Sport in VR – #SelfieTennis und Cloudlands: VR Minigolf für HTC Vive im Test

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Das Sport-Genre gehört zu meinen Lieblings-Kategorien der Videospiele. Sei es eine spannende Runde FIFA mit Kollegen, Körbe werfen in NBA 2K oder eine entspannte Runde Golf in PGA Tour – ich kann mit fast jeder Sportart auf Konsolen und PC etwas anfangen. Auch wenn das virtuell Präsentierte heutzutage wirklich gut das Spektakel jedes Sports einfangen kann, hat das Spielen, gemütlich auf der Couch, mit den eigentlichen Anstrengungen und Leistungen der Vorlagen wenig zu tun. Mit Motion Controllern wurde bereits in der Vergangenheit ein Schritt in Richtung Realismus gegangen. Obwohl Wii Sports beispielsweise keine realistische Darstellungen vorzuweisen hat, sind Spieler per Bewegungssteuerung mehr involviert. Auf der PS3 gehört Sports Champions und sein Nachfolger zu meinen Lieblingsspielen mit PS Move Controllern. Disk-Golf, Tischtennis und Volleyball machen den Sporttitel zum großen Spaß, der uns im weitesten Sinne an den verschiedenen Sportarten teilhaben lässt. Es ist ein tolles Gefühl, wenn der Move Controller zum Tischtennisschläger mutiert und uns die Schläge per eigener Bewegung ausführen lässt.
Nun ist Virtual Reality endlich für Konsumenten auf dem Markt und bringt großes Potential mit, Sportspiele noch beeindruckender zu präsentieren. Bewegungscontroller sind im Falle des HTC Vive noch präziser im Tracking, zudem sind wir per Headset mitten im Geschehen. Ich habe mir zwei Titel für den Vive angesehen, die virtuellen Sport so realistisch wie nie zuvor gestalten. Cloudlands: VR Minigolf und #SelfieTennis sind seit dem Launch des Vive erhältlich und machen deutlich, wie sehr das Genre von der virtuellen Realität profitieren kann.

#SelfieTennis VR

 

#SelfieTennis

Fangen wir an mit #SelfieTennis. Hier kommt ein cleveres Konzept zum Einsatz, das der Titel des Spiels bereits andeutet: Wir spielen mit uns selbst. In First-Person-Sicht stehen wir auf dem Tennis-Platz, schlagen den Ball rüber – werden anschließend auf die gegenüberliegende Seite teleportiert und können so unseren Schlag erwidern. Die Idee ist simpel und schnell erklärt, und im Grunde genommen ist das auch schon alles, was #SelfieTennis zu bieten hat. Warum also solltet ihr als Vive-Besitzer 20€ ausgeben, um euch Schlag für Schlag den Ball zuzuspielen? Weil es sich fantastisch anfühlt! Hier sorgen die Stärken von VR dafür, dass ein läppisches Konzept riesigen Spaß macht. Das fängt an mit dem Umstand, das gesamte Feld im Blick zu haben und hinsehen zu können, wohin wir wollen. Kein hässliches Interface ist von Nöten, denn neben dem Feld präsentiert eine Anzeigetafel den aktuellen Highscore. Zudem hilft die räumliche Darstellung innerhalb der virtuellen Welt unglaublich, um die Position und die Flugkurve des Balls einschätzen zu können. Auf einem zweidimensionalen Bildschirm kann dies einfach nicht so präzise dargestellt werden, was hier unmittelbar für mehr Kontrolle beim Spielen sorgt. Weiter geht es mit dem Gefühl, einen echten Tennisschläger in der Hand zu halten. Ein Motion-Controller der Vive wird zum Schläger, während der Trigger heruntergedrückt wird. In der anderen Hand steuert der Controller einen Ball, den wir jederzeit aufploppen lassen können. Keinerlei Erklärung ist nötig, denn wirklich jeder versteht sofort: Schläger muss Ball treffen. Wie stark und in welchem Winkel Spieler dabei zuschlagen, ist reine Gewöhnungssache. Für Kinder liegt alternativ die Möglichkeit vor, Bälle leichter zu machen, sodass sie nicht allzu fest zuschlagen müssen. Die Controller liegen wunderbar in der Hand und liefern mit dem haptischen Feedback eine der größten Immersionsgründe ab. Trifft der Schläger auf den Ball, wird dies beim Schwingen und beim Kontakt durch eine kurze Vibration signalisiert. Ich bin generell Fan des haptischen Feedbacks, das Valve und HTC in die Controller integriert haben und finde, dass die Entwickler von VRUnicorns diese Funktion super für sich genutzt haben. Ich habe keinen Controller, sondern wirklich einen Tennisschläger in der Hand – jedenfalls gaukeln Spiel und Hardware dies stellenweise meinem Gehirn vor. Es fühlt sich natürlich an, womit die halbe Miete bereits getan ist. Es mag eine kurze Zeit dauern, bis Spieler sich an die Schlagbewegung und wie angesprochen auch die Intensität des Schlags gewöhnen, doch schnell folgt einem Ballwechsel dem nächsten.

