighterZ angenommen und dem Spiel eine noch nie dagewesene Dragon Ball Grafik verpasst, die sich sehen lässt. Der grafische Stil wird dabei so präsentiert, als sei das Spiel mit seinen Animationen direkt aus dem Anime entsprungen.
Die Spezialattacken fegen mit unzähligen Partikeln über das gesamte Schlachtfeld und erfüllen den Bildschirm zeitweise vollständig mit Explosionen oder Lichtstrahlen. Aktiviert ihr diese kurz bevor der Gegner besiegt ist, verpasst ihr diesem den Gnadenstoß und erzielt einen „Zerstörungsfinish“, der eine zusätzliche Animation hervorruft.
Ein „Dramatischer Finish“ dient im Spiel als Easter Egg und kann unter ganz bestimmten Umständen wie der Auswahl der Charaktere und der Karte aktiviert werden. Dadurch wird eine kurze Videosequenz ausgeführt, die die Todesszenen aus dem Anime widerspiegeln.
Diese Finisher und Spezialangriffe führen beim Anwender immer wieder zu einem gewissen „Wow“ Effekt und machen Lust auf weitere Action. 

Auch sogenannte Team Angriffe erzielen beim Spieler denselben Effekt. Mit diesen ist es möglich kleinere Spezialangriffe von allen Team Mitgliedern aneinanderzuketten und auf den Gegner niederzuschmettern. 

Abschließend möchte ich noch einmal das Gimmick erwähnen, mit dem es möglich ist euren Gegenspieler aus der Map zu befördern. Verpasst ihr eurem Widersacher mit einer schweren Attacke den Gnadenstoß, fliegt dieser je nach Map entweder gegen ein Gebäude oder Felsen. Im anderen Fall kann dadurch sogar zufällig einen dynamischen Kartenwechsel durchgeführt werden. 

Son Gohan auf Konfrontationskurs mit dem Felsen hinter ihm.

Die Macher haben sehr viel Fleiß in die Kämpfe gesteckt und beweisen hiermit, wie viel Abwechslung das Kampfsystem des Spiels beinhaltet. 

Technik und Perspektive 

An dieser Stelle wurde bereits alles Essentielle zum Kampfsystem erwähnt und ich möchte nun etwas auf die Technik und die besondere Perspektive des Spiels eingehen. 

Technisch gesehen spielt sich Dragon Ball FighterZ sauber und flüssig. Trotz der vielen bereits erwähnten Explosionen und Partikel konnte ich keine Framedrops auf meiner Playstation 4 Pro feststellen, weder in den Kampfszenen noch in den vielen Videosequenzen. Auch die bunte Grafik wirkt sich positiv auf das Anime Prügel Spiel aus und bringt dessen Stil gut rüber. Dies wird ebenfalls durch die neu-alte Perspektive verdeutlicht. Die Entwickler gehen hierbei wieder einen Schritt zurück und führen mit Dragon Ball FighterZ erneut die altbekannte 2D Ansicht ein, wie Fans sie aus den alten Budokai Spielen kennen. Mit der neuen Grafikpower ist dadurch allerdings wesentlich mehr auf dem Bildschirm zu sehen, was die Kämpfe sehr anschaubar macht und spektakulär wirken lässt. Außerdem wirkt das Movement der einzelnen Charaktere weniger animiert, sondern mehr gezeichnet, wodurch die Bewegungen denen aus dem Anime treu nachempfunden worden sind und Fans des Anime zum Mitfiebern anregen. 

