Synology, einer der führenden Hersteller von NAS Systemen, hat uns freundlicherweise die DiskStation DS420j zur Verfügung gestellt. Wir haben das Gerät auf Herz und Nieren getestet und bringen Euch im Folgenden die Features und Performance-Messwerte näher.

 Synology DS420j
Prozessor:Realtek RTD1296
ARMv8
1,40 GHz, 4 Kern(e), 4 Thread(s)
RAM:1.024 MB
Festplatteneinschübe:4
HDD-Format:2,5" und 3,5"
RAID-Level:Einzellaufwerk, JBOD, RAID 0, RAID 1
RAID 5, RAID 5 + Hot Spare, RAID 6, RAID 10
Ports:1 × 1 GBit LAN
2 × USB 3.0
Verschlüsselung:AES-256 (ordner- und laufwerksbasiert)
Lüfter:2 × 80×80×25 mm
Netzteil:90 Watt (extern)
Maße:184,0 × 168,0 × 230,0 mm
Leergewicht:2,21 kg
Preis:292,89€

Klassisches Design mit praktischen Eigenschaften

Das Design der DS420j ist mit seinen Maßen von 184,0 × 168,0 × 230,0 mm ein durchaus kompaktes 4-Bay NAS. Es besteht überwiegend aus mattschwarzem Aluminium mit einigen Hochglanz Kunststoff Elementen. An der Front sind sechs Status LEDs angebracht. Zwei davon zeigen den aktuellen Betriebszustand des Systems an (Status und LAN) und die anderen vier geben Auskunft über die installierten HDDs bzw. SSDs. Alle LEDs lassen sich auf Wunsch im Betriebssystem ausschalten oder dimmen, falls einem die Lichter zu stark sind. Zudem befindet sich zentral positioniert der Power-Schalter. Auf beiden Seiten des Geräts sind ausgeschnittene Synology Schriftzüge vorhanden, die nicht nur optische Akzente setzen, sondern zusätzlich für besseren Luftdurchfluss sorgen. Apropos Luftdurchfluss, auf der Rückseite sind zwei 80 x 80 x 25 mm große Lüfter verbaut, die zuständig für die Kühlung der internen Komponenten sind. Wir haben in unserem Test die vorinstallierten Lüfter nicht ausgetauscht, da wir möglichst den original Zustand für die Lautstärkenmessung beibehalten wollten. Wem allerdings danach ist, der kann mit wenigen Handgriffen andere baugleiche Lüfter verwenden. Mit zwei USB 3.0 und einem 1 GBit LAN-Anschluss verfügt der DS420j über ausreichend Stäckplätze für die meisten Nutzer.

Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme des NAS Systems ist schnell und mühelos erledigt. Das Installieren der HDDs bzw. SSDs ist dank der vier großen Schrauben auf der Rückseite des Gehäuses extrem clever gelöst. Diese lassen sich nämlich ohne Werkzeuge von Hand auf- und zudrehen. Nachdem man das Gehäuse hinten geöffnet hat, lassen sich die Festplatten in die Kunstoff-Trays einschrauben. Kompatibel sind grundsätzlich 3.5 und 2.5 Zoll Festplatten. Allerdings sollte man für ideale Vorraussetzungen nur Datenträger verwenden, die bereits von Synology offiziell getestet wurden. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man unbedingt darauf achten sollte spezielle NAS-Festplatten wie z.B. die Seagate IronWolf zu verbauen, da diese darauf ausgelegt sind unter Dauerbelastung zu funktionieren. So erspart man sich frustrierende Datenverlusste und ständig defekte Festplatten.
Nachdem man die Festplatten verbaut hat, muss nur noch eine LAN-Verbindung zum Router hergestellt werden und schon kann die Software Einrichtung beginnen. Hierzu ruft man im Internet-Browser den Web Assistenten unter: find.synology.com auf und folgt den Schritten auf dem Bildschirm. In der Standard-Einstellung werden Apps wie: XYZ vorinstalliert. Eine manuelle Installation ist natürlich auch möglich, falls man einige der vorgewählten Tools nicht nutzen möchte.