#SelfieTennis VR

 

Da die Entwickler wohl der Meinung waren, dass es langweilig sei, gegen einen KI-Gegner zu spielen, schlüpfen wir stattdessen in die Schuhe beider Spieler. Die eingangs erwähnte Teleportationsmechanik funktioniert einwandfrei: Nach einem erfolgreichen Schlag über das Netz wird das Bild für einen ganz kurzen Moment schwarz, im nächsten stehen wir auf der anderen Seite und sehen dem mal fliegenden, mal aufdotzenden Ball entgegen. Trotz Teleportation verlieren Spieler nicht den Überblick und haben reichlich Zeit, den nächsten Schlag zu planen – Vorhand, Rückhand, oder doch von oben? Noch weniger haben wir mit Motion Sickness zu kämpfen. Das Tracking erfolgt 1 zu 1 und sorgt in Zusammenarbeit mit dem Aufblinken von Schwärze vor dem Teleportieren, dass Spieler zu keinem Zeitpunkt mit Unwohlsein zu kämpfen haben – solange die Framerate zumindest stabil bleibt. Die Room-Scaling-Funktion des HTC Vive kommt zum Zuge und so können wir uns einige Schritte in alle Richtungen bewegen. Da wohl aber die wenigsten Spieler die Größe einer Tennisplatz-Hälfte zum Spielen frei haben, werden wir zu einem Punkt auf dem Feld teleportiert, von dem ein Rückschlag möglich sein dürfte. Hier liegt die einzige Schwäche im Spielgeschehen, die ich #SelfieTennis vorzuwerfen habe. Realisiert man erst einmal, dass zum erfolgreichen Return kaum Bewegung notwendig ist, verliert der Ablauf ein wenig an Faszination. Schlägt man den Ball kontrolliert und präzise von unten nach oben, fast schon wie beim Federball, ist es meist ein leichtes, den Ball ebenso präzise aus dem Stand zurückzuschlagen. Anfangs gab ich mich sportlich, ging auf den Ball wartend in die Hocke, schlug energisch und flach zu und sprintete innerhalb meines Zimmers in meiner rund 3,8m x 1,8m großen Spielfläche herum. Da wir aber immer zum bestmöglichen Ort für einen Return gebeamt werden, sind sämtliche Anstrengungen quasi für die Katz. Wer einmal Tennis gespielt hat, weiß wie verausgabend es sein kann, in Position zu rennen. Aufgrund von räumlichen (und wohl noch auch technischen) Restriktionen aber ist eine solche Umsetzung mit vollständigem Halbfeld als Spielraum wohl kaum möglich. Gelegentlich tue ich zwar gern so, als müsse ich mich panisch von einer Stelle zur nächsten bewegen, doch entstanden all meine Bestwerte aus ruhigen, kontrollierten Ballwechseln. Die Faszination über die realistische Darstellung vom Treffen eines Balls bleibt jedoch bestehen und so habe ich großen Spaß daran, hin und wieder eine Session mit #SelfieTennis anzufangen. Die Highscore-Jagd macht süchtig und so bin ich mit meinem derzeitigen Rang an der Spitze weltweit wahrlich zufrieden! Und das mit gefühlt mikrigen 82 Ballwechseln. Zum wirklichen Sport aber fehlen einige Parallelen, was aufgrund von Platzproblemen allerdings nur allzu verständlich ist.

In folgendem Video vom Kanal „VR Dev School“ seht ihr fast 40 Minuten Material zum Spiel, das euch einen guten Eindruck über den Inhalt und die Funktionen geben sollte.