Die Geschichte von C21 

Für Dragon Ball FighterZ wurde ein komplett neuer Charakter erschaffen, um den sich auch die eigenständige Handlung dreht. Dieser Charakter hört auf den Namen Cyborg-21 (C21) und übernimmt die Rolle des Antagonisten im Spiel. Demnach wird nicht erneut 1:1 die Dragon Ball Saga erzählt, was vielleicht einige Fans schon befürchtet hatten, sondern eine neue Story, welche extra für das Spiel geschrieben worden ist. Begonnen wird diese mit dem aus dem Anime bekannten Protagonisten Son Goku und seinen Freunden. Ein leicht verwirrter Son Goku findet sich in der Stadt auf der Erde wieder und trifft unmittelbar auf Bulma, die bereits über etwas Know-how der Geschehnisse auf dem Planeten verfügt. Hier kommt auch schon das erste Feature der Story zum Tragen, was erklärt, warum Goku ein verwirrtes Auftreten an den Tag legt und nicht spricht. Gott Beerus taucht mit seinem Begleiter Whis auf, der erklärt, dass seltsame Wellen umherstreifen, die die Fähigkeiten der Kämpfer einschränken und diese nur durch eine Verbindung mit einer Seele gesteuert werden können, um so ihre Kräfte wieder zu entfalten. Das heißt, dass die Kämpfer nicht mehr eigenständig kämpfen können und jemanden (den Spieler) benötigen, der sich mit ihnen verbindet und ihre Körper steuert. In Goku befindet sich also eine Seele, die ihn kontrolliert – seine eigene Persönlichkeit aber schlummert noch in seinem Körper. Zu Beginn kann nur der Spieler selbst Kontakt zu der Persönlichkeit der jeweiligen Person aufnehmen. Im späteren Verlauf des Spiels wird es aber eine Möglichkeit geben, sodass die Persönlichkeiten jedes Charakters wieder zum Vorschein kommen, aber die Kräfte dennoch nur durch die Seele verwendet werden können.
Dies soll ein wenig die vierte Wand durchbrechen, um dadurch das Spiel mit dem Spieler interagieren zu lassen. Es gibt dazu sogar einige Momente in der Story, bei denen der Spieler die Möglichkeit hat, zwischen 2 Dialogtexten auszuwählen, um so seine Meinung mit den Charakteren im Spiel zu äußern und diese auf Ideen zu bringen oder eure Erlebnisse in der Handlung mit ihnen zu teilen. 

C16 eine Reaktion auf seine Erklärung geben oder erstmal nachfragen wer er ist? Du hast die Wahl.

Die Interaktion funktioniert und bringt sich gut in das Spiel ein. Ich war stets interessiert, wie meine Partner auch auf die andere Auswahlmöglichkeit reagiert hätten und musste auch schon einmal länger darüber nachdenken, was ich denn am besten antworten sollte.
Neben den mysteriösen Wellen sind auch Klone bekannter Kämpfer überall auf der Welt verteilt, die es zu besiegen gilt. Was genau es mit den Klonen auf sich hat, möchte ich euch aber nicht vorwegnehmen. Das erfahrt ihr, sobald ihr die Geschichte des Anime Prüglers spielt. 

An diesem Punkt bin ich auf die wichtigen Eigenschaften der Handlung eingegangen und möchte nun etwas zu den zentralen Gameplay Elementen der Story beitragen. 

Da die Verbindung (eure Charaktere, die ihr in der Story spielt) im Laufe der Handlung gestärkt werden muss, wurde ein Levelsystem eingebaut, das hierbei wie gewohnt bei Level 0 pro Person startet. Werden Feinde auf der Karte besiegt, erhaltet ihr dafür Erfahrungspunkte, mit denen das Level eurer kämpfenden Charaktere gesteigert wird. Außerdem bekommt ihr für einen Sieg neue Eigenschaften, welche eure Gesundheit erhöhen, den Zeni Bonus steigern, das Level eurer Widersacher verringern und vieles mehr. Darin liegt dann auch der Schwierigkeitsgrad des Spiels. Pro Kapitel steigt natürlich auch die Stufe eurer Gegner. Seid ihr weit unter dieser Stufe, steckt ihr sehr viel Schaden ein und könnt eurem Gegenüber kaum etwas anhaben. Seid ihr mit euren 3 Team Mates gestorben, habt ihr die Möglichkeit andere Kameraden auszuwählen und den Kampf erneut zu beginnen.
Dieses System wirkt sich allerdings nur auf die Geschichte aus. Alle anderen Modi des Spiels kommen ohne ein Charakterlevel- bzw. Skillsystem daher. 

Die Story besteht hauptsächlich aus Kämpfen, die ihr gegen Bosse oder Klone bestreiten müsst, und Videosequenzen, die zum Handlungsverlauf beitragen aber sich leider eher wie Füllmaterial anfühlen. Um in der Geschichte voran zu kommen, bewegt ihr euren Charakter auf einer Karte fort, welche eher als ein Spielbrett fungiert, da ihr auf Knopfdruck von einer Station zur nächsten wechselt. Auf dieser Karte sind einzelne Positionen eingezeichnet, wo ihr gegen Klone antreten könnt. Am anderen Ende der Map werden ihr auf den Boss treffen. Es folgt ein Boss Kampf sowie eine Videosequenz. Daraufhin werdet ihr euch auf der nächsten Karte wiederfinden, um das gleiche noch einmal mitmachen zu dürfen. Es gibt also leider nicht viel zu tun in der Story. Ihr bewegt euch per Knopfdruck auf der Karte von Gegner zu Gegner, kämpft gegen den Boss am Ende, seht euch die Videosequenz an und startet das Ganze erneut. Im Storymodus gibt es mehrere Kapitel, bei denen pro Kapitel mehrere Karten spielbar sind. Ihr solltet also keine umfangreiche Handlung erwarten, bei denen ihr euch in einer offenen Welt bewegen könnt, Nebenquests abschließen könnt oder spektakuläre Boss Kämpfe mit Quicktime Events bestreitet. 

