Der Begriff „Cloud“ (engl. Wolke) ist in der heutigen Zeit allgegenwertig. Selbst im deutschen Duden wird der Begriff ganz selbstverständlich aufgeführt. Grundsätzlich ist uns die Funktionsweise ja bewusst: Mit wenigen Einstellungen können Smartphone Backups, ganze Fotosammlungen oder Dokumente jeglicher Art in die Cloud übertragen und jederzeit abgerufen werden. Doch was genau verbirgt sich hinter der Cloud eigentlich? Werden die Daten tatsächlich in eine Wolke abgelegt, sodass man sie bei Bedarf herunterladen kann?
Wir klären auf!

Wo werden meine Cloud-Daten abgespeichert?

Natürlich handelt es sich bei der von uns thematisierten Cloud nicht um eine Wolke. Vielmehr sollte man eine Cloud als riesengroßes Rechenzentrum betrachten, in dem sich unzählige Server befinden, die unsere Daten abspeichern. Jeder große Konzern (Amazon, Apple, Google, Microsoft…) bietet einen solchen Cloud-Dienst an und überall gibt es einen kostenlosen Einstieg. Dabei erhält man als Nutzer meist um die 5-15GB Speichervolumen je nach Anbieter. Wer nur Dokumente mit geringer Dateigröße erstellt, dem dürften die kostenlosen Tarife genügen. Doch wer mehrere Bilder, Videos oder gar Photoshop Dateien absichern möchte, der wird schnell feststellen, dass die 15GB im Nu aufgebraucht sind.

Doch was heißt das nun für mich als Verbraucher?

Nun, man sollte sich zunächst hinterfragen, ob man keine Einwände dagegen hat seine eigenen Daten auf externen Servern abzuspeichern, die von einen der oben genannten Konzerne geführt wird. Gerade bei diesem Thema gibt es wahrscheinlich die größte Meinungsverschiedenheit. Während die eine Hälfte davon völlig unbeeindruckt ist, schwören andere darauf sich komplett von den Big-Playern (Google, Microsoft & Co.) zu distanzieren. Wem es komplett egal ist, der sollte dann wie schon bereits oben beschrieben, überprüfen ob 15GB ausreichend sind. Denn für mehr Speichervolumen wird monatlich zur Kasse gebeten.

Ein eigenes NAS System ist auf den ersten Blick natürlich nicht sonderlich erschwinglich. Doch im Vergleich zu den Cloud-Anbietern werden die Daten nicht extern abgespeichert und man hat alleiniges Zugriffsrecht. Darüber hinaus kann ein NAS System besonders bei gewaltigen Datenmengen punkten. Denn viele Cloud-Anbieter haben ein Speicher Limit und verlangen teilweise überzogene Preise, sodass sich langfristig betrachtet ein NAS oftmals mehr rentiert.

AmazonApple iCloudGoogle DriveMicrosoft OneDrive
5GB (Free)5GB (Free)15GB (Free)5GB (Free)
50GB (0,99€ / Monat)50GB (2€ / Monat)
100GB (19,99€ / Jahr)100GB (1,99€ / Monat)
200GB (2,99€ / Monat)
1TB (99,99€ / Jahr)1TB (9,99€ / Monat)1TB (69€ / Jahr)
2TB (9,99€ / Monat)
5TB (99€ / Jahr)
10TB (99,99€ / Monat)
20TB (199,99€ / Monat)
30TB (299,99€ / Monat)

Wann genau macht es Sinn ein NAS System zu kaufen, anstelle eines Cloud-Dienstes?

Als Beispiel gehen wir einfach mal davon aus, dass 2TB an Speicherkapazität benötigt wird. Bei Apple wird für 2TB iCloud Speicher 9,99€ monatlich verlangt – das macht 119,88€ jährlich (12 x 9,99€). Das DS218J NAS von Synology mit ebenfalls 2TB Speicher kostet bei Amazon aktuell 329,80€. Somit wäre es bereits nach etwas mehr als zweieinhalb Jahren (329,80€ / 119,88€ = 2,75) wirtschaftlich betrachtet sinnvoller ein NAS zu erwerben. Der Vorteil eines NAS Systems liegt klar auf der Hand. Es ist nur am Anfang einmal nötig Geld zu investieren, während für Cloud-Dienste monatlich oder jährlich bezahlt werden muss.

Rechenbeispiel 2TB Speichervolumen Cloud vs. NAS (5Jahre)
iCloud: 5 Jahre x 119,88€ = 599,4€
DS218J: 5 Jahre = 329,80€

Natürlich bietet ein NAS System noch viele weitere Vorteile gegenüber Cloud-Diensten. Denn im Grunde ist ein NAS nichts anderes als ein Computer, der neben Datensicherungen auch komplexere Aufgaben bewerkstelligen kann. Ich für meinen Teil, nutze mein NAS nahezu täglich dazu Filme und Serien über mein Smartphone bzw. Fernseher zu streamen. Darüber hinaus erstellt mein NAS jede Woche eine Sicherung meines PCs und der Website, sodass ich immer doppelt abgesichert bin, falls etwas abschmieren sollte. Eine tolle Übersicht der Möglichkeiten findet man im Synology App-Store. Hier wird am besten aufgezeigt, wozu ein NAS-System im Stande ist.

Bildquelle: Rechenzentrum

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