Doch wer sagt eigentlich, dass #SelfieTennis den Sport seriöse und möglichst realistisch herüberbringen möchte? Der Titel präsentiert sich in einem ulkigen Gewand, das zuerst durch seltsame Wesen abseits des Feldes deutlich wird. Verrückte Viecher mit Tennisball-Köpfen schauen uns an, jubeln uns zu – ein echt irrer Anblick! Wer mag, kann die Kreaturen mit Bällen zu treffen versuchen, woraufhin sie mit lustigen Ragdoll-Effekten zu Boden gehen. Fallen sie gar von der Platform, steigt zudem ein Herz am Ort des Sturzes empor, das Spieler ebenfalls zu treffen versuchen können. Dadurch ergibt sich quasi ein alternativer Spielmodus, denn das Zielen auf sich bewegende Objekte spielt sich durchaus anders als das simple Hin und Her auf dem Feld. Ebenfalls wahnsinnig spaßig, so bescheuert es auch klingt: Die komischen Wesen mit dem Schläger abzuwerfen oder den Schläger so fest auf den Hartplatz zu schleudern, dass er mehrere Meter hoch abschleudert. So intuitiv sich das Geschehen gestaltet, so amüsant sind solche Blödeleien nun einmal. Abgerundet wird der Inhalt durch einen Selfie-Stick, der per Grip-Knopf aufploppt. Durch diese Kamera an einer Stange sehen wir, was für ein Wesen wir darstellen sollen – ein VR-Einhorn. Per Selfie-Stick lässt sich ein kurzer Clip einfangen, der anschließend auf Twitter geteilt werden kann. Eine nette Spielerei, die nach zwei Minuten aber auch schon ihren Zweck erfüllt hat. Was dabei herauskommen kann, seht ihr hier:

#SelfieTennis VR

 

Mit lediglich einer Umgebung und quasi zwei verschiedenen Spielmodi ist der Umfang von #SelfieTennis nicht sonderlich hoch – sogar ist nur ein Song enthalten, der nach einer Weile in Dauerschleife gehörig auf die Nerven gehen kann. Dazu gesellt sich die Tatsache, dass durch die Teleportationsmechanik kaum Bewegung von Nöten ist, um erfolgreich zu spielen. Die geforderten 20€ mögen also etwas viel für das Gebotene sein, doch dürfen wir nicht vergessen: #SelfieTennis macht einfach riesigen Spaß. Ich genieße das Spiel insbesondere für schnelle Runden zwischendurch und grinse jedes einzelne Mal, wenn das haptische Feedback und das fehlerfreie Tracking der Hardware mir glaubhaft verkaufen, dass ich da eben tatsächlich einen Ball geschlagen habe. Ein verrücktes Gefühl, dass für viele Sportbegeisterte durchaus 20€ wert sein dürfte. Die Entwickler von #SelfieTennis versprechen zudem, in Zukunft weiteren Inhalt abzuliefern. Neben Musik-Bällen sind weitere Spielereien in Form von einem Ball-Editor, einem musizierendem Magie-Controller, einem Entspannungs- und gar einem #DoubleTennis-Modus geplant. Selbst Steam Workshop-Unterstützung sei möglich, was durch Community-Inhalte für jede Menge Potential sorgen könnte.

Auf Steam kaufen – 19,99€

 

 

Cloudlands: VR Minigolf

Mingolf ist zwar nicht für seine anstrengenden Abläufe bekannt, doch genießt das Geschicklichkeitsspiel durchaus einen Ruf als Präzisionssport. Mit Übung lässt sich die eigene Leistung verbessern und wer sich nicht konzentriert, vergeigt regelmäßig einfache Bälle. Cloudlands: VR Minigolf bringt den Kultsport nun in die virtuelle Realität und zeigt, dass durch genaues Tracking und starke Implementierung auch Präzisionssport gelungen auf den Vive gebracht werden kann.

Cloudlands VR

Cloudlands präsentiert sich von der ersten Sekunde an charmant und kreativ. Statt ödem Auswahl-Menü bietet sich Spielern ein interaktives Interface. Wir betreten das Spiel, indem wir den Ball in die offene Tür mit Schriftzug „Play“ mit einem Controller als Schläger putten. Nun steht die Wahl des Modus an. Derzeit ist sowohl die Möglichkeit für Solospieler als auch eine Variante für lokale Mehrspielerpartien gegeben. Während Spieler im Solo-Durchgang alleine unterwegs sind, wechseln sich beim Mehrspielermodus mehrere Spieler nach jedem gespielten Loch mit Headset und Controllern ab. Anschließend wird gewählt, in welchem Umfang gespielt werden soll. Zurzeit sind 18 abwechslungsreiche Bahnen implementiert. Entweder wird der gesamte Kurs gespielt, oder werden neun zufällige Löcher für schnellere Runden gewählt.