Die Karte im Story Modus dient eher als Spielbrett.

Habt ihr die Handlung mit Son Goku und seinen Freunden abgeschlossen, schaltet sich eine neue Storyline frei, die die Geschichte aus einer anderen Perspektive zeigt. Das Spiel fragt euch dabei „Was wäre, wenn ihr in einem anderen Körper unterwegs seid?“. Die Story verläuft also an der Stelle etwas anders, da ihr andere Entscheidungen treffen werdet, die das weitere Vorgehen beeinflussen und von dem vorherigen Handlungsstrang abweichen. Da die erste Geschichte jedoch am Ende noch Fragen offen lässt und ihr einen spielbaren Charakter erst am Ende der Gesamtstory freischalten könnt, macht es Sinn diese ebenfalls noch mitzunehmen. Insgesamt gibt es 3 unterschiedliche Storylines, welche jede Lücken schließen und alle Fragen beantworten. Bis auf die etwas anders ablaufende Geschichte gibt es im Gameplay aber keinerlei Unterschiede. Hartgesonnene Spieler haben am Ende der 3 Handlungsstränge sogar die Möglichkeit jede Story noch einmal auf schwer durchzuspielen. Dabei sind die Gegnerlevel noch einmal angehoben worden, wodurch die Kämpfe etwas schwerer werden. 

Leider besitzt der Storymodus durch das träge Kartensystem keinen besonders hohen Wiederspielwert.      

Die Tätigkeiten neben der Story 

In der sogenannten Lobby startet ihr das Spiel. Das ist eine Art Mini Map, in der ihr mit eurem Charakter umherläuft und auf die unterschiedlichen Modi zugreift. Von hier aus wird ebenfalls der oben erwähnte Storymodus begonnen. Wem das Laufen zu viel wird, kann sich auch die Teleport Funktion zu Nutze machen und sich zu dem zuständigen NPC des jeweiligen Modus beamen. Spielt ihr das Spiel ohne Internet Verbindung, startet ihr alleine in der Offline Lobby. Verfügt ihr jedoch über eine laufende Verbindung zum Internet, muss zu Beginn der Server ausgewählt und eine Lobby ausgesucht werden, in der noch ein Plätzchen für euch frei ist. Daraufhin werdet ihr mit eurem Charakter in der Lobby platziert und könnt von dort aus wieder auf alle verfügbaren Modi zugreifen. Dieses Mal sind auch alle anderen Spieler sichtbar, die sich neben euch in der Lobby aufhalten, und es ist sogar möglich mit diesen zu interagieren. 

Anstatt einem klassichen Menü, wurde die Lobby ins Leben gerufen, in der ihr auf alle Spielmodi zugreift.

Zunächst würde ich gerne auf den Markt eingehen, der ebenfalls in der Lobby zu finden ist. Dort steht ein NPC, der euch Lootboxen verkaufen möchte. Viele, die jetzt kurz erschrecken, können aber wieder beruhigt ausatmen, denn die Lootboxen sind einerseits mit der Ingame Währung namens Zeni käuflich, die ihr durch Kämpfe verdienen könnt, und andererseits nur von kosmetischer Herkunft. Es wird also kein Pay2Win System anfallen, was sich negativ auf den Spielspaß auswirken könnte. Aus den Kapseln erhaltet ihr zufällig besondere Items wie neue Designs für euren Lobby Charakter, neue Gesten und Sprüche oder weitere Farben für eure Kämpfer. Die Sprüche werden mit einem Bild aus dem Anime belegt und können beliebig oft auf der Karte verwendet werden. Andere Spieler sehen euer Anliegen und können bei Bedarf darauf reagieren.
Das System rund um die Interaktion fügt sich gut in das Spiel ein und kann mit Hilfe der Kombination aus interessanten Bildern und Sprüchen zu lustigen Konversationen führen. Da die Lootboxen nur zur Optik und Interaktion mit anderen Spielern dienen, habe ich mich im gesamten Spielverlauf nie benachteiligt gefühlt. Leider profitieren offline Spieler weitgehend nicht von den Interaktionsinhalten der Lootboxen, da auch kein NPC mit euch auf diese Weise kommunizieren wird. 