Features und Performance

Wir haben im DS420j zwei Seagate IronWolf Festplatten mit jeweils 4TB Speicherkapazität in unserem Test verwendet. Zudem verfügen wir über eine Netzanbindung bei der Telekom mit 50Mbit im Upstream und 20Mbit im Downstream. Folgende Messwerte konnten wir dabei ermitteln:

 Write Read
LAN Speed:95 MB/s108 MB/s
WLAN Speed:40 MB/s55 MB/s
Backup über USB 3.0:110 MB/s112 MB/s

Die gängigsten Dateitransfer Möglichkeiten haben wir mehrmals getestet und davon den Durchschnitt ermittelt, um so möglichst genaue Messwerte in unserem Testszenario zu erhalten.

Wie man sehen kann liefert der DS420j gute bis sehr gute Transferraten im Vergleich zu anderen 4-Bay NAS Modellen in dem Preissegment.

Exzellentes Betriebssystem mit vielen tollen Apps

Es wäre ein leichtes NAS Systeme nur anhand der Übertragungszahlen zu bewerten. Doch mindestens genauso wichtig ist die dazugehörige Software bzw. das Betriebssystem und natürlich die Anwendungen. In diesem Bereich kann der DS420j ganz besonders glänzen. Alle hauseigenen Apps sind intuitiv gestaltet und im Grunde ohne Hilfestellung nutzbar. Dennoch bietet Synologys Help-Center für jede Anwendung ausführliche Dokumentationen, falls man doch die ein oder andere Funktion genauer erläutert haben möchte. Die langjährige Erfahrung macht sich im gesamten System bemerkbar, welches zur Zeit die Versionsnummer 6.2 trägt.

Schon bei der Einrichtung geht es damit los eine QuickConnect-ID festzulegen, mit der man im Anschluss weltweit auf das System zugreifen kann. Keine zwei Minuten dauert dieser Vorgang. Das mag zwar ein banaler Aspekt sein, da sich natürlich auch andere NAS Systeme weltweit abrufen lassen. Mir persönlich gefällt es allerdings deutlich besser, wenn man sich nicht in unzählige Menüpunkte durchwühlen muss, um eine solch grundlegende Einstellung vorzunehmen. Andere Hersteller sind da wesentlich komplizierter und dadurch zeitlastiger.

DS file – Robuster Dateimanager
Um jegliche Arten von Dateien zu koordinieren ist ein sehr guter Dateimanager absolut Pflicht. Und das liefert auch die Synology App DS file. Sie enthält alle wichtigen Funktionen wie Kopieren, Ausschneiden, Einfügen, Löschen, Extrahieren, Mehrfachauswahl und noch vieles mehr. Die Bedienung der App ist simpel gehalten und das Design wirkt nicht überladen, sodass man sich schnell zurechtfindet. Auch das automatische einloggen nach erstmaliger Eingabe der QuickConnect-ID und des Passworts funktioniert hervorragend. Wirklich toll ist auch, dass man Dateien direkt auf den internen Speicher des Smartphones herunterladen kann. Dies kann vor allem auf Reisen sehr praktisch sein, wenn man ohne Internet-Verbindung Filme, Serien, Familienvideos oder Musik anschauen bzw. hören möchte. Schön wäre es zwar, wenn die App noch einen Dark-Mode beinhalten würde, aber das ist Kritik auf sehr hohem Niveau. Alles in allem gibt es von der Funktionsweise und der Handhabung nichts zu bemängeln.

Toller support für Third-Party Apps

Natürlich werden viele Nutzer nicht nur die Apps von Synology nutzen. Empfehlenswert sind unter anderem Plex oder JDownloader. Plex ist bereits seit vielen Jahren bekannt dafür die eigene digitale Filmbibliothek mit Filmplakaten und Beschreibungen optisch schöner auf dem Endgerät darzustellen. Wirklich toll dabei ist, dass Plex auf der PS4, Apple TV, Smart-TVs und vielen weiteren Endgeräten verfügbar ist. Zudem übernimmt Plex die Filmbewertungen von Rotten Tomatos oder IMDB, je nachdem was einem mehr zusagt. So lassen sich alle Filme und Serien später nach Bewertungen sortieren, was schon ziemlich praktisch sein kann. Eine Übersicht der verschiedenen Thier-Party Apps findest Du hier!

Wertung im Einzelnen
Design
Handhabung
Ausstattung
Geschwindigkeit
Preis-Leistung
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fenomeno0chris
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