Die Bahnen sind fantastisch gestaltet. Es fängt recht simpel und vor allem einfach gestrickt an, doch werden sie Runde für Runde komplexer und zunehmend vielschichtig. Die Entwickler von Futuretown haben sich dabei nicht an langweilige Realismus-Spielfelder gehalten, sondern ihrer Kreativität freien Lauf gelassen und absolut verrückte Bahnen erschaffen. Erfordern manche Bahnen nur zwei Schläge für eine Par-Bewertung, gibt es gar Löcher mit 48-Schläge-Durchschnitt. Obwohl mir die ein oder andere Bahn persönlich nicht gefällt, sind alle Anlagen clever gestaltet. Hindernisse – fixierte und sich bewegende – sowie teils freie Banden sorgen für eine knackige Herausforderung. Futuretown hat sich Gedanken über die verschiedenen Körpergrößen seiner Spieler gemacht und in Folge dessen unterschiedlich lange Schläger implementiert. Mit rund 1,90m Größe wählte ich natürlich den größten der drei verfügbaren Schläger, der mir ein natürliches Gefühl vermittelt. Ich muss mich nicht künstlich beugen, sondern kann den Putter-ähnlichen Schläger so halten, wie ich es auch in der Realität tun würde. Auch Cloudlands nutzt Room-Scaling und bindet so unseren Raum auf die Bahn ein. Da die meisten Spielflächen aber kleiner als so ziemlich alle Bahnen sein dürften, verwendet der Titel ebenfalls eine Teleportationsmechanik. Wird der Trigger eines Controllers betätigt, bringt uns das Spiel direkt zum Ball. Dabei versucht das Spiel, den Ball möglichst ins Zentrum unsere Spielfläche zu legen. Wer also über nur wenig Platz verfügt, hat keine Probleme, das Spiel im Stand zu erleben. Wer hingegen viel Fläche nutzt, kann durchaus auch einmal den Weg zum Ball per Fuß zurücklegen und auf die Teleportation verzichten. Dies liefert ein tolles Immersionsgefühl und so empfehle ich Spielern mit großer Fläche, diese auch so gut es geht auszunutzen.

Cloudlands VR

Der Schläger fühlt sich realistisch an und setzt den Schwung des Controllers 1 zu 1 ins Virtuelle um. Daher sind absolut präzise Schläge möglich, die aufgrund des Konzepts auch wahrlich notwendig sind. Haptisches Feedback sorgt einmal mehr für ein natürliches Gefühl. Sowohl Schwung als auch Neigung der Schlagseite beeinflussen den Ballverlauf immens, sodass Cloudlands durchaus mit einer kleinen Lernkurve daherkommt. Es benötigt ein wenig Übung, um das Verhalten des Schlägers kennenzulernen. Übung macht den Meister, was auch im echten Sport ein allzu oft treffendes Motto widerspiegelt. Während ich bei meinen ersten Schlägen noch grauenvoll daneben getroffen habe und schnell frustriert war, hatte ich mit der Zeit mehr Erfolg und dementsprechend größeren Spaß. Die Erfassung von Kopfbewegungen präsentiert sich in Cloudlands als wichtiges Spielelement. An dieser Stelle möchte ich Spielern allerdings den Hinweis geben, dass Cloudlands wie kaum ein anderes Spiel den perfekten Sitz des Headsets auf dem Kopf erfordert. Da wir ständig nach unten schauen, muss die Brille fest genug sitzen, um beim Blick nach unten auf den Ball nicht zu verrutschen und so unsere Ansicht nicht zu verzerren. Wie in der Realität müssen Spieler die Zielflagge gut im Blick haben, um mit einem Schlag möglichst nah ans Loch zu kommen. Die seltenen Hole-in-ones liefern ein wahnsinnig befriedigendes Gefühl und sind zumeist Resultat von Übung und Konzentration, weniger von purem Glück. Es hat mich wahrlich erstaunt, wie fantastisch Cloudlands: VR Minigolf den Fokus auf Konzentration herüberbringt. Zugleich herrscht eine entspannte Atmosphäre, die mich des Öfteren dazu verleitete, mich einfach mal in der Umgebung umzuschauen, anstatt geradewegs von Schlag zu Schlag zu ziehen. In der Ruhe liegt die Kraft, und die ansehnlich gestaltete Natur sowie die faszinierenden Hindernis-Bahnen sind eine Erkundung wahrlich wert. Während viele VR-Erfahrungen auf Action ausgerichtet sind und stetig unseren Puls hochtreiben, geht es Cloudlands ruhiger an und bietet so eine willkommene Abwechslung. Auch wenn Übung eine große Rolle spielt und Spieler daher ermutigt werden, die Bahnen wieder und wieder zu spielen, ist der Umfang des Titels derzeit durchwachsen. Der lokale Multiplayermodus ist natürlich eine tolle Implementierung, doch sieht man sich an 18 Bahnen in einer handvoll Stunden satt. Zurzeit ist der Preis von 20€ zwar aufgrund der Qualität des Spiels fair, doch kann ich mir vorstellen, dass manche Käufer vom gebotenen Umfang dennoch enttäuscht sind. Glücklicherweise ist Besserung auf dem Weg. Online-Multiplayer wird in einem kommenden Patch nachgereicht, der fortan sicherlich meine Lieblingsspielvariante sein wird. Die noch bessere Nachricht aber kommt in Form eines Bahneneditors, mit dem Spieler ihre eigenen Hinderniskurse gestalten und teilen können. Auf diese Weise ist für quasi unendlich viele Bahnen gesorgt, die mein derzeitig einziges Problem mit dem Spiel schnell ausmerzen würden. Futuretown plant, den Online-Multiplayer in Kürze zu implementieren und den Editor innerhalb der nächsten zwei Monate als kostenloses Update bereit zu stellen.