Der Übungsmodus ist ebenfalls von der Lobby aus anwählbar und bietet Tutorials sowie einige Kombo Herausforderungen, bei denen ihr vorgegebene Kombis in einer schnellen Abfolge bewältigen müsst. Bei erfolgreichem Beenden dieser Herausforderungen werden euch ein wenig Zeni auf eurem Konto gutgeschrieben, mit denen ihr euer Glück beim Händler herausfordern könnt. Natürlich können auch Kombis mit einem Wunschcharakter trainiert werden. Unendlich viel HP, unbegrenzte KI und ein nicht reagierender Gegner NPC? Kein Problem, denn ihr könnt hier alles so einstellen, wie es eurem Training beliebt und dadurch alles in Ruhe ausprobieren. 

Neben dem Story- und Übungsmodus ist auch ein Arcademodus implementiert worden, der euch eine Reihe von Kämpfen bewältigen lässt und am Ende mit Zeni belohnt. Je besser ihr in den einzelnen Kämpfen abschneidet, umso höher wird euer Gesamtrang und desto stärkere Gegner werdet ihr erhalten. Ist eine Arcade abgeschlossen, könnt ihr die gleiche nach Bedarf nochmal auf dem Schwierigkeitsgrad „schwer“ durchspielen. 

Der Arcademodus bietet eine Reihe von Kämpfen an.

Verständlicherweise fehlt auch der Versus Modus nicht im Spiel. Dort habt ihr die Möglichkeit gegen den NPC oder einen anderen Spieler in Matches anzutreten. Die Stärke des NPC Gegners kann beliebig eingestellt werden.
Außerdem wurde hier auch der Turniermodus integriert. Wer möchte kann also dementsprechend an einem Turnier antreten und sich bis an die Spitze hochkämpfen. Bedauerlicherweise werden für den Turniersieger keine Zeni verteilt.  

Im „Lokalen Kampf“ kann nach Belieben ein Turnier gestartet werden, für dessen erfolgreicher Abschluss leider keine Belohnungen vergeben werden.

Da hier der zentrale Zugriffsort des Spiels platziert ist, wird auch hier die Online Komponente gestartet. Welche Verfahren es dabei genau gibt wird weiter unten im Punkt „Multiplayer“ erläutert. 

Für ein Beat ‚em up wurde hier versucht einige Modi zu platzieren, um auch den Singleplayer Spaß zu erhalten. Leider glückt dies Arc System Works nur bedingt, da die verschiedenen Modi im Kern lediglich das bereits bekannte Kampfsystem wiedergeben und aus Sicht des Gameplays nichts Neues geboten wird. 

Multiplayer 

Dragon Ball FighterZ verfügt über einen offline sowohl einen online Multiplayer. Offline ist es ganz einfach möglich, mit einem Partner über einen zusätzlich angeschlossenen Controller zusammen zu spielen. Beim NPC für den lokalen Kampf kann ein zweiter Controller dem Gegenüber zugewiesen werden, um so gegeneinander Kämpfe auszufechten. 

Der online Part ist da schon etwas umfangreicher gestaltet. Ihr könnt am „Weltkampf“ teilnehmen und dort entscheiden, ob ihr einfach nur ein schnelles Spiel gegen einen zufälligen Gegner machen oder ein Ranglisten Match austragen möchtet. Die Statistiken werden gespeichert und eurem Gegner vor Beginn des Kampfes angezeigt.
Neben dem „Weltkampf“ ist es auch möglich, den sogenannten „Ringkampf“ zu bestreiten. Dort wird gegen andere Spieler aus der gleichen Lobby angetreten oder bei Bedarf den Kämpfen zugesehen. Mithilfe des Kommunikationsfeatures könnt ihr andere auf euch aufmerksam machen.
Wird der R2 Button in der Lobby betätigt, wird einen Raum gestartet, bei dem eigene Einstellungen für den Ringkampf konfiguriert werden können. Es kann eingestellt werden, ob unter anderem euer Raum ein Passwort enthalten soll oder ihr einen Gruppenkampf ausüben möchtet, bei dem mehrere Spieler im Ring stehen. Um schneller Kämpfe finden zu können, stellt ihr eurer Team vorher in der Lobby zusammen, das bei der Gegnersuche ausgewählt wird. Dieses Team kann nach Belieben wieder neu angepasst werden. 

Der Multiplayer gestaltet sich interessant und bringt Abwechslung mit sich. Wer eine Herausforderung sucht und sich in einer Rangliste nach oben kämpfen möchte, ist hier gut aufgehoben. 

Wertung im Einzelnen
Story
7,5
Gameplay
9,5
Inhalt und Umfang
8
Grafik und Performance
9
Sound
8
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