Cloudlands VR

Cloudlands: VR Minigolf ist eine gelungene Umsetzung des Präzisionssports. Übung und Konzentration prägen jeden einzelnen Schlag und dank hervorragendem Tracking lässt sich der Ball millimetergenau befördern. Aufgrund von Platzmangel kommt einmal mehr eine Teleportationsmechanik zum Einsatz. Doch kann ich jedem Spieler empfehlen, zumindest den vorhanden Platz vollständig auszunutzen und die nötigen Schritte zum Ball zu laufen, wenn er denn in Reichweite ist – das hilft dem Gefühl der Präsenz ungemein. Cloudlands hat eine beruhigende Wirkung, die sich in Symbiose mit der Jagd nach immer weniger Schlägen zu einem unterhaltsamen Erlebnis zusammentut. Die vorhandenen Bahnen sind ansehnlich und abwechslungsreich gestaltet, doch sieht man sich an den 18 vorliegenden Feldern schnell satt. In Zukunft merzt ein Bahneneditor dieses Problem aber aus, zudem gesellt sich in Kürze zum integrierten lokalen Mehrspielermodus auch eine Online-Variante. Wer auch nur ansatzweise etwas mit (Mini-)Golf anfangen kann, wird aber auch mit dem aktuellen Umfang eine Menge Spaß haben.

Auf Steam kaufen – 19,99€

 

 

Sowohl Cloudlands als auch #SelfieTennis geben einen guten Ausblick darauf, wie sehr das „Mittendringefühl“ von Virtual Reality das Sport-Genre stärken kann. Die dreidimensionale räumliche Darstellung bringt in Kombination mit haptischem Feedback und der passenden Form der Vive-Controller erstaunlich viel der realen Tätigkeiten herüber. Beide Spiele fühlen sich näher am Vorbild an, als dass ich sie als klassische Videospiele abstempeln würde. Wer VR noch nie erlebt hat, sollte es bei ergebender Möglichkeit unbedingt ausprobieren. Ich bin mir sicher, dass wir in Zukunft viele interessante Umsetzungen im Sport-Sektor für HTC Vive, Oculus Rift aber natürlich auch Playstation VR sehen werden und ich blicke diesen Erlebnissen bereits freudig entgegen. Bis dahin versuche ich, meiner Ranglisten-Platzierung in #SelfieTennis zu halten und meiner Präzision in Cloudlands einen Feinschliff zu verpassen.

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Hey Leute, ich bin der Dominik, Redakteur, und stürze mich für euch gerne in die aktuellsten News und Reviews der PS4